Frankfurt (GodmodeTrader.de) - In seinen gestern veröffentlichten neuen Prognosen zu Angebot und Nachfrage auf wichtigen Agrarmärkten beließ das US-Landwirtschaftsministerium fast alles beim Alten. Zwar fand die weitere Kürzung der US-Endbestände an Weizen, die auf etwas höher angesetzte Exporte zurückgeht, Beachtung, zumal die US-Lagerbestände auf einem Fünfjahrestief erwartet werden, wie Commerzbank-Analystin Michaela Kuhl im aktuellen „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Weltweit allerdings sollten die Bestände steigen und dies sogar etwas stärker als im November angenommen. Sie sollten um fast zwölf Millionen Tonnen auf einen neuen Rekord von 289,5 Millionen Tonnen anschwellen. Auf der Produktionsseite habe das USDA eine Kürzung um je eine Million Tonnen für Argentinien und Australien vorgenommen, die aber durch ein Plus für China, die EU und Russland ausgeglichen werde, heißt es weiter.

„Dies schlägt sich auch in der ein oder anderen, jedoch nur kleinen Verschiebung bei den Exporten nieder. Für die EU lässt das USDA die Exportprognose von 29 Millionen Tonnen aber unverändert. Dies wäre ein Anstieg um ein Viertel gegenüber der letzten, sehr schwachen Saison. Bei Mais setzt das USDA zwar die chinesische Ernte 2019/20 deutlich höher an als bisher, außerhalb Chinas sind die Änderungen aber marginal“, so Kuhl.

Die US-Ernte an Mais, die für die weltweite Versorgung von herausragender Bedeutung sei, bleibe mit 347 Millionen Tonnen unverändert. Auch die US-Sojabohnenernte werde weiterhin mit 97 Millionen Tonnen angegeben und die Prognosen für die kommenden südamerikanischen Ernten blieben mit 123 Millionen Tonnen für Brasilien und 53 Millionen Tonnen für Argentinien ebenfalls unverändert, heißt es weiter.

„Die jüngsten chinesischen Käufe von US-Sojabohnen fanden in den US-Exporten noch keine Berücksichtigung. Insgesamt beinhaltete der Bericht keine nennenswerten Überraschungen und löste entsprechend keine größeren Preisreaktionen aus“, so Kuhl.