Seit Monaten halten sich am Markt Gerüchte, wonach die italienische Großbank Unicredito Italiano eine Übernahme in Deutschland plant. Nun könnte die Spekulation endlich aufgehen – das fünfprozentige Wochenplus beim potentiellen „Opfer“ HypoVereinsbank und die zugeknöpften Reaktionen aus München und Rom sprechen dafür, dass die Transaktion schon bald über die Bühne geht. Gleichzeitig rückt damit der gesamte europäische Finanzsektor wieder in den Blickpunkt der Anleger: Nach wie vor gibt es nicht nur in Deutschland zu viele Kreditinstitute, so dass eine weitere Konzentration geradezu zwangsläufig erscheint.

Wer mit wem zusammengehen könnte, ist allerdings kaum absehbar – prinzipiell können die Analysten sich eine ganze Reihe von Konstellationen vorstellen, die erhebliche Synergieeffekte versprechen (ob diese dann auch tatsächlich realisiert werden können, steht freilich auf einem ganz anderen Blatt). Anleger sind deshalb gut beraten, von gezielten Fusionsspekulationen abzusehen und sich stattdessen auf die Häuser zu fokussieren, die das Treiben auf dem Übernahmekarussell aus einer Position der Stärke verfolgen. Dazu gehört neben den spanischen Häusern BBVA und Banco Santander auch die Société Générale: Während viele Konkurrenten mit ihren Renditezielen kämpfen, haben die Franzosen ihren operativen Gewinn im ersten Quartal um satte 36 Prozent auf 1,719 Mrd. Euro steigern können. Der Zuwachs resultiert sowohl aus dem Privatkundengeschäft als auch aus dem Investment Banking; darüber hinaus haben auch die Osteuropa-Beteiligungen signifikante Ergebnisbeiträge geliefert.

Kein Wunder also, dass die Aktie am Freitag bei 83,40 Euro ein neues Allzeithoch markiert hat. Charttechnisch ist der Himmel nun weit offen, weshalb nur ungekappte Produkte infrage kommen, deren Kursverläufe die Bewegungen des Basiswerts schon während der Laufzeit mindestens „eins-zu-eins“ nachvollziehen. Anleger können dabei in besonderem Maße von der Dividendenstärke der Société Générale profitieren, durch die im Bonus-Bereich auf drei Jahre selbst bei einem Schwellen-Abstand von über 30 Prozent noch ein Ertragssockel von 8,2 Prozent p.a. zustande kommt. Da die Aktie bei 65,00 Euro charttechnisch massiv unterstützt wird, scheint das Risiko minimal. Chancenorientierte Investoren greifen derweil zum „Outperformer“: Das von Sal. Oppenheim begebene Zertifikat kostet kaum mehr als die Aktie und bietet eine 2,1fache Partizipation an den über den früheren Widerstand bei 81,50 Euro hinausgehenden Gewinnen.

Fundamentaldaten (in Euro)

Kurs: 83,40

2003

2004

2005e

2006e

Gewinn / Aktie

6,71

7,98

8,04

8,54

Dividende

2,50

3,30

3,54

3,78

KGV

12,42

10,45

10,37

9,76

Div.-Rendite

n/a

3,95%

4,24%

4,53%

Konservative Strategie: Bonus-Zertifikat

ISIN / WKN:

DE 000 BHF 23P 7 / BHF 23P

Emittent:

BHF-Bank

Fälligkeit:

06.08.08 (Restlaufzeit 3,23 Jahre)

Bonus-Betrag:

106,00 Euro

Bonus-Schwelle:

58,00 Euro

Briefkurs:

82,25 Euro

Bonus-Rendite:

28,9% = 8,2% p.a.

Bonus-Puffer:

30,2%

Offensive Strategie: Outperformance-Zertifikat

ISIN / WKN:

DE 000 SAL 4C7 2 / SAL 4C7

Emittent:

Sal. Oppenheim

Fälligkeit:

21.06.2007 (Restlaufzeit 2,10 Jahre)

Basispreis:

81,50 Euro

Abstand:

2,3% („im Geld“)

Hebel:

210%

Briefkurs:

83,81 Euro

Aufgeld:

0,5%

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