Die Aktienmärkte haben ihre Stabilisierungschancen in der letzten Woche genutzt, befinden sich aber weiterhin in der Konsolidierungsphase. „Die Berichtssaison verläuft bis aus wenige Ausnahmen positiv“, erklärt COMINVEST-Fondsmanager Christoph Berger. „Erhöhungen der Planzahlen seitens der Unternehmen sollte man nach einem Quartal allerdings noch nicht erwarten." Entspannung kam von der Rohstoffkosten, allerdings „führen sinkende Ölpreise nicht mehr sofort zu steigenden Aktienkursen", so Berger.

Ein Blick auf die technische Verfassung der Aktienmärkte zeigt, das zuletzt die Sektoren überzeugen konnten, die in den letzten Wochen die stärksten Korrekturen aufwiesen. Die einzigen Sektoren mit einem absoluten wie auch relativen strategischen Kaufcharakter weisen die Versorger sowie Pharma auf. Diese Sektoren haben die Märkte bislang jedoch selten in eine aufwärtsgerichtete Impulsphase angeführt. Die Aktienmärkte müssen im Rahmen ihrer übergeordneten Konsolidierungsbewegungen nochmals Luft holen, um dann bei einem erneuten erfolgreichen Test der letzten Tiefstände strategisch ein positiveres Signal für die Zukunft setzen zu können. Bei den europäischen Aktienmärkten stehen dabei die zuletzt immer wieder genannten wichtigen Unterstützungen beim DAX um 4.150 und beim EuroStoxx50 um 2.900 zur Debatte. Für eine dann mögliche Beendigung der Konsolidierungsbewegung müsste sich jedoch das fundamentale Stimmungsbild weiter verbessern.

Nach den durch die erfreulichen US-Arbeitsmarktdaten ausgelösten Renditeanstiegen wird der Rentenmarkt in dieser Woche voraussichtlich nur wenig von Makrodaten beeinflusst. Bei den wichtigsten US-Daten, der Handelsbilanz und den Einzelhandelsumsätzen, ist mit nur geringen Abweichungen von den Markteinschätzungen und daher auch nur mit geringen Kursbewegungen am Rentenmarkt zu rechnen. Wichtigste Daten aus Euroland sind die Veröffentlichungen der Wachstumszahlen für das erste Quartal, die insbesondere für Deutschland sehr freundlich ausfallen dürften. Aufgrund der sich bereits aus den Frühindikatoren abzeichnenden Abschwächung für das zweite Quartal sollte der Einfluss jedoch gering sein. Auf Wochensicht rechnen wir daher mit einer Seitwärtsentwicklung am Rentenmarkt mit Werten von ca. 120,50 im Bund-Future.

In den USA sind kaum noch nennenswerte Gewinnberichte zu erwarten. In dieser Woche berichten mit Cisco, Dell, Wal Mart und Walt Disney die letzten großen Unternehmen im Rahmen der bislang erfreulich verlaufenden Berichtssaison. In Europa berichten wesentlich mehr Unternehmen. Aus dem DAX-Universum sind es etwa 1/3 der Werte: Deutsche Post, Münchner Rück (Montag), Bayer, MAN, TUI (Dienstag), Degussa, Dt. Lufthansa (Mittwoch), Deutsche Telekom, E.ON, RWE (Donnerstag) und Allianz, ThyssenKrupp (Freitag). Aus Euroland gesellen sich in der Woche u.a. noch BBVA, Santander, Endesa, Aegon, BNP Paribas, UniCredito, ING Groep, Sanofi-Aventis, San Paolo IMI, British Airways und Generali hinzu.

Quelle: Adig

Die ADIG Allgemeine Deutsche Investment-Gesellschaft mbH, Fondstochter der Commerzbank, wurde 1949 gegründet. Das verwaltete Fondsvermögen beträgt mehr als 24,8 Mrd. Euro in 90 Publikumsfonds. Die Aktivitäten der ADIG werden unter dem Dach der COMINVEST Asset Management GmbH geführt.