• Deutschland: BIP-Einbruch und hohes Haushaltsdefizit
    • Italien: sucht Wege aus der Regierungskrise
    • ifo Institut: Deutsche Wirtschaftsleistung schrumpft zum Jahresende 2020
    • Amtsenthebungsverfahren gegen Trump beginnt
    • 1.244 Corona-Todesfälle in Deutschland binnen 24 Stunden
    • Coronavirus-Ursprung: WHO-Experten in China angekommen
    • Weitere Festnahmen in Hongkong

    DAX

    • Die Hoffnungen auf weitere billionenschwere Konjunkturhilfen in den USA haben am Donnerstag den Börsen etwas Auftrieb gegeben, allerdings blieb es bei moderaten Kursaufschlägen. Der DAX rückte per Xetra-Schlusskurs um 0,35 Prozent auf 13.988,70 Punkte vor. Immerhin schaffte es in Deutschland der MDAX auf ein neues Rekordhoch, ebenso wie der Dow Jones Industrial Average in den USA. Medienberichten zufolge plant der designierte US-Präsident Joe Biden ein Konjunkturpaket im Volumen von rund zwei Billionen US-Dollar. Als Teil des Pakets seien auch beträchtliche Direktzahlungen an Familien geplant, meldete der Nachrichtensender CNN. Positive Konjunkturdaten aus China und eine gewisse Erleichterung mit Blick auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung sorgten ebenfalls für Erleichterung. Trotz der Corona-Krise hat China im abgelaufenen Jahr ein deutliches Plus im Außenhandel verzeichnet. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass Chinas Wirtschaft im vergangenen Pandemie-Jahr auch dank des starken Außenhandels um knapp 2 Prozent gewachsen ist. Für Deutschland sehen die Zahlen gänzlich anders aus. Die Wirtschaftsleistung ist im Corona-Krisenjahr massiv eingebrochen. Das BIP schrumpfte gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Damit ist der Einbruch der deutschen Wirtschaft in der Corona-Pandemie etwas geringer ausgefallen als 2009 in der globalen Finanz-und Wirtschaftskrise. An den Aktienmärkten war mit dem ermittelten Minus gerechnet worden und so gab es kaum Reaktionen auf die Daten. Unterdessen sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA in der vergangenen Woche Corona-bedingt wieder stark gestiegen.

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Ägypten hat eine Absichtserklärung mit dem Zughersteller Siemens über den Bau einer Schnellzugverbindung mit einem Volumen von 23 Mrd. Dollar unterzeichnet. Die elektrisch betriebene Strecke solle von Ain Sochna am Roten Meer bis nach New Alamein an der Mittelmeerküste reichen, teilte die ägyptische Regierung am Donnerstag mit.
    • Wegen ausbleibender Elektronik-Chip-Lieferungen wird auch das Volkswagen-Werk in Emden ab Montag für zwei Wochen Kurzarbeit einführen. Laut dem Betriebsrat betrifft die Regelung 9.000 Beschäftigte. Das Unternehmen verwies darauf, dass an einigen Stellen die Arbeit aber regulär weiterlaufe.
    • Der US-Finanzriese BlackRock steigerte das verwaltete Vermögen im vierten Quartal auf einen Rekordwert. Während andere Vermögensverwalter 2020 zu kämpfen hatten, ging es für BlackRock steil bergauf. Der Gewinn legte deutlich zu.
    • Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines hat im abgelaufenen Jahr coronabedingt einen zweistelligen Milliardenverlust verzeichnet. Unter dem Strich stand ein Minus von fast 12,4 Mrd. Dollar nach einem Gewinn von 4,8 Mrd. ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mitteilte. Deltas Umsatz brach um fast zwei Drittel auf 17,1 Mrd. Dollar ein. Delta-CEO Ed Bastian hofft nun, die Airline mit weiteren milliardenschweren Staatshilfen durch die Krise zu bringen: „Ich bin optimistisch, dass es ein Jahr der Erholung und ein Wendepunkt wird.“
    • Die Citigroup will den Geschäftsbereich Vermögensverwaltung in einer Einheit bündeln. Dazu solle die Sparte Citi global wealth geschaffen werden, wie das Unternehmen mitteilte. Hier sollen Produkte und Dienstleistungen für vermögende Kunden angeboten werden.
