Montag:
Die Zahl der australischen Neuwagenverkäufe ist im Mai im Vergleich zum Vormonat um -3,2 % gefallen. Verglichen mit dem Vorjahr kletterten die Verkaufszahlen neuer Autos um 16,4 %.

Der Aktivitätsindex für die gesamte japanische Wirtschaft ist gegenüber dem Vormonat um 1,8 % gestiegen nach zuvor noch -0,8 %.

Die produzierenden Gewerbe in Deutschland investierten im Jahr 2008 rund 6,1 Mrd. Euro für den Umweltschutz. Die größten Anteile der Investitionen entfielen auf die Umweltbereiche Gewässerschutz mit 2,4 Milliarden Euro (circa 39%) und Klimaschutz mit 1,7 Milliarden Euro (circa 28%).

In Deutschland ist die Zahl der Habilitationen im Jahr 2009 um 1 % auf 1.820 angestiegen. Im Jahr zuvor hatte es 1.800 Habilitationen gegeben. Der Frauenanteil liegt insgesamt bei 24 %, nach 23 % im Jahr zuvor. Im Vergleich dazu hatte der Anteil im Jahr 1999 noch bei 17 %.

Dienstag:

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Gesamtumsatz im Gastgewerbe in Deutschland im April um nominal -1 % gefallen. Real wurde jedoch ein Rückgang in Höhe von -2 % verzeichnet.

Gegenüber dem Vormonat wurde ein nominaler Umsatzanstieg in Höhe von 7,9 % verzeichnet, nach noch 0,1 % im Vormonat. Real entspricht dies einem Plus von 1,3 %, verglichen mit -0,4 % in der letzten Veröffentlichung.

Die Handelsbilanz in der Schweiz für Mai 2010 fällt auf 0,82 Mrd. verglichen mit 2,02 Mrd. im Vormonat.

Der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland notiert für Juni bei 101,8. Im Vormonat hatte er noch bei 101,5 gestanden. Erwartet wurde er hingegen im Bereich 101,1.

Der Index für die Geschäftslage notiert bei 101,1 nach zuvor 99,4 und erwarteten 99,9. Der Index zur Geschäftserwartung liegt nun bei 102,4 nach 103,7 im letzten Monat. Die Erwartung hatte hier im Bereich 102,6 gelegen.

Die saisonbereinigte Leistungsbilanz für die Eurozone weist im April einen Defizit in Höhe von 5,1 Mrd. Euro aus, verglichen mit einem Plus von 1,7 Mrd. Euro im Vormonat . Ohne Bereinigung ergibt sich für den Berichtsmonat ein Plus in Höhe von -6,9 Mrd. Euro.

Die Handelsbilanz weist einen Überschuss in Höhe von 1,3 Mrd. Euro aus, die Dienstleistungsbilanz zeigt ein Plus von 3,6 Mrd. Euro, die Einkommensbilanz ein Minus von -2,7 Mrd Euro. Die Transferbilanz ist mit -7,3 Mrd. Euro defizitär.

Nach Angaben des US Conference Board ist der deutsche Frühindikator im Berichtmonat um 1,6 % auf 102,2 gestiegen. Im Monat zuvor war der Index um 2,0 %, davor um 0,3 % geklettert.

Der Coincident Index für Deutschland stieg gegenüber dem Vormonat um 0,3 % auf 103,1. Zuvor war der Index um 0,5 % und davor um 0,2 % gestiegen. Die Basis von 100 wurde für den Frühindikator und den Coincident Index im Jahr 2004 festgelegt.

Die Zahl der US-amerikanischen Hausverkäufe ist im Mai auf 5,66 Mio. gefallen . Im Vorfeld war mit einem Bereich von 6,1 Mio. gerechnet worden. Im Monat zuvor waren 5,79 Mio. Häuser verkauft worden. Damit wurde der Vormonatswert von 5,77 Mio. nach oben revidiert.

