• Amazon.com Inc. - Kürzel: AMZ - ISIN: US0231351067
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 3.410,505 $
  • Apple Inc. - Kürzel: APC - ISIN: US0378331005
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 499,500 $
  • Microsoft Corp. - Kürzel: MSF - ISIN: US5949181045
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 226,210 $
  • Facebook Inc. - Kürzel: FB2A - ISIN: US30303M1027
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 294,790 $
  • Alphabet Inc. (Class C) - Kürzel: ABEC - ISIN: US02079K1079
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 1.636,524 $
  • Netflix Inc. - Kürzel: NFC - ISIN: US64110L1061
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 527,590 $

Für Amazon-Chef Jeff Bezos hätte das Jahr 2020 bisher nicht besser laufen können. Der Onlinehändler Amazon gehört schließlich zu den ganz großen Profiteuren der Corona-Pandemie. Während der stationäre Einzelhandel seine Türen Corona-bedingt schließen musste und auch jetzt noch mit Einbußen kämpft, freute sich Amazon, genau wie die meisten anderen Online-Giganten aus den USA, über eine gigantische Sonderkonjunktur.

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Amazon-Aktie

Die Amazon-Aktien stiegen seit Jahresbeginn um mehr als 84 Prozent auf gut 3.410 Dollar und stehen auf Allzeithoch, so wie auch die Papiere von Apple, Microsoft, Facebook und Alphabet. Das freut den ein oder anderen Kleinaktionär, aber es freut ganz besonders Amazon-Chef Jeff Bezos, der weiter den größten Teil seines Vermögens in Amazon-Aktien hält. Der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt sagte am Mittwoch in einem Interview ganz offen, dass die Corona-Pandemie die Vorherrschaft der US-Technologiekonzerne weiter befördert habe. Die Digitalisierung sei in einem Jahr dank Corona zehn Mal so schnell vorangekommen wie erwartet.

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Dank der Kursgewinne wuchs das Privatvermögen von Bezos auf stattliche 202 Milliarden Dollar, wie Bloomberg berechnet hat. Als erster Mensch überhaupt darf Bezos ein Vermögen von mehr als 200 Milliarden Dollar sein Eigen nennen.

Anders das Schicksal von Millionen kleinen Gewerbetreibenden, besonders aus den Bereichen Gastronomie, Kultur und Unterhaltung: Trotz millionenschwerer Finanzhilfen wurden viele durch die Corona-Verbote kalt enteignet. Schließlich helfen auch Kredite oder Kurzarbeit nicht weiter, wenn das eigene Geschäft Corona-bedingt monatelang oder gar noch länger nicht mehr öffnen darf. Bars und Discotheken können ja etwa bis heute nicht wieder Gäste begrüßen und ein Ende der Verbote ist auch nicht absehbar. In vielen anderen Bereichen gelten weiter massive Einschränkungen.

Besonders dramatisch ist die Situation auch deshalb, weil ein Ende der Freiheitsbeschränkungen, die im Rahmen von Corona verhängt wurden, nicht absehbar ist. So jedenfalls der Tenor nach Beratungen von Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer am Donnerstag. Weitere Corona-Lockerungen in Deutschland soll es mit Blick auf die Ansteckungszahlen vorerst nicht geben. Ganz im Gegenteil wurde das Verbot von Großveranstaltungen bis Jahresende verlängert. Neue Regeln, zum Beispiel auch für Familienfeiern, sind möglich. Merkel und die Länderfürsten ließen am Donnerstag durchblicken, dass sie der erneute Anstieg der Infektionszahlen angesichts der Jahreszeit beunruhigt. (Kein Wort dazu, dass auch viel mehr getestet wird als im Frühjahr und deshalb ein absoluter Anstieg der Infektionszahlen nicht verwunderlich sein sollte.)

Die Gefahr eines zweiten Lockdowns, der wohl Millionen Menschen wirtschaftlich endgültig das Genick brechen dürfte, bleibt also real. Für Amazon & Co. wäre ein zweiter Lockdown gewissermaßen das Sahnehäubchen auf der Corona-Pandemie. Etliche Milliarden Dollar mehr für Jeff Bezos inklusive.


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