In den USA befürchtet Seema Shah, Chefstrategin von Principal Global Investors, im Zuge steigender Infektionszahlen erneute Lockdowns, unsichere staatliche Finanzhilfen und infolgedessen schwankendes Verbrauchervertrauen.

In Europa und Asien hingegen sei es im Großen und Ganzen gelungen, die wirtschaftliche Aktivität wieder anzukurbeln ohne gleichzeitig ein signifikantes Wiederaufleben der Virusfälle auszulösen. Selbst bei erneuten Beschränkungen erwartet sie, dass ein Abschwung nicht mehr so schwerwiegend sein würde wie im März und April, weil die Maßnahmen gezielter und lokal beschränkt ergriffen würden.

Shah: „In diesem Umfeld, in dem die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken so eng mit den gesundheitlichen verflochten sind, sollten Investoren bei ihren Investments in den USA vielleicht einer defensiveren Haltung übergehen. Ein Großteil der asiatischen und europäischen Länder hat das Virus besser unter Kontrolle, hat die Finanzpolitik noch immer auf seiner Seite und die Bewertungen sind attraktiver. Die Flut wird nicht mehr alle Boote gleichermaßen anheben, also wählen Sie Ihres mit Bedacht!“