• Winterkorn in USA angeklagt
  • Praet: EZB bleibt auf Kurs
  • ISM: US-Dienstleister büßen an Wachstumsdynamik ein
  • US-Notenbank Fed hält Leitzins stabil
  • Fresenius startet mit kräftigen währungsbereinigten Zuwächsen ins Jahr
  • Siemens Healthineers beklagt Ergebnisrückgang
  • VW-Chef erwägt Ausgliederung von Ducati oder Renk
  • Adidas legt Gewinnsprung hin -
  • Tesla schreibt tiefrote Zahlen
  • Infineon hebt Prognosen an
  • Bayer zollt der Euro-Stärke Tribut
  • FMC bleibt nach solidem ersten Quartal auf Kurs
  • Vonovia erhöht Prognose für 2018 
  • Osram verdient operativ weniger
  • China: Xiaomi geht an die Börse

DAX & US-Markt

  • Die lockere Geldpolitik der EZB scheint weiterhin nicht den gewünschten Effekt zu bringen. Die Verbraucherpreise in der Eurozone legten im April nur moderat zu, die Kernrate sank sogar kräftig. Der von der EZB angestrebte Wert von zwei Prozent rückt in immer weitere Ferne. Nach den Zahlen ist nun zu erwarten, dass die EZB an ihrer zögerlichen Haltung beim Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik festhalten wird. Für den Aktienmarkt sind dies eigentlich gute Nachrichten, der DAX liegt am Donnerstag dennoch im Minus. Er zollt damit einerseits seiner überragenden Vortagesrally Tribut, andererseits kommen die heute zahlreich veröffentlichten Unternehmensbilanzen nicht bei jedem Marktteilnehmer gut an.
  • US-Indizes wurden am Donnerstag auf dem falschen Fuß erwischt, drehten dann aber am Nachmittag scharf nach oben und beendeten den Handel kaum verändert. Tesla (-5,6 %) erhielt nach einem von CEO-Musk verpaukten Earnings Call eine schlechte Presse, während Kellogg (+2,7 %) und Kraft Heinz (+1,4 %) von guten zahlen profitieren konnten. Bei Acitvision Blizzard (-2,3 %) kam es im späteren Handel zu heftigen Turbulenzen, nachdem die Quartalszahlen vorzeitig geleakt wurden.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Ex-VW-Chef Winterkorn wird im Abgasskandals von einem Gericht in Detroit Verschwörung und Betrug vorgeworfen. Winterkorn und fünf weitere VW-Manager hätten bewusst und absichtlich betrogen, um die US-Normen zu umgehen.
  • Der US-Chemieriese DowDuPont hat den Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um 5 Prozent auf 21,5 Mrd. US-Dollar gesteigert. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 6 Prozent auf 4,9 Mrd. US-Dollar zu.
  • Der US-Pharmakonzern Cardinal Health verzeichnete im dritten Geschäftsquartal einen Gewinnrückgang um 33 Prozent. Grund ist ein negativer Steuereffekt. Der Nettogewinn sank auf 255 Mio. Dollar. Der Umsatz stieg hingegen um 5,7 Prozent auf 33,63 Mrd. US-Dollar.
  • Der US-Cerealienhersteller Kellogg übertraf die Wall Street-Prognosen für das erste Quartal. Der Umsatz stieg um 4,7 Prozent auf 3,40 Mrd. Dollar, der Nettogewinn kletterte von 266 Mio. Dollar oder 75 Cent pro Aktie im Vorjahr auf 444 Mio. Dollar oder 1,27 US-Dollar je Aktie.
  • Die umstrittene Datenfirma Cambridge Analytica (CA) und deren Muttergesellschaft SCL Group sind im Zuge des großen Facebook-Datenskandals in die Insolvenz gegangen.
  • Der US-Mobilfunker Sprint hat zu Jahresbeginn wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das abgelaufene Geschäftsquartal wurde mit einem Überschuss von 69 Mio. Dollar abgeschlossen.
