• Weizen - ISIN: US12492G1040
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 600,07 US¢/bu.
  • Mais - ISIN: XC000A0AEZE1
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 419,12 US¢/bu.
  • Soja - ISIN: US12492A1079
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 1.157,49 US¢/bu.

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Das US-Landwirtschaftsministerium hat die globalen Lagerendbestände 2020/21 für Weizen um vier Millionen auf 316,5 Millionen Tonnen nach unten revidiert. Gut die Hälfte der Revision entfällt allerdings auf China, das am Weizenmarkt nicht als Anbieter auftritt, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch im aktuellen „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Die Weizenvorräte in den Exportländern sollten sich auf 36,5 Millionen Tonnen belaufen. Das seien 1,4 Millionen Tonnen weniger als bislang erwartet, aber knapp drei Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr. Der Anstieg gehe vor allem auf das Konto von Australien, dessen Ernte vom USDA nochmals auf 30 Millionen Tonnen nach oben revidiert worden sei und damit fast doppelt so hoch ausfallen solle wie im Vorjahr, heißt es weiter.

„Eine leichte Aufwärtsrevision auf 84 Millionen Tonnen gab es auch bei der russischen Weizenernte. Dies wird allerdings durch höhere Exporte ausgeglichen. Russland scheint derweil die Getreideexporte ab Mitte Februar mittels Exportquoten und einer Exportsteuer begrenzen zu wollen, um dem Anstieg der heimischen Nahrungsmittelpreise Einhalt zu gebieten. Der Weizenpreis an der CBOT stieg daraufhin wieder auf 600 US-Cent je Scheffel“, so Fritsch.

Bei Mais habe das USDA die globalen Endbestände 2020/21 um 2,5 Millionen auf 289 Millionen Tonnen gesenkt. Die Abwärtsrevision habe sich dabei auf mehrere Länder verteilt, nicht allerdings auf die USA. Dort sollten die Endbestände weiterhin bei 43 Millionen Tonnen liegen und damit gut sieben Millionen Tonnen niedriger als im Vorjahr. Auch die Endbestände in China habe das USDA nicht verändert. Deutlich angehoben worden seien die chinesischen Maisimporte, und zwar um 3,5 Millionen auf 16,5 Millionen Tonnen. Diese ginngen 1:1 mit einem höhen Verbrauch einher. Die US-Maisexporte habe das USDA dagegen nicht weiter angehoben, was für Enttäuschung gesorgt habe, heißt es weiter.

„Bei Sojabohnen reduzierte das USDA seine Prognose für die weltweiten Endbestände um knapp eine Million auf 85,6 Millionen Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um knapp zehn Millionen Tonnen. Der Lagerabbau entfällt dabei nahezu vollständig auf die USA, wo die Bestände auf weniger als fünf Millionen Tonnen absinken sollen. Dass der Sojabohnenpreis dennoch nachgab, lag daran, dass am Markt mit einem noch stärkeren Lagerabbau gerechnet wurde“, so Fritsch.

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