Der US-amerikanische Housing Preis Index notiert im April bei 0,8 %. Im Vormonat hatte er noch bei 0,3 % gestanden.

Mittwoch:

Der für Juli vorausberechnete GfK Konsumklimaindex notiert bei 3,5 Punkten und damit unverändert zu den beiden Vormonaten. Erwartet worden war der vorausberechnete Index bei 3,3.

Der Konjunkturerwartungsindex ist im Berichtsmonat um 1,6 Punkte auf 5,5 angestiegen. Der Index für die Einkommenserwartung liegt aktuell bei 8,2 Punkten und damit 15,5 Zähler unter dem letzten Stand. Die Anschaffungsneigung war dagegen verbessert mit 30,4 nach zuvor noch 18,1 Punkten.

Der französische Einkaufsmanagerindex für Juni notiert in der ersten Veröffentlichung bei 54,9. Im Monat zuvor war er mit einem Stand von 55,8 veröffentlicht worden.

Der deutsche Einkaufsmanagerindex notiert in der ersten Veröffentlichung für Juni im verarbeitenden Gewerbe bei 58,1. Im Vorfeld war hingegen mit einem Stand von 58 gerechnet worden.

Der deutsche Dienstleistungsindex für Juni notiert in der ersten Veröffentlichung bei 54,6. Erwartet wurde der Index bei 54,5 nach 54,8 im Vormonat.

Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone notiert in der ersten Veröffentlichung für Juni im verarbeitenden Gewerbe bei 55,6. Im Vorfeld war hingegen mit einem Stand von 55,4 gerechnet worden.

Der Einkaufsmanagerindex im Bereich der Dienstleistungen für die Eurozone liegt nach der ersten offiziellen Schätzung bei 55,4, nach zuletzt noch 56,2.

Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone notiert in der ersten Veröffentlichung für Juni insgesamt bei 56,0. Im Vormonat hatte er bei 56,4 gelegen. Gerechnet wurde mit einem Stand von 55,6.

Das ifo Institut erwartet für die Bruttoinlandsprodukt der Welt in 2010 ein Wachstum in Höhe von 4,1 %. Die Prognose für 2011 liegt bei + 3,5 %.

Die Zahl der Hausverkäufe ist in den USA im Mai auf 300.000 zurückgegangen. Erwartet wurden 427.000 bis 450.000 Hausverkäufe. Im Monat zuvor waren 446.000 Hausverkäufe registriert worden. Damit wurde die zuvor veröffentlichte Zahl von 504.000 nach unten revidiert.

Unser Kommentar:

Nichts Neues unter der Sommersonne: Der amerikanische Immobilienmarkt kommt einfach nicht auf die Beine – und alle Welt faselt vom Ende der Krise. Wir halten es für ausgeschlossen, dass die Konjunktur in den USA ohne die Unterstützung des Immobilienmarktes nachhaltig anspringt. Immerhin wird die anhaltende Schwäche dafür sorgen, dass die US-Notenbank die Zinsen auch weiterhin auf einem Rekordtief lassen wird.

Die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories) sind in der vorangegangenen Woche um 2,02 Mio. Barrel gestiegen, nach zuvor +1,7 Mio. Barrel.

Der Offenmarktausschuss der Fed belässt die Zinsen unverändert bei 0,25 %.

Unser Kommentar:

Die Fed wird sich hüten, in der gegenwärtigen Lage für unangenehme Überraschungen zu sorgen. So war auch die Entscheidung der Notenbank, die Zinsen unverändert zu lassen, genau das nicht.

In ihrem Statement konnte man da schon eher fündig werden: Neuerdings begründet die Notenbank die konjunkturelle Flaute in den USA nicht nur mit der Schwäche des US-Immobilienmarkts sondern auch mit den Problemen in Europa. Damit wird die Niedrigzinspolitik erstmals auch mit den Schwierigkeiten in Europa in Zusammenhang gebracht.

