• Airbus SE - Kürzel: AIR - ISIN: NL0000235190
    Börse: XETRA / Kursstand: 117,680 €

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Nachdem die Welthandelsorganisation (WTO) sowohl den USA als auch der EU unrechtmäßige Beihilfen für ihre Flugzeugbauer Boeing und Airbus konstatiert hatte, wurde am 02. Oktober den USA genehmigt, gegen EU-Produkte Strafzölle im Wert von 7,5 Mrd. US-Dollar einzuführen. Die USA werden einen Teil der Strafzölle auf EU-Flugzeuge erheben.

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Zudem steht im Frühjahr 2020 eine WTO-Entscheidung zu den EU-Strafzöllen wegen ungerechtfertigter Beihilfen für Boeing an. Ende August 2019 entfielen 14 Prozent des Auftragsbestandes von Airbus auf US-Bestellungen. Insgesamt sind die direkten Auswirkungen der WTO-Entscheidung für Airbus beherrschbar, meint Independent Research-Analyst Sven Diermeier laut einer Studie von Freitag. Natürlich aber sei der Vorgang der Geschäftsentwicklung nicht förderlich. Allerdings sieht Diermeier das Risiko, dass eine Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und der EU die wichtigste Abnehmerbranche von Airbus, die Airlines, deren Geschäftsmodell ohnehin krisenanfällig ist, belastet.

Insgesamt sind die (strukturellen) Wachstumsaussichten für die Flugzeugbauer und damit Airbus nach wie vor sehr ordentlich, resümiert Diermeier. Allerdings sehe Airbus die zivile Flugzeugflotte nicht mehr so stark steigen wie bisher. Unter Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung, der Perspektiven sowie des Kursniveaus lautet das Votum von Independent Research für die Airbus-Aktie weiterhin „Halten“ (Kursziel: 125,00 (alt: 137,00) Euro.

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