• Weizen - ISIN: US12492G1040
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 674,49 US¢/bu.

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - In den letzten Tagen hatten mit Blick auf die europäischen Ernten 2021/22 Nachrichten zu Frankreich dominiert. Und diese waren wenig erfreulich. Dagegen kam zuletzt aus Deutschland eine optimistischere Einschätzung der Ernteaussichten. In seiner zweiten Vorschau des Jahres setzt der Deutsche Raiffeisenverband DRV sowohl die Weizen- als auch die Rapsernte in Deutschland höher an als vor einem Monat, wie Commerzbank-Analysten Michaela Helbing-Kuhl im „TagesInfo Rohstoffe“ vom Montag schreibt.

Beide sollten über dem Vorjahresniveau liegen. Zwar habe die kühle und wechselhafte Witterung der letzten Wochen die Entwicklung der Pflanzen verlangsamt, doch sei sie bisher grundsätzlich positiv. Durch die gute Bodenfeuchte verbessere sich das Ertragspotenzial. Ob dieses aber wirklich gehoben werden könne, hänge von den nächsten Wochen und Monaten ab. Insbesondere später Frost oder (früh-)sommerliche Hitze und Trockenheit könnten noch einen Strich durch die Rechnung machen – wie mehrfach in den letzten Jahren, heißt es weiter.

„Und bei aller Zuversicht: Auch die derzeit prognostizierten Ernten sind nicht üppig. Die Winterweizenproduktion soll bei ähnlichen Erträgen wie im Vorjahr aufgrund einer größeren Fläche um 2,4 Prozent auf 22,27 Millionen Tonnen steigen (die gesamte Weizenproduktion um 2,2 Prozent auf 22,63 Millionen Tonnen) – im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2019 waren es 24 Millionen Tonnen. Die Rapsernte soll um 1,6 Prozent auf 3,57 Millionen Tonnen zulegen, im Durchschnitt 2014 bis 2019 waren es 4,4 Millionen Tonnen. Nach dem katastrophalen Jahr 2019 hatte sich die deutsche Rapsernte 2020 erholt, war aber immer noch weit unterdurchschnittlich“, so Helbing-Kuhl.

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