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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Es war bereits damit gerechnet worden, dass das USDA in seinen neuen Prognosen die Lage an den Getreide- und Ölsaatenmärkten angespannter zeichnen würde. Nun überraschte die Stärke der Korrekturen aber doch. Beim US-Maisertrag 2020/21 schnitt das USDA gut zwei Prozent ab, so dass die Ernte nun mit 360 Millionen Tonnen acht Millionen Tonnen niedriger angegeben wird, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Trotz ebenfalls geringfügig niedriger angesetzter Verbrauchs- und Exportzahlen seien die US-Endbestände daher nochmals gekürzt und auf einem Siebenjahrestief angegeben worden. Wegen der anhaltend zu trockenen Witterung in Südamerika habe sich das USDA zudem veranlasst gesehen, die argentinische Maisernte 2020/21 um weitere 1,5 Millionen Tonnen (nun 47,5 Millionen Tonnen) und die brasilianische Ernte um eine Million Tonnen (auf noch immer rekordhohe 109 Millionen Tonnen) zu kürzen, heißt es weiter.

„Dagegen werden Chinas Importe, die bereits in den letzten Monaten stark angehoben wurden, mit 17,5 Millionen Tonnen nochmals eine Million Tonnen höher erwartet. Auch die bereits zuvor auf einem Siebenjahrestief angesetzten US-Sojabohnenbestände kürzte das USDA weiter. Grund sind etwas höhere Verbrauchskomponenten und ebenfalls geringere Erträge. Die Kürzung der Ernten in den USA um eine Million Tonnen und in Argentinien um zwei Millionen Tonnen führt dazu, dass trotz eines Zuschlags bei China um zwei Millionen Tonnen die Weltproduktion an Sojabohnen den bisherigen Rekord von vor zwei Jahren (361 Millionen Tonnen) nur gerade erreichen dürfte“, so Helbing-Kuhl.

Die globalen Endbestände dürften wohl noch stärker fallen als bisher prognostiziert. Der Maispreis sei gestern um den maximal möglichen Tagesbetrag gefallen, was einem Plus von über fünf Prozent entsprochen habe. Am Morgen habe er weiter zugelegt und notiere mit 535 US-Cent je Scheffel auf dem höchsten Stand seit Sommer 2013. Weizen habe gestern um 4,8 Prozent auf 665 US-Cent je Scheffel zugelegt, Sojabohnen um 3,3 Prozent auf 1.418 US-Cent je Scheffel – die höchsten Preise seit Ende bzw. Mitte 2014, heißt es weiter.

„Während über Monate Sojabohnen den Preisanstieg anführten, treibt in der letzten Zeit Mais die Entwicklung. Beide Preise haben in den vergangenen drei Monaten nun gleichstark, nämlich um 36 Prozent zugelegt. Ihr Verhältnis ist eine wichtige Determinante bei den Anbauentscheidungen der US-Landwirte für 2021/22“, so Helbing-Kuhl.

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