Der 4-Jahres-Zyklus ist durch die US-Präsidentschaftswahlen bestimmt. 2008 ist Wahljahr. Aktuell ist 2008 und die Jahre des Wahlzyklus sind:

2008: Wahljahr (Election Year)
2009: Nachwahljahr (Post-Election Year)
2010: Zwischenwahljahr (Midterm Year)
2011: Vorwahljahr (Pre-Election Year)

Der Verlauf wichtiger Märkte in den USA ist davon abhängig, ob es sich um Wahljahre handelt, oder um Jahre aus einer der drei übrigen Gruppen (also ein, zwei oder drei Jahre nach der Wahl). So steigen etwa Aktien in Vorwahljahren überdurchschnittlich, sowie unmittelbar vor der Wahl. Die Gründe für dieses Verhalten werden in der (Geld-)Politik vermutet. Steigende Aktien und eine boomende Wirtschaft sollen den Wähler für die amtierende Regierung positiv stimmen.

Nicht nur Aktien werden vom US-Wahlzyklus beeinflußt, sondern auch Renten und Währungen. Die Dominanz des US-Kapitalmarktes läßt die US-Präsidentenwahlzyklen sogar international wirksam werden, so daß sie z.B. deutschen Aktien beeinflussen.

Externe Quelle: http://www.seasonalcharts.de/img/ELECTION-SPE/DJIA_4J.GIF

Name:
Period:
Data:
Method:
Source:
Dow Jones Industrial Average, Election Cycle 1897-2006
18961231 - 20070103
Spot Prices
Growth
Dow Jones

Wahljahr (Election Year)

Externe Quelle: http://www.seasonalcharts.de/img/ELECTION-SPE/DJIA_W0.GIF

Die überdurchschnittliche Performance des US-Aktienmarktes in Jahren, in denen der Präsident gewählt wurde, ist Gegenstand einer Vielzahl an Untersuchungen gewesen.

Doch wie sieht es mit dem jahreszeitlichen Verlauf in Wahljahren aus?

Sofort ins Auge sticht, daß die Performance bis Ende Mai schwach war, ganz im Unterschied zur Performance des Aktienmarktes über alle Jahre des Jahrhunderts. Ganz anders verhält es sich in der zweiten Jahreshälfte, in der auch die Wahl stattfindet. Ende Juli kam es zu einer ersten starken Aufwärtsbewegung. Der übliche Rückgang im September und Oktober entfiel.

Insgesamt betrug der durchschnittliche Gewinn vor den Wahlen, also von Ende Mai bis etwa Anfang November, stimmungssteigernd gut 9%. In dieser jahreszeitlichen Phase legte der Markt im Schnitt aller Jahre (also noch einschließlich der starken Wahljahre!), hingegen gerade einmal 1% zu.

Name:
Period:
Data:
Method:
Source:
Dow Jones Industrial Average, Election Years 1900 - 2004
18991230 - 20050103 (every fourth year)
Spot Prices
Growth
Dow Jones

Nachwahljahr (Post-Election Year)

Externe Quelle: http://www.seasonalcharts.de/img/ELECTION-SPE/DJIA_W1.GIF

Name:
Period:
Data:
Method:
Source:
Dow Jones Industrial Average, Post-Election Years 1897-2005
18961231 - 20060103 (every fourth year)
Spot Prices
Growth
Dow Jones

Zwischenwahljahr (Midterm Year)

Externe Quelle: http://www.seasonalcharts.de/img/ELECTION-SPE/DJIA_W2.GIF

Name:
Period:
Data:
Method:
Source:
Dow Jones, Elections: Midterm Years 1898-2006 1914
18971231 - 20070103 (every fourth year)
Spot Prices
Growth
Dow Jones

Vorwahljahr (Pre-Election Year)

Externe Quelle: http://www.seasonalcharts.de/img/ELECTION-SPE/DJIA_W3.GIF

Name:
Period:
Data:
Method:
Source:
Dow Jones Industrial Average, Pre-Election Years 1899-2003
18981230 - 20040102 (every fourth year)
Spot Prices
Growth
Dow Jones

Alle Angaben ohne Gewähr.

Autor: Dimitri Speck - http://www.seasonalcharts.de

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