London (BoerseGo.de) - Beide Finalisten der Fußball-Weltmeisterschaft, Argentinien und Deutschland, werden von adidas gesponsert. Trotz guter Umsätze und großer sportlicher Erfolge vieler gesponserter Mannschaften hat sich der Kurs der adidas-Aktie in den vergangenen Monaten eher enttäuschend entwickelt. Verantwortlich waren unter anderem das schlechte Wetter in den USA, durch das die Performance der Tochter TaylorMade negativ beeinflusst wurde, sowie Unsicherheiten um das Geschäft im Osteuropa, das für adidas einen der profitabelsten Märkte darstellt, wie David Moss, Fondsmanager des F&C European Equity Fund, in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

Adidas sei eine der bekanntesten Marken der Welt, was dem Unternehmen einen wichtigen Wettbewerbsvorteil verschaffe. Die Marke bilde Eintrittshürden für Konkurrenten und gebe adidas Preisgestaltungsmacht. Dadurch könne das Unternehmen Fluktuationen bei Materialkosten abfedern, und seine Margen sowie seine Kapitalrendite verbessern. Das Geschäftsmodell von adidas generiere hohen Cashflow und die Bilanz sei gesund, heißt es weiter.

„Wir erwarten, dass deshalb Geld an die Anteilseigner zurückfließt und sehen Raum für eine Erhöhung der Dividenden. Adidas operiert innerhalb eines globalen Oligopols. Die langfristige Dynamik und Wettbewerbsposition sprechen dafür, dass adidas stärker als seine Konkurrenten wachsen wird. Die aktuelle Underperformance dürfte deshalb nur ein temporäres Problem sein“, so Moss.