Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Das USDA war am Freitag wieder einmal für eine Überraschung gut. Anstatt die US-Ernteschätzungen 2019/20 für Mais und Sojabohnen wegen der Ernteverzögerungen im Herbst zu reduzieren, revidierte es die Schätzungen sogar nach oben, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Für Mais rechne es nun mit einer Erntemenge von 13,692 Milliarden Scheffel bei einem Flächenertrag von 168 Scheffel je Morgen, für Sojabohnen mit 3,558 Milliarden Scheffel bzw. 47,4 Scheffel je Morgen. Die Preise für Mais und Sojabohnen hätten daraufhin in einer ersten Reaktion deutlich nachgegeben, die Verluste aber schnell wieder aufgeholt. Dazu dürfte beigetragen haben, dass das USDA in fünf besonders betroffenen Bundesstaaten eine Nachbefragung unter den Landwirten durchführen wolle, die aktuellen Zahlen also möglicherweise noch nicht die endgültigen seien, heißt es weiter.

„Dazu wiesen die US-Lagerbestände von Mais, Sojabohnen und Weizen zum 1. Dezember - wie im Vorfeld erwartet - Rückgänge im Jahresvergleich aus, bei Mais und Weizen sogar etwas stärker als erwartet. Die im Herbst ausgesäte US-Winterweizenfläche zur Ernte 2020 soll zudem nur noch 30,8 Millionen Morgen betragen und damit so gering sein wie zuletzt im Jahr 1909. Allerdings lag die Markterwartung sogar noch etwas niedriger“, so Fritsch.