Botte: „Der Rückgang der Anleihekurse geht Hand in Hand mit steigenden Breakeven-Inflationsraten und einer Versteilerung der US-Renditekurve. Diese Entwicklungen scheinen nicht nur eine Tapering-Ankündigung der Fed schon im November abzubilden, sondern auch ein Szenario, in dem die Fed nicht in der Lage wäre, angesichts des Inflationsrisikos präventiv zu handeln. Immerhin durchbrechen die Ölpreise die Marke von 80 USD.

Zu beachten sind auch die Marktbewegungen, die durch die Absicherung der staatlichen Hypothekenfinanzierer gegen das Konvexitätsrisiko nötig sein könnten. Der Anstieg der langfristigen Zinssätze verringert die Refinanzierungsströme und erfordert eine Durationsanpassung in Form von Verkäufen von Staatsanleihen oder der Zahlung von Swapsätzen. Diese Absicherungsgeschäfte könnten in der Tat den derzeitigen Anstieg der US-Renditen noch verstärken.“