Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die CFTC-Daten zeigen, dass die kurzfristig orientierten Marktteilnehmer ihre Netto-Short-Positionen bei Weizen in der letzten Berichtswoche nur in relativ geringem Ausmaß abgebaut haben. Der Weizenpreis hatte in der vergangenen Woche in Folge schlechter US-Pflanzenbewertungen rund zehn Prozent zugelegt, was einen stärkeren Abbau von Short-Positionen nahegelegt hätte. Die Daten zeigen allerdings nur die Veränderungen bis zum letzten Dienstag an. Die markante Preissteigerung setzte dagegen erst in der zweiten Wochenhälfte ein, wie die Analysten der Commerzbank im aktuellen „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

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    Bei Mais, wo bereits in der Vorwoche der Schwenk nach einer sechsmonatigen Phase von Netto-Short- auf Netto-Long-Positionen vollzogen worden sei, seien diese zuletzt weiter gestiegen. Bei Sojabohnen sei der Wechsel zu netto-long bereits eine Woche früher erfolgt. In der letzten Berichtswoche seien die Netto-Long-Positionen nochmals kräftig aufgestockt worden, heißt es weiter.

    „Über die letzten vier Wochen schnellte der Sojabohnenpreis nach oben und markierte am Freitag mit 1.082 US-Cents je Scheffel den höchsten Stand seit Juli 2016. Vor allem die Dürre in Argentinien treibt die Preise. Die argentinische Ernte dürfte die schlechteste seit sechs Jahren werden. Im Gegensatz dazu könnte sie in Brasilien sogar über den rekordhohen 114 Millionen Tonnen des Vorjahres liegen. Dennoch trifft ein Ernteausfall in Argentinien den Markt, zumal das Land der größte Exporteur an verarbeiteten Sojabohnen (Sojamehl und -öl) ist“, so die Commerzbank-Analysten.