Der Strategiewechsel dürfte nicht ganz unbeabsichtigt sein. Da in Europa eine weitere Zuspitzung der Krise mit den anstehenden Sparmaßnahmen unausweichlich ist, kann man dann von der anderen Seite des Atlantik ganz elegant mit dem Finger zu uns herüber weisen, und erklären: „Die da drüben sind an allem schuld“. So bastelt die Fed derzeit an einer geschickten Ablenkungsstrategie, die sich in den kommenden Monaten noch als sehr nützlich erweisen dürfte.

Donnerstag:

Die Wirtschaftsaktivität in Neuseeland ist im März-Quartal 2010 um 0,6 % gestiegen, nachdem im Vorquartal ein Wachstum um 0,9 % zu verzeichnen war. Das Jahreswachstum lag im entsprechenden Zeitraum bei 1,9 %.

Die japanische Handelsbilanz weist mit 324,237 Mrd. Yen einen gegenüber dem Vorjahr um 15,2 % höheren Überschuss aus.

Der japanische Großhandelspreisindex für Dienstleistungen ist in der vorläufigen Fassung zum Vormonat um -0,1 % gesunken, verglichen mit revidierten -0,4 % zuvor. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich im Januar ein vorläufiger Preisrückgang um -0,8 % nach revidierten -1,1 % im Monat zuvor.

Der österreichische Produktionsindex steigt im Vergleich zum Vormonat um 2,5 %. Verglichen mit dem Vorjahresmonat nimmt der Index um 6,9 % zu.

Im Monatsvergleich sind die Auftragseingänge in der Euro-Zone im April um 0,9 % gestiegen nach zuvor 5,1 %. Im Jahresvergleich sind die Auftragseingänge um 22,1 %.

Die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sind im Mai um 1,1 % gefallen. Erwartet wurde hingegen ein Minus im Bereich von -1,8 bis -1,4 %. Im Vormonat waren die Auftragseingänge bei den langlebigen Wirtschaftsgütern noch um 3,0 % geklettert. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten 2,8 % ins Plus revidiert.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 457.000 gefallen. Erwartet wurden 458.000 bis 460.000 neue Anträge nach zuvor 476.000 (revidiert von 472.000).

Unser Kommentar:

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den USA bleibt unverändert schlecht. Um das zu erkennen, muss man nicht jede marginale Verbesserung hinausposaunen. Arbeitsmarkt und Immobilienmarkt sind der Schlüssel zu einer konjunkturellen Wende in den USA. Jeder weitere Kommentar erübrigt sich deshalb.

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte ("Nat Gas Inventories") sind in der letzten Woche um 81 Bcf auf 2.624 Bcf gestiegen. Im Vorjahr hatten sie bei 2.638 Bcf gelegen.

Freitag:

Die japanischen Verbraucherpreise sind im Juni zum Vorjahr um -0,9 % gesunken. Auf Monatssicht kletterten die Preise um 0,1 %.

In der Kernrate (ohne verderbliche Lebensmittel und Energie) ist der Preisindex zum Vorjahr um -1,6 % gesunken, gegenüber dem Vormonat unverändert geblieben.

Der Verbraucherpreisindex für Tokio ist im Mai gegenüber dem Vorjahr um -0,9 % gesunken. Zum Vormonat ist der Preisindex um 0,1 % geklettert.

In der Kernrate (ohne verderbliche Lebensmittel und Energie) ist der Preisindex zum Vorjahr um -1,4 % gesunken, gegenüber dem Vormonat um -0,2 gesunken.

Im Monats-Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe in Deutschland im April zum Vorjahr um -1,6 % auf 694.000 gefallen, die Summe der geleisteten Arbeitsstunden ist gleichzeitig um 0,4 % auf 75,4 Mio. Stunden angestiegen. Der Gesamtumsatz ist in gleicher Zeit um -2,7 % gesunken und betrug im Berichtsmonat 6,42 Mrd. Euro, während der Index des Auftragseingangs um 1,3 % auf 102,5 noch oben gegangen ist (2000 = 100).