    • YouTube hat laut Alphabet-Chef Sundar Pichai in den USA Hunderte Videos mit politischen Inhalten seit der Bestätigung des Wahlergebnisses in der vergangenen Woche von der Videoplattform entfernt.
    • Die bei Anhängern von US-Präsident Trump beliebte Twitter-Alternative Parler geht gerichtlich gegen die Sperrung ihrer Plattform auf den Servern von Amazon vor. In der Klageschrift forderte das Unternehmen, dass Amazon Web Services die Abschaltung zurücknehme und den Dienst wieder online gebe. Amazon habe seinen Vertrag gebrochen habe, indem es das Unternehmen abgeschaltet habe, hieß es weiter.
    • Der Licht- und Elektronikspezialist Hella bleibt im Ausblick weiter zurückhaltend - trotz eines zuletzt aufgehellten Geschäfts. Konzernchef Rolf Breidenbach warnte am Donnerstag bei der Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr vor „weiterhin hohen Marktunsicherheiten und Herausforderungen. Die vollständigen Folgen der Corona-Pandemie seien noch lange nicht absehbar. Zudem sehe der Konzern „verstärkt Risiken, die aus möglichen Materialengpässen in globalen Lieferketten resultieren können".
    • Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk im abgelaufenen Jahr kräftig von der Corona-Pandemie profitiert. Laut vorläufigen Zahlen ist der Umsatz noch stärker als zuletzt erwartet gestiegen. Den Angaben zufolge steigerte Drägerwerk seinen Umsatz im vergangenen Jahr um mehr als ein Fünftel auf 3,4 Mrd. Euro. Davon dürften 11,3 bis 11,6 Prozent als Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) herauskommen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Dies entspricht einem EBIT von 385 bis 395 Mio. Euro. Die Neuaufträge legten sogar um mehr als ein Drittel zu.
    • Der Autobauer Renault will noch mehr sparen als bisher angekündigt. Das Sparprogramm laufe nun bis 2025 und habe einen Umfang von drei Mrd. Euro, teilte Renault am Donnerstag mit. Bisher war von zwei Mrd. Euro Einsparungen bis 2022 die Rede. Der Konzern solle so rasch wie möglich wieder profitabel werden, hieß es aus Kreisen des Unternehmens.
    • Die US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit (NHTSA) hat Tesla zum Rückruf von 158.000 Fahrzeugen aufgefordert. Grund sei ein Fehler in der Infotainment-Einheit, der ein Sicherheitsrisiko darstelle, wie die Behörde mitteilte. Betroffen seien Autos der Reihen Model S und Model X.
    • Die Nordex Group hat im Dezember 2020 einen weiteren Auftrag für Anlagen der Delta4000-Serie über 131 MW aus Schweden erhalten. Der Versorger Jämtkraft hat zusammen mit Persson Invest Ende letzten Jahres bei der Nordex Group 23 Turbinen für den Windpark „Hocksjön" bestellt. Der Auftrag umfasst auch einen Premium-Service der Anlagen über den Zeitraum von 25 Jahren.
    • Der Pharmachef des Bayer-Konzerns, Stefan Oelrich, verspricht sich viel von der Gen- und Zelltherapie. Hier haben die Leverkusener Übernahmen einige getätigt, die das Wachstum des Unternehmens in der zweiten Hälfte der Dekade antreiben sollen. „Wir treiben die Transformation unseres Geschäfts voran und bauen unser vielversprechendes Entwicklungsportfolio zusammen mit unseren Partnern aus", sagte Oelrich bei einem Pharma-Medientag.