  • Tesla-Chef Elon Musk hat gestern Abend nach den Quartalszahlen kritische Fragen von Analysten als „langweilig“ bezeichnet und insgesamt einen dünnhäutigen Eindruck hinterlassen, was die Aktie seines Unternehmens in den Keller schickte. Der Verlust stieg im abgelaufenen Quartal von 330 auf 710 Mio. Dollar.
  • Der Musikstreaming-Marktführer Spotify hat im vergangenen Quartal 5 Mio. zahlende Abo-Kunden hinzugewonnen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 26 % auf 1,14 Mrd. Euro.
  • VW-Konzernchef Herbert Diess hat für nicht zum Kerngeschäft zählende Unternehmensteile wie den Motorradbauer Ducati oder den Getriebehersteller Renk „belastbare Zukunftsperspektiven“§ eingefordert. Ausgliederungen seien denkbar, aber auch Erweiterungen und Wachstumsstrategien, sagte Diess auf der Hauptversammlung in Berlin. Die Sparte der schweren Nutzfahrzeuge - Volkswagen Truck & Bus - solle weitgehend unabhängig von der Steuerung durch den Konzern aufgestellt und in absehbarer Zeit fit für die Börse werden.
  • Im Hause Linde bleibt man beim Thema Praxair-Fusion trotz schwieriger Kartellprüfungen zuversichtlich. „Wir arbeiten gemeinsam mit Praxair und im konstruktiven Dialog mit den Wettbewerbsbehörden daran, dass die Fusion in der zweiten Jahreshälfte 2018 vollzogen werden kann", sagte Linde-Chef Aldo Belloni auf der Hauptversammlung.
  • Der Pharmahersteller Stada hat im ersten Quartal mehr verdient. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um neun Prozent auf 118,4 Mio. Euro zu. Der Umsatz ging allerdings zugleich um ein Prozent auf 558,1 Mio. Euro zurück.
  • Beim Lichtkonzern Osram sank im Zeitraum Januar bis Ende März das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 16,4 Prozent auf 153 Mio. Euro. Der Umsatz nahm um 3,7 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro ab, auf vergleichbarer Basis lag das Plus bei 1,8 Prozent. Unter dem Strich verdiente Osram hingegen mehr, der Nettogewinn stieg deutlich von 23 auf 44 Mio. Euro.n Verantwortlich für die operativen Rückgänge waren schwächere Geschäfte insbesondere in der Spezialbeleuchtung sowie anhaltend niedrige Umsätze mit der Beleuchtung für Bürogebäude, Fabriken und Straßen in den USA.
  • Das Biotech-Unternehmen Morphoys hat im ersten Quartal das Minus beim operativen Ergebnis Ebit von 15 auf 19 Mio. Euro ausgeweitet. Das Unternehmen führte den höheren Verlust auf Kosten für die Entwicklung eigener Medikamente sowie auf einen Umsatzrückgang zum Jahresauftakt zurück. Die Erlöse brachen um 76 Prozent auf 2,8 Mio. Euro ein und betrugen so nur noch weniger als ein Viertel des Umsatzes vom ersten Quartal 2017.
  • Der Umsatz des Autozulieferers Leoni stieg im ersten Quartal den Eckzahlen zufolge um 9 Prozent auf 1,33 Mrd. Euro. Das EBIT kletterte um 13 Prozent auf 63 Mio. Euro. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen.
  • Das "Wall Street Journal" schrieb unter Berufung auf mit dem Vergleich vertraute Personen, dass sich die Deutsche Bank und deren ehemaliger Co-Chef (Colin Fan) der Sparte Investmentbanking außergerichtlich auf eine Zahlung des Geldhauses an Fan von rund sechs Millionen Euro geeinigt haben.
  • Der Sportartikelkonzern Adidas hat im ersten Quartal deutlich mehr verdient als vom Markt kalkuliert. Das Unternehmen steigerte den operativen Gewinn um gut 17 Prozent auf 746 Mio. Euro. Der Gewinn nach Steuern stieg um 17,4 Prozent auf 542 Mio. Euro. Analysten hatten klar weniger erwartet. Der Umsatz stieg allerdings nur um zwei Prozent auf rund 5,55 Mrd. Euro, ohne Währungseffekte wären die Erlöse um 10 Prozent geklettert. Profitieren konnte das Unternehmen von einem stärkeren Onlineanteil sowie regional besonders starker Nachfrage aus den USA und China. Die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand.
