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Energie: Die US-Aktienbörsen sind gestern zum zweiten Mal in dieser Woche eingebrochen. Der Dow Jones Industrial Average ging mit einem Minus von gut 4 % oder mehr als 1.000 Punkten aus dem Handel. Erneut waren es Sorgen vor steigenden Zinsen, die zum Ausverkauf führten. Der VIX-Index stieg daraufhin wieder auf über 30, was auf eine höhere Risikoaversion hindeutet. Auch die Ölpreise konnten sich dieser Gemengelage nicht entziehen und gaben weiter nach. Brent fiel auf ein 7-Wochentief von 64 USD je Barrel, WTI auf gut 60 USD je Barrel. Damit hat auch WTI sämtliche Gewinne seit Jahresbeginn wieder abgegeben. Vom 3-Jahreshoch Ende Januar hat Brent inzwischen fast 10 % verloren. Es sind aber nicht nur die fallenden Aktienmärkte, die auf die Stimmung am Ölmarkt drücken. Zu nennen ist auch der rasante Anstieg der US-Rohölproduktion. Der Umstand, dass die Produktion mittlerweile bei mehr als 10 Mio. Barrel pro Tag liegt und die Aussicht, dass die USA am Ende des Jahres zum weltgrößten Rohölproduzenten aufsteigen werden, hat viele Marktteilnehmer aufhorchen lassen. Zudem steigen die US-Rohöllagerbestände inzwischen wieder, nachdem sie zwischen April und Dezember 2017 kontinuierlich gefallen waren, Ende 2017 sogar deutlich. Die spekulativen Finanzanleger, die in Erwartung einer fortgesetzten Markteinengung auf weiter steigende Preise gesetzt hatten, dürften nun kalte Füße bekommen und sich von ihren zuvor eingegangenen Netto-Long-Positionen trennen. Aufschluss darüber könnten die Positionierungsdaten der CFTC und ICE heute Abend geben, auch wenn der jüngste Preisrutsch erst nach dem Stichtag der Erhebung einsetzte.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8 
CE9J22  Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8 
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8 
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8 

Edelmetalle: Gold ist in der aktuellen Marktlage als sicherer Hafen gefragt. Es handelt bei knapp 1.320 USD je Feinunze, nachdem gestern zwischenzeitlich auf 1.307 USD fiel. Allerdings macht sich das Kaufinteresse bislang nicht in den Gold-ETFs bemerkbar. Im Gegenteil, diese verzeichnen seit Wochenbeginn Abflüsse von fast 15 Tonnen. Wahrscheinlich verkaufen ETF-Anleger Gold, um ihre Verluste an den Aktienmärkten zu kompensieren. Auch Silber profitiert von der Stärke von Gold und hält sich bei 16,5 USD je Feinunze. In den Tagen zuvor hatte Silber gegenüber Gold allerdings relative Schwäche gezeigt, so dass das Gold/Silber-Verhältnis wieder auf über 80 gestiegen ist. Platin und Palladium gaben dagegen nach, wodurch sich die Preisdifferenz zwischen Gold und Platin wieder ausgeweitet hat. Palladium erlebte gestern erneut einen schwarzen Tag und rutschte um weitere 2,5 % auf ein 3½-Monatstief von 960 USD je Feinunze ab. Allein in dieser Woche hat Palladium bislang 8 % verloren. Gestern war Palladium dann auch auf Schlusskursbasis günstiger als Platin.
Laut dem World Gold Council haben die Goldproduzenten im letzten Jahr Absicherungsgeschäfte im Umfang von rund 30 Tonnen Gold aufgelöst. Erstmals seit vier Jahren wurden damit wieder Absicherungsgeschäfte zurückgeführt. Die Goldproduzenten haben somit dem Markt Angebot entzogen, wenn auch in geringer Menge. Einige Goldminenunternehmen gehen offenbar von steigenden Goldpreisen in der Zukunft aus.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6 
CD5B34  Faktor Short Gold-Future Faktor: -6 

Industriemetalle: Wie schon zu Beginn der Woche werden die Metalle auch diesmal überraschend wenig von den schwachen Aktienmärkten rund um den Globus in Mitleidenschaft gezogen. Zwar wird die Überbewertung der Aktien korrigiert, die positiven Konjunkturaussichten sind hiervon aber nicht betroffen. Folglich hält sich Kupfer bei gut 6.800 USD je Tonne und Zink bei rund 3.400 USD je Tonne. Aluminium kostet heute Morgen 2.150 USD je Tonne. China hat im Januar den dritten Monat in Folge mehr Aluminium und Aluminiumprodukte exportiert. Daten der Zollbehörde zufolge sind die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 14 % auf 445 Tsd. Tonnen gestiegen. Zwischen den LME- und SHFE-Aluminiumpreisen hat sich zuletzt eine Lücke aufgetan – der LME-Preis ist im Dezember stärker gestiegen und im Januar nicht so stark gefallen wie der SHFE-Preis –, so dass es für die chinesischen Produzenten attraktiver ist, Material außerhalb Chinas zu verkaufen. Hinzu kommt die Überproduktion im Land. Nach zwischenzeitlichen Rückgängen wurde im Dezember bereits wieder deutlich mehr Aluminium in China hergestellt. Dies macht sich auch in den SHFE-Aluminiumbeständen bemerkbar. Sie sind in dieser Woche auf ein neues Rekordhoch von über 800 Tsd. Tonnen gestiegen und haben sich damit seit Anfang letzten Jahres verachtfacht. Die Exporte von Stahl und Stahlprodukten sind dagegen im Januar auf ein 5-Jahrestief von 4,65 Mio. Tonnen gefallen. Dies führen wir auf eine hohe Stahlnachfrage in China selbst und die hohen Stahlpreise dort zurück.

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