    • Der Versicherungskonzern Allianz will sich stärker für den Klimaschutz einsetzen und seine 800 Mrd. Euro Kapitalanlagen nach und nach umschichten. Bis 2025 sollen die Treibhausgasemissionen um ein Viertel sinken, kündigte Allianz-Investmentvorstand Günther Thallinger am Donnerstag an. Das neue Ziel gehört zu den Vorhaben der "Net Zero Asset Owner Alliance", einem Zusammenschluss von mittlerweile 33 internationalen Kapitalanlegern, die zusammen 5 Bio. Euro verwalten.
    • Die Folgen des Corona-Lockdowns für die Primark-Filialen in Europa bereiten dem Mutterkonzern AB Foods Probleme. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management bei Primark noch etwas niedrigere Erlöse und einen noch kleineren bereinigten operativen Gewinn als im Vorjahr, wie AB Foods mitteilte.
    • Der US-Streaminganbieter Netflix wird für einen Teil seiner Kunden in Deutschland teurer. Die Preiserhöhung betrifft allerdings nicht den Basistarif, wie das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. „Wir ändern die Preise von Zeit zu Zeit, um weiterhin in großartige Unterhaltung zu investieren und stetig das Portfolio an Filmen und Serien zu vergrößern", erläuterte ein Netflix-Sprecher.
    • Der Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestags tagt am heutigen Donnerstag erneut. Dieses mal soll die Rolle der Banken in dem Betrugsskandal rund um den insolventen Zahlungsdienstleister durchleuchtet werden. Geladen sind Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing, Ex-Commerzbank-Chef Martin Zielke, LBBW-Chef Rainer Nesk und der Deutschland-Chef von Goldman Sachs, Wolfgang Fink. Außerdem sollen Vertreter der KfW und der BayernLB aussagen.

    Politik & Konjunktur

    • Der Frühindikator der OECD weist auf einen weiteren Konjunkturaufschwung in den meisten großen Volkswirtschaften hin. Wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mitteilte, stieg der Indikator im Dezember um 0,19 auf 99,5 Punkte. Der Frühindikator des Euroraums stieg um 0,11 auf 98,7 Punkte und der US-Indikator um 0,27 auf 99,2 Punkte.
    • Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat bei seinen Beratungen am 10. Dezember 2020 einstimmig für zusätzliche geldpolitische Maßnahmen befürwortet und sich zudem über den Euro-Wechselkurs besorgt gezeigt, wie aus dem heute veröffentlichten Protokoll der Beratungen hervorgeht. „Alle Mitglieder waren der Meinung, dass wegen der Auswirkungen der wieder aufgeflammten Pandemie, der Abwärtsrevision des Inflationspfads und des damit zusammenhängenden Risikos einer Entankerung der Inflationserwartungen zusätzliche geldpolitische Maßnahmen nötig sind, um für günstige Finanzierungsbedingungen während der Pandemie zu sorgen", heißt es im Protokoll.
    • Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA hat in der Woche zum 9. Januar deutlich stärker zugelegt als erwartet, was auf eine erneute Entlassungswelle hindeutet. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 181.000 auf 965.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf 783.000 vorhergesagt - dem nach unten revidierten Wert der Vorwoche.
    • Die US-Importpreise sind im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 0,9 % gestiegen nach einem Plus im November von 0,2 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Ökonomen hatten eine Zunahme um 0,7 Prozent prognostiziert.
    • Kurz nach der Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen ihn zeigte sich der abgewählte US-Präsident Donald Trump versöhnlich. „Ich verurteile eindeutig die Gewalt, die wir in der vergangenen Woche gesehen habe", sagte Trump in einer Videobotschaft. Er rief die Bevölkerung dazu auf, Spannungen abzubauen, Gemüter zu beruhigen und zum Frieden im Land beizutragen. „Lasst uns entscheiden, vereint voranzugehen.“
    • Der designierte US-Präsident Joe Biden plant laut CNN billionenschwere Corona-Hilfen plant. Berater Bidens hätten Mitgliedern des Kongresses mitgeteilt, dass sich die Staatshilfen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise auf rund zwei Billionen US-Dollar belaufen dürften, berichtete der TV-Sender. Biden werde die Details des Plans noch an diesem Donnerstag bekanntgeben.