  • Der Chiphersteller Infineon hat in seinem zweiten Geschäftsquartal weiterhin von einer starken Nachfrage profitiert. Der Umsatz stieg um vier Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 1,84 Mrd. Euro. Im branchentypischen Quartalsvergleich wurde ein Umsatzplus von 3 Prozent verzeichnet. Das Segmentergebnis kletterte auf 314 Mio. Euro - 6 Prozent mehr als im Vorjahr und 11 Prozent mehr als im Vorquartal. Die Segmentergebnis-Marge erreichte damit 17,1 Prozent, nach 16,8 Prozent im Vorjahreszeitraum. Im Geschäftsjahr 2017/18 erwartet Infineon nun eine Segmentergebnis-Marge von 17 Prozent (bisher 16,5 Prozent). Das Wachstumsplus soll nun zwischen 4 bis 7 Prozent betragen (zuvor: 5 Prozent +/-2 Prozentpunkte).
  • Wie Siemens Healthineers mitteilte, haben der Personalabbau, Kosten für den Börsengang und der starke Euro das Unternehmen im zweiten Quartal belastet. Das operative Ergebnis ging von Januar bis März um 16 Prozent auf 457 Mio. Euro zurück. Netto blieben 308 Mio. Euro Gewinn - 3 Mio. mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 5 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro. Negative Währungseffekte kosteten 9 Prozentpunkte Wachstum. Auf vergleichbarer Basis wäre der Umsatz in den drei Monaten per Ende März um 4 Prozent gestiegen.
  • Bayer blickt wegen der Euro-Stärke weniger zuversichtlich auf das Gesamtjahr. Der Umsatz sowie das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürften nun im unteren einstelligen Prozentbereich fallen, wie der Pharma- und Agrochemiekonzern mitteilte. Bisher waren beide Ergebnis-Kennziffern auf dem Niveau des Vorjahres erwartet worden. Um Währungseffekte bereinigt hält der Konzern an seinen Prognosen fest. Umsatz und bereinigtes operatives Ergebnis sollen demnach leicht zulegen.
  • Der Medizinkonzern Fresenius sieht sich trotz rückläufige Kennziffern im ersten Quartal weiter auf dem Weg zu seinen Jahreszielen. Sorgen bereitet derzeit lediglich der starke Euro, der die Zuwächse aufzehrt. So sank der Umsatz im ersten Quartal um ein Prozent auf 8,12 Milliarden Euro. Darum bereinigt wäre der Erlös aber um sieben Prozent gestiegen. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 450 Millionen Euro. Währungsbereinigt lag der Überschuss zudem um sieben Prozent über dem Vorjahreswert. Vorstandschef Stephan Sturm bestätigte den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Der Konzernumsatz soll währungsbereinigt um 5 bis 8 Prozent steigen. Das Konzernergebnis soll währungsbereinigt um 6 bis 9 Prozent steigen. Exklusive der Kosten für die Weiterentwicklung des Biosimilars-Geschäfts soll das Konzernergebnis währungsbereinigt um 10 bis 13 Prozent steigen.
  • Der Umsatz beim Dialysespezialisten FMC verringerte sich im ersten Quartal 2018 währungsbereinigt gegenüber dem Vorjahresquartal um ein Prozent auf 3,976 Mrd. Euro. Wechselkurseffekte hatten einen negativen Einfluss in Höhe von 12 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 497 Mio. Euro, dies entspricht einem Rückgang der Marge gegenüber dem Vorjahresquartal um 180 Basispunkte auf 12,5 Prozent. Das auf die Anteilseigner entfallende Konzernergebnis erreichte mit 279 Mio. Euro erneut ein hohes Niveau. Vorstandschef Rice Powell sieht das Unternehmen trotz der Rücksetzer auf Kurs: „Nach einem soliden ersten Quartal mit gesundem organischen Wachstum sind wir auf dem Weg zu einem weiteren Rekordjahr. Obwohl wir uns in den USA mit der Umstellung bei den Kalzimimetika beschäftigen mussten, konnten wir unser Geschäft mit Dialysedienstleistungen und Dialyseprodukten weiter voranbringen“, so Powell.