Im Jahr 2010 insgesamt ist die Beschäftigtenzahl jedoch um -0,8 % auf durchschnittlich 679.000 gesunken, während die geleisteten Arbeitsstunden um -6,7 % auf 206,4 Mio. gefallen waren. Der Gesamtumsatz ging bis dahin um -12,4 % auf 17,605 Mrd. Euro zurück, der Index des Auftragseingangs stieg um 7,5 % auf im Durchschnitt 90,6.

Die deutschen Einfuhrpreise sind im Mai zum Vorjahr um 8,5 % gestiegen nach zuletzt +7,9 %. Im Monatsvergleich sind die Preise auf der Importseite um 0,6 % geklettert nach zuvor +2 %. Ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse ist der Index der deutschen Einfuhrpreise auf Jahresbasis um 5,5 % gestiegen. Gegenüber dem Vormonat kletterte der Index um 1,2 %.

Die Ausfuhrpreise haben in Deutschland zum Vorjahresmonat um 3,6 % angezogen nach zuletzt +3 %. Auf Monatssicht legten die deutschen Exportpreise mit +0,5 % zu nach +1 % im Monat zuvor.

Die Zahl der Neuzulassungen bei den leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 t ist im Mai verglichen mit dem Vorjahr in der EU um 9,4 % gestiegen.

Gleichzeitig fielen die Neuzulassungen bei den Nutzfahrzeugen über 3,5 t um -1,1 %. Bei den Lastkraftwagen über 16 t wurde ein Rückgang der Zulassungen um -0,3 % registriert, während bei Bussen über 3,5 t auf das Jahr gesehen -2,5 % weniger Zulassungen zu verzeichnen waren.

Zum Vorquartal ist die französische Wirtschaftsleistung um 0,1 % gestiegen. Im Quartal zuvor hatte das Wachstum bei 0,6 % gelegen.

Die spanischen Erzeugerpreise sind im Berichtsmonat um 0,2 % zum Vormonat gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte der Index um 3,8 %.

Unser Kommentar:

Das muss man jetzt genau beobachten: Sollten in Spanien bei einer Arbeitslosigkeit nahe 20 Prozent und einer Rekordverschuldung des privaten Sektors jetzt die Preise steigen, dann könnte es dort bald sehr ungemütlich werden. Die derzeitige mediale Ruhe könnte sich dann als trügerisch erweisen.

Das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in der endgültigen Fassung zum ersten Quartal um 2,7 % gestiegen . Damit wurde das vorläufige Wachstum bestätigt, was bereits so erwartet worden war. Im Quartal zuvor hatte das Wachstum bei 3,0 % gelegen.

Die persönlichen Ausgaben für den Konsum ("Personal Consumption Expenditures", PCE) sind laut endgültiger Veröffentlichung um 3,0 % gestiegen.

Unser Kommentar:

Um nicht zu verhungern sind neuerdings mehr als 40 Millionen (!) Amerikaner auf den Bezug von Lebensmittelmarken angewiesen – also etwa halb so viele Menschen wie Deutschland Einwohner hat.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der Bezieher von Lebensmittelmarken in den USA um sieben Millionen beziehungsweise 21,11 Prozent geklettert.

Die Amis müssen zusehen, dass sie überleben und hauen die Kohle für überflüssiges „Geraffel“ raus? Wer das glaubt, ist selber schuld. Woher die Zuwächse beim Konsum kommen sollen, das wird vermutlich das Geheimnis der US-Regierung bleiben.

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern raten, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die in Kürze erscheint.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und [Link "www.antizyklischer-aktienclub.de" auf www.antizyklischer-aktienclub.de%20/... nicht mehr verfügbar]