Die gute Nachricht: Vieles deutet darauf hin, dass das Aktienjahr 2004 in den USA doch noch recht positiv enden und einen Wertzuwachs im hohen einstelligen Bereich bringen wird. Die schlechte Nachricht: Dies gilt nur für in US-Dollar rechnende Investoren, auf Euro-Basis wird auf Grund der Abwertung des Greenback voraussichtlich so gut wie nichts übrig bleiben.

Nach der Präsidentenwahl haben die Kurse an der Wall Street deutlich angezogen; die Akteure waren offensichtlich gewillt, die positiven Faktoren in den Vordergrund zu stellen: Die US-Wirtschaft expandiert trotz zwischenzeitlich geäußerter Bedenken weiterhin stabil, auf dem Arbeitsmarkt sind deutliche Fortschritte zu verzeichnen, die Zinsen am langen Ende sind weiterhin niedrig, und nicht zuletzt melden die Unternehmen in der Summe ein stabiles Gewinnwachstum.

Seit Anfang November sind solche Sektoren besser gelaufen, die in den ersten drei Quartalen dieses Jahres zu den Verlierern gezählt hatten. Ein Comeback erfuhren insbesondere die Bereiche Technologie und Konsum. Beispiele sind die Aktien des Computerherstellers Dell und des Einzelhandelsunternehmens Target ("kleiner Wal Mart").

Im Zuge dieser Branchenrotation sind Ölwerte etwas in den Hintergrund getreten; sie zeigten nicht mehr die überdurchschnittliche Wertentwicklung der ersten drei Quartale. Dennoch ist es unserer Meinung nach angesagt, den Bereich weiterhin überzugewichten.

Größte Profiteure von George W. Bush’s Wahlsieg waren nicht, wie vor der Wahl vielfach vermutet, Pharmaaktien, sondern Papiere von Krankenversicherern wie Aetna und United Health.

* Unserer Einschätzung nach sind die Aussichten für das kommende Jahr grundsätzlich positiv. Ein wichtiger Faktor wird die Geldpolitik der US-Notenbank sein. Wir gehen davon aus, dass die Fed ihren Kurs in Richtung eines konjunkturneutralen Zinsniveaus fortsetzen wird. Für in Euro rechnende Anleger wird – wieder einmal – viel von der Wechselkursentwicklung des US-Dollars abhängen.

Quelle: DWS

Die DWS (Die Wertpapier Spezialisten), Fondstochter der Deutschen Bank, ist im Publikumsfondsgeschäft mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 120 Mrd. Euro Marktführer in Deutschland. Der Marktanteil in Deutschland liegt in etwa bei 24,5 %. Europaweit zählt die DWS über 4 Millionen Kunden. Die DWS Fonds-Palette deckt alle Regionen und Branchen, viele Anlageformen und Anlagestile ab.