• Mais - ISIN: XC000A0AEZE1
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 582,94 US¢/bu.
  • Soja - ISIN: US12492A1079
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 1.415,02 US¢/bu.
  • Weizen - ISIN: US12492G1040
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 632,48 US¢/bu.

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Der Maispreis stieg gestern deutlich und nähert sich damit dem vor einer Woche bei 585 US-Cent je Scheffel verzeichneten Achtjahreshoch. Als Grund werden mögliche Aussaatverzögerungen in den USA wegen Regenfällen und deutlich gesunkene US-Ethanolbestände genannt, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Zudem hätten sich die Marktteilnehmer für den heute anstehenden WASDE-Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums positioniert. Von Bloomberg befragte Marktbeobachter erwarteten, dass die Versorgungslage bei US-Mais und -Sojabohnen nochmals angespannter gezeichnet werde. Zudem dürften nach ihrer Einschätzung die Maisernten sowohl in Brasilien als auch in Argentinien leicht gekürzt werden, bei Sojabohnen werde das nur für Argentinien erwartet, heißt es weiter.

„Bei Mais sollen sich die Korrekturen zu einer weiteren Kürzung der weltweiten Endbestände um drei Millionen Tonnen summieren, während bei Sojabohnen und Weizen keine nennenswerten Änderungen der erwarteten Endbestände gegenüber dem Vormonat erwartet werden“, so Helbing-Kuhl.

Gestern habe die Welternährungsorganisation FAO den Nahrungsmittelpreisindex für März veröffentlicht und ihre Prognosen für Angebot und Nachfrage auf wichtigen Agrarmärkten aktualisiert. Die Nahrungsmittelpreise seien demnach im März den zehnten Monat in Folge gestiegen. Mit 118,5 Punkten (2014-16 = 100, Februar 2021: 116,1 Punkte) liege der Index auf dem höchsten Niveau seit Juni 2014. Wie in den Vormonaten hätten sich die Pflanzenölpreise als besonders dynamisch erwiesen. Dagegen hätten die Getreidepreise gegenüber Februar etwas nachgegeben, sie hätten aber noch immer rund ein Viertel über dem Niveau von März 2020 gelegen, heißt es weiter.

„Die FAO rechnet für 2021/22 mit einer globalen Weizenernte von 785 Millionen Tonnen, fünf Millionen Tonnen mehr als in ihrer Schätzung vor einem Monat. Dies soll dazu beitragen, dass die Weltgetreidemenge 2021/22 zum dritten Mal in Folge wächst. Dies konnte aber in den letzten Jahren und auch in der laufenden Saison nicht verhindern, dass die globalen Getreidebestände rückläufig sind. Zur Nachfrageseite und damit zur Bilanz 2021/22 machte die FAO noch keine Angaben“, so Helbing-Kuhl.

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