Ein sinkender Ölpreis, der klare Wahlsieg von George W. Bush und ein über Erwarten starker Oktober-Arbeitsmarktbericht in den USA waren die wesentlichen Treiber für die europäischen Aktienmärkte im November. Der breite Dow Jones STOXX 600-Index legte um knapp 2,6 Prozent zu, wobei sich insbesondere Finanz-, Telekom- und Chemiewerte überdurchschnittlich gut entwickelten. Für eine freundliche Stimmung sorgten auch gute Quartalszahlen von Allianz und UBS sowie die Ankündigung der Deutschen Telekom, für das Geschäftsjahr 2004 erstmals wieder eine Dividende zahlen zu wollen. Schwach präsentierten sich dagegen Pharma- und Versorgeraktien.

Während von der Makroseite im November aus den USA insgesamt gesehen eher positive Impulse kamen, waren in Europa verstärkt Moll-Töne zu vernehmen.

Auf der Gewinner-Seite ragte Novar, britischer Hersteller von Klimageräten, heraus. Die Aktie profitierte von der angekündigten Übernahme durch die britische Melrose und verteuerte sich deutlich. Ebenfalls kräftig zulegen konnte der Billigflieger Ryanair; das Passagieraufkommen war im Oktober um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen.

Größter Verlierer im November war die Aktie des Schweizer Pharmaunternehmens Actelion, nachdem die Gesellschaft die Forschung für ein Herzmedikament, mit dem ein Umsatz in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar erwartet worden war, eingestellt hatte. Nach einer Gewinnwarnung und dem Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden verbilligte sich die Aktie von Jardine Lloyd, größter britischer Versicherungsmakler, massiv. Deutlich nachgegeben hat auch die britische Dixons Group; Auslöser waren die Ankündigung eines schwächeren Umsatzwachstums und ein enttäuschender Ausblick.

* Wir erwarten für Europa weiterhin ein moderates Wirtschaftswachstum mit einer leichten Schwäche im laufenden Quartal. Risiken für die Aktienmärkte bleiben unter anderem ein volatiler Ölpreis, möglicher Inflationsdruck vor allem aus den USA, geopolitische Ereignisse und Entwicklungen sowie ein nachlassender US-Konsum. Positive Faktoren sind insbesondere die stabilen Gewinnsteigerungen der Unternehmen, die niedrige Bewertung der Aktienmärkte und die vorsichtige Einstellung der Investoren.

Quelle: DWS

Die DWS (Die Wertpapier Spezialisten), Fondstochter der Deutschen Bank, ist im Publikumsfondsgeschäft mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 120 Mrd. Euro Marktführer in Deutschland. Der Marktanteil in Deutschland liegt in etwa bei 24,5 %. Europaweit zählt die DWS über 4 Millionen Kunden. Die DWS Fonds-Palette deckt alle Regionen und Branchen, viele Anlageformen und Anlagestile ab.