Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Das US-Landwirtschaftsministerium USDA wird heute neue Prognosen zu Angebot und Nachfrage auf wichtigen Agrarmärkten veröffentlichen. Sie beziehen sich allerdings noch immer nur auf die laufende Saison 2019/20. Die kommende Saison 2020/21, für die auf der Nordhalbkugel bereits die Winterernten heranreifen, wird erst im Mai-Bericht aufgenommen, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Anpassungen dürften bei der Produktion denn auch vorrangig bei den noch nicht abgeschlossenen südamerikanischen Ernten von Mais und Sojabohnen vorgenommen werden. Hier seien moderate Kürzungen für Argentinien wahrscheinlich. Auch die brasilianische Sojabohnenernte könnte etwas nach unten korrigiert werden, sie dürfte aber weiterhin auf Rekordniveau liegen. Darüber, ob und in welche Richtung das USDA seine Prognosen für die US-Endbestände an Mais- und Sojabohnen anpassen werde, bestehe unter den von Reuters befragten Analysten keine Einigkeit, heißt es weiter.

„Wir halten es für wahrscheinlich, dass die Sojabohnenbestände wegen der schleppenden Exporttätigkeit zumindest leicht nach oben korrigiert werden. Auch die US-Maisbestände dürften zum Ende der Saison höher sein als bislang erwartet, denn die schwachen Ölpreise und der durch die Corona-Krise reduzierte Kraftstoffverbrauch werden sich negativ bei der Verwendung von Mais zur Produktion von Ethanol niederschlagen“, so Helbing-Kuhl.