  • Nach kräftigen Zuwächsen im ersten Quartal rechnet das Management von Pfeiffer Vacuum mit weiteren deutlichen Steigerungen. Für eine konkretere Prognose will sich Vorstandschef Eric Taberlet aber noch etwas Zeit lassen.
  • Der US-Elektro-Autobauer Tesla hat zu Jahresbeginn einen Rekordverlust verzeichnet. Im ersten Quartal nahm der Fehlbetrag unterm Strich im Jahresvergleich von 330,3 Mio. auf 709,6 Mio. Dollar zu. Der Umsatz stieg hingegen um 26 Prozent auf 3,4 Mrd. Dollar. Damit übertrafen die Ergebnisse die Prognosen der Analysten. Die Ziele für das Mittelklasseauto Model 3 bestätigte CEO Elon Musk. Bis Mitte des Jahres sollen trotz Problemen pro Woche rund 5000 Wagen vom Band laufen.
  • Der Immobilienkonzern Vonovia erwartet im Gesamtjahr nun einen operativen Gewinn (Funds from Operations (FFO)1) zwischen 1,03 und 1,05 Mrd. Euro, inklusive der jüngst übernommenen österreichischen Buwog. Zuvor hatte Vonovia ohne Buwog beim FFO 1 eine Steigerung auf 960 bis 980 Mio. Euro erwartet, von 920,8 Mio. Euro im Vorjahr. Im ersten Quartal stieg das FFO 1 um 11,6 Prozent auf 243,6 Mio. Euro.
  • Der Triebwerksbauer MTU hat ein starkes Auftaktquartal verzeichnet. Umsatz und Gewinn legten überraschend deutlich zu. „Mit diesen Ergebnissen halten wir Kurs auf unsere Jahresziele, die wir heute bestätigen", sagte Vorstandschef Reiner Winkler.
  • Der Großküchenausrüster Rational will trotz eines Gewinnrückgangs im ersten Quartal seine Jahresziele erreichen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um 7 Prozent auf knapp 41 Mio. Euro. Die Marge ging auf 23,5 Prozent zurück. Beim Umsatz erreichte Rational ein Plus von 5 Prozent auf 173,5 Mio. Euro.
  • Der chinesische Smartphone-Anbieter Xiaomi will an die Hongkonger Börse gehen. Das "The Wall Street Journal" schrieb, Xiaomi wolle mindestens zehn Milliarden Dollar einnehmen. Damit wäre der Börsengang vermutlich der größte des Jahres, so die Zeitung.

Konjunktur & Politik

  • Der Auftragseingang der US-Industrie ist im März um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat angestiegen, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Volkswirte hatten einen geringeren Anstieg erwartet. Für den Vormonat ergab sich eine Zunahme von revidiert 1,6 Prozent, nachdem zuvor ein Plus von 1,2 Prozent ausgewiesen worden war.
  • Die Stimmung im US-Dienstleistungsbereich hat sich im April verschlechtert. Der Index des Institute for Supply Management (ISM) für die Geschäftsaktivität im Dienstleistungssektor der USA fiel von 58,8 auf 56,8 Punkte, wie das ISM mitteilte. Die Dienstleister machen rund 80 Prozent der US-Wirtschaft aus. Oberhalb der Marke von 50 Zählern signalisiert das Stimmungsbarometer Wachstum.
  • Das Defizit in der US-Handelsbilanz hat sich im März um knapp 9 Mrd. auf 49,00 Mrd. Dollar verringert, wie das US-Handelsministerium berichtete. Es liegt nun auf dem tiefsten Stand seit September 2017. Ökonomen hatten einen Fehlbetrag von 57,6 Mrd. Dollar erwartet. Das Defizit im Vormonat wurde auf 57,74 Mrd. Dollar korrigiert, nachdem vorläufig ein Minus von 57,59 Mrd. Dollar genannt worden war.
  • Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche um 2.000 auf 211.000 gestiegen. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 225.000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde der Wert mit 209.000 bestätigt.
  • Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft in den USA ist im ersten Quartal laut vorläufigen Berechnungen um annualisiert 0,7 Prozent gegenüber dem Schlussquartal 2017 gestiegen. Volkswirte hatten mit einem Produktivitätszuwachs von 0,9 Prozent gerechnet.
  • Wie die Statistikbehörde Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte, sank die Inflationsrate in der Eurozone im April von zuvor 1,3 auf 1,2 Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 1,4 Prozent erwartet. Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp 2 Prozent an. Die Kernteuerung (ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak) fiel von 1,0 auf 0,7 Prozent. Aus Sicht von Chefvolkswirt Peter Praet bleibt die Notenbank trotz des schwachen Preisdrucks aus Kurs. Zwar könne die EZB noch nicht sagen, ihre Mission sei erfüllt, sagte Praet. "Aber wir haben substanziellen Fortschritt erzielt auf dem Weg in Richtung einer nachhaltigen Veränderung der Inflation." Damit sich mehr Inflationsdruck aufbaue, sei aber immer noch große geldpolitische Unterstützung erforderlich.
  • Bafin-Präsident Felix Hufeld hat vor einer überstürzten Einführung der europäischen Einlagensicherung gewarnt. „Bevor wir über Schritt zwei sprechen, die Vergemeinschaftung der Einlagensicherung, müssen wir Schritt eins gehen, nämlich unter anderem die Effizienz der Insolvenzrechtssysteme in den Mitgliedsstaaten verbessern, wo dies erforderlich ist“, sagte Hufeld laut Redetext in Frankfurt. Vor allem Frankreich drückt beim Thema gemeinsame Einlagensicherung aufs Gaspedal. Bis zum Sommer peilen die EU-Staaten Fortschritte an.
  • Das Niedrigzinsumfeld wird für Pensionskassen nach Einschätzungen des obersten Versicherungsaufsehers Deutschlands Frank Grund zu einer ernstzunehmenden Gefahr: Die Lage sei heute noch ernster als vor zwei Jahren, sagte Grund. „Und wenn die Zinsen auf dem aktuellen Niveau bleiben, wird sie sich noch weiter verschärfen", so der Chef der Versicherungsaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) laut Redetext in Frankfurt.
  • Im April hat sich die Stimmungseintrübung in der deutschen Wirtschaft laut KfW-ifo-Mittelstandsbarometer fortgesetzt. Das Geschäftsklima im Mittelstand hat sich um 1,5 Zähler auf 15,0 Saldenpunkte vermindert. Sowohl die Werte für die Geschäftslage als auch für die Erwartungen haben sich verschlechtert. Auch bei Großunternehmen kühlt sich die Stimmung im April um -0,9 Zähler auf 13,1 Saldenpunkte ab
  • Die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins am Mittwochabend unverändert belassen. Dieser verharrt damit weiter in der Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent. Die Entscheidung im Offenmarktausschuss FOMC fiel einstimmig. Die Fed signalisierte, dass sie auf ihrem Kurs der graduellen Zinserhöhungen bleiben will. Im März hatten die Währungshüter den Leitzins um 25 Basispunkte erhöht.
  • Argentinien und USA haben sich im Handelskonflikt auf eine Quotenregelung für Stahl- und Aluminium geeinigt. Im Gegenzug bleibt Argentinien bis zur vorgesehenen Obergrenze von Strafzöllen befreit, wie Argentiniens Produktionsminister Francisco Cabrera am Mittwochabend mitteilte.
  • Die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für die Industrie und die Dienstleister in der Schweiz sind im April deutlich gestiegen. Der PMI für die Industrie legte um 3,3 auf 63,5 Zähler zu; derjenige für die Dienstleister stieg um 6,0 Punkte auf 62,8 Punkte, wie die Credit Suisse mitteilte. Damit liegt der Wert weit über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Dividendenausschüttungen

  • AXA (€1,26 je Aktie)
  • Unilever (€0,3872 je Aktie)
Termin des Tages: 11:00 Uhr - EU: Verbraucherpreise April (Vorabschätzung)

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