    • In Italien nimmt mitten in der Regierungskrise die Diskussion um eine Lösung an Fahrt auf. Die Abgeordnetenkammer in Rom unterbrach am Donnerstag ihre Sitzung. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, Kammerpräsident Roberto Fico wolle Ministerpräsident Giuseppe Conte im Namen aller Fraktionen auffordern, die aktuelle Lage im Parlament zu erläutern. In italienischen Medien wird spekuliert, dass Conte nach neuen Mehrheiten suchen oder zurücktreten könnte. Auch eine Rückkehr der aus der Koalition ausgeschiedenen Kleinpartei Italia Viva ins Kabinett wurde nicht ausgeschlossen. Die Mini-Partei Italia Viva hatte ihre zwei Ministerinnen im Streit um EU-Milliardenhilfen im Anti-Corona-Kampf zurückgezogen.
    • Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat die Menschen in Deutschland auch wegen neuer Coronavirus-Varianten zum Verzicht auf nicht notwendige Reisen aufgefordert. „Wer nicht unbedingt muss, sollte im Moment nicht verreisen", so Wieler. Auch eine Verschärfung sei nicht vom Tisch: „Es gibt die Möglichkeit, bei einzelnen Maßnahmen nachzuschärfen.“ Erste Ministerpräsidenten arbeiten schon mal vor: Der Corona-Lockdown muss laut Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann voraussichtlich über Januar hinaus gelten. „Wir müssen davon ausgehen, dass wir den Lockdown verlängern müssen“, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag. Er werde sich für „weitere und schärfere Maßnahmen“ einsetzen. Er verwies auf die weiter hohen Infektionszahlen und die neu aufgetretenen Virus-Varianten aus Großbritannien und Südafrika, über deren Verbreitung man noch zu wenig wisse.
    • Der im November in Kraft getretene Shutdown hinterlässt seine Spuren in der deutschen Konjunktur. Das ifo Institut rechnet mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent im letzten Quartal vergangenen Jahres. Der BIP-Rückgang um 5,0 Prozent für das Gesamtjahr 2020 würde dann einen Ausfall von rund 200 Mrd. Euro Wirtschaftsleistung bedeuten im Vergleich zu einer Prognose ohne Coronakrise von plus einem Prozent, berechneten die Forscher. Im ersten Quartal 2021 dürfte die Wirtschaft nur um 0,5 Prozent wachsen. „Anders als im Frühjahr 2020 ist derzeit nur die Wirtschaftsleistung in wenigen Branchen beeinträchtigt“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Sollte sich zudem bis in den Sommer hinein auch das Verhalten der VerbraucherInnen weitgehend normalisieren, etwa weil die Covid-19-Impfungen weit vorangeschritten sind, könnte das Vorkrisenniveau der Produktion an Waren und Dienstleistungen bereits in der zweiten Jahreshälfte erreicht werden, so das ifo Institut. Im Jahresdurchschnitt dürfte das Bruttoinlandsprodukt dann um etwa 4,5 Prozent zulegen.
    • Insgesamt haben die Corona-Pandemie und die Infektionsschutzmaßnahmen die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr in eine der tiefsten Krisen der deutschen Nachkriegszeit gestürzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,0 Prozent geschrumpft, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Nur während der Weltfinanzkrise im Jahr 2009 war der Rückgang mit 5,7 Prozent noch stärker.
    • Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts mit einem Finanzierungsdefizit von 158,2 Mrd. Euro. Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden. Der Bund hatte mit 98,3 Mrd. Euro den größten Anteil am Finanzierungsdefizit, gefolgt von den Ländern mit 26,1 Mrd. Euro, den Sozialversicherungen mit 31,8 Mrd. Euro und den Gemeinden mit 2,0 Mrd. Euro. Gemessen am nominalen BIP errechnet sich für den Staat im Jahr 2020 eine Defizitquote von 4,8 Prozent. Der europäische Referenzwert des Stabilitäts- und Wachstumspakts von 3 Prozent und die Zielgröße für die nationale Schuldenbremse wurden demnach deutlich verfehlt. Allerdings wurde die Anwendung beider Zielgrößen aufgrund der Corona-Pandemie für die Jahre 2020 und 2021 ausgesetzt.
    • Das Repräsentantenhaus hat am Mittwoch das Amtsenthebungsverfahren gegen den noch amtierenden Präsidenten Donald Trump auf den Weg gebracht. Neben allen 222 Demokraten stimmten auch zehn von Trumps Republikanern im Repräsentantenhaus für die Eröffnung eines neuen Impeachment-Verfahrens. 197 Republikaner votierten dagegen. Jetzt ist der Senat gefordert, darüber zu entscheiden. Die Terminfrage ist bisher ungeklärt. Der oberste Republikaner im US-Senat, Mitch McConnell, will das Verfahren dort aber erst nach der Vereidigung von Trumps Nachfolger, Joe Biden, in der kommenden Woche starten.
    • Die Regierungskoalition in Italien ist geplatzt. Der kleine Koalitionspartner Italia Viva von Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi hat seine Unterstützung aufgekündigt und seine zwei Ministerinnen aus dem Kabinett abgezogen. Die Koalition von 5-Sterne-Bewegung und der Partito Democratico (PD) unter dem Ministerpräsidenten Giuseppe Conte hat damit keine erforderliche Mehrheit mehr im Parlament. Ex-Premier Renzi hatte Conte schwere Fehler im Kampf gegen die Corona-Pandemie vorgeworfen. Umstritten sind vor allem die Pläne Contes zur Verwendung der EU-Milliardenhilfen.
    • Die Zahl der von den deutschen Gesundheitsämtern gemeldeten Corona-Todesfälle hat einen neuen, traurigen Höchststand erreicht. Innerhalb eines Tages wurden an das Robert Koch-Institut (RKI) 1.244 neue Todesfälle, wie aus den Zahlen von Donnerstagmorgen hervorgeht. Zudem wurden 25.164 Neuinfektionen gemeldet. Der bisherige Höchststand bei den Toten von 1.188 war am 8. Januar erreicht worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz (Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner) lag am Donnerstagmorgen bei 151,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.
    • Chinas Außenhandel hat sich im Dezember erneut positiv entwickelt. Wie die Pekinger Zollbehörde mitteilte, legten die Exporte im Jahresvergleich um 18,1 Prozent zu. Die Importe stiegen um 6,5 Prozent. Schon im November waren die Ausfuhren um gut 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr wuchsen Chinas Exporte im Gesamtjahr 2020 so um 3,6 Prozent.
    • Die Hongkonger Polizei hat elf Personen, darunter einen oppositionellen Bezirksrat, unter dem Verdacht der Fluchthilfe festgenommen. Die Festnahmen stehen nach Medienberichten im Zusammenhang mit der gescheiterten Flucht von zwölf Aktivisten nach Taiwan. Die Personen waren im August von Chinas Küstenwache aufgegriffen worden, als sie sich nach Taiwan absetzen wollten. Statt zurück nach Hongkong wurden sie nach China gebracht und dort großteils zu Haftstrafen verurteilt.
    • Ein Team von Experten, die im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation WHO nach den Ursprüngen des Coronavirus forschen sollen, ist in der chinesischen Stadt Wuhan eingetroffen. Nach der Ankunft wurden die Forscher auf das Coronavirus getestet und müssen sich zwei Wochen in Quarantäne begeben. Der Reise wurde erst nach langem Zögern Pekings stattgegeben. Die Suche nach dem Ursprung des Virus gilt als politisch brisant.

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