• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.459,63000 $/oz.
  • S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 3.145,91 Pkt

Es ist gerade einmal ein Quartal her, da herrschte Untergangsstimmung. Die Zinskurve war gerade invertiert. Einer solchen Inversion folgt praktisch immer eine Rezession. Ökonomen haben auch heute noch kein gutes Wort über die Wirtschaft zu verlieren. Der Markt steigt trotzdem.

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Das ist gar nicht ungewöhnlich. Die Inversion der Zinskurve ist gar nicht das Problem. Solange sie weiter fällt, steigt der Markt im Normalfall. Nun steigt die Zinskurve wieder an und der Markt steigt auch. Das ist in der Tat ungewöhnlich und lässt eigentlich nur einen Schluss zu.

Nicht jeder Inversion folgte auch sofort eine Rezession. Ende der 90er Jahre erlebten wir das, was wir heute auch sehen. Die Kurve invertiert, die Notenbank senkte die Zinsen, die Kurve war wieder positiv und der Markt stieg noch zwei Jahre lang. Erst dann, also über zwei Jahre nach dem ersten Schrecken, kam dann die „echte“ Inversion, die zur Rezession führte.

Immer mehr Hinweise deuten an, dass wir uns genau in diesem Szenario befinden. Damit ist diesmal zwar nicht alles anders, aber wir befinden uns in einer der seltenen Ausnahmen zur Regel. In einem solchen Szenario hat der Markt trotz wieder steiler werdender Zinskurve noch viel Benzin im Tank.

Aktienmarkt-Die-größte-Bullenfalle-aller-Zeiten-Kommentar-Clemens-Schmale-GodmodeTrader.de-1
S&P 500

Konkret kann der Markt noch über 300 Handelstage lang steigen (Grafik 1).


Gold steigt in einer solchen Phase ebenfalls. Hier kommt es aktuell zu einer Divergenz. Seit Invertierung der Zinskurve im August ist Gold eher schwach. Der Aktienmarkt hingegen verhält sich so wie er sollte (Grafik 2). Er tut dies allerdings besonders gut und steigt deutlich schneller als zu erwarten war.


Gold ist normalerweise die bessere Alternative über einen Zyklus wie wir ihn aktuell haben.

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Gold

Der Goldpreis steigt schneller als Aktien. Das Verhältnis von Gold zu Aktien steigt daher an (Grafik 3). Derzeit fällt das Verhältnis. Das ist vollkommen untypisch.


Es passt allerdings zu der Hypothese, dass im Markt aktuell zu viel Optimismus ist und Aktien fast schon alles eingepreist haben, was das Mid-Cycle Adjustment der Notenbank zulässt. In diesem Szenario ist die Rezession nur verschoben, nicht aufgehoben. Der Markt hat einfach noch einmal zwei Jahre gewonnen.

Das ist inzwischen in den Kursen reflektiert. Eine Übertreibung wie Ende der 90er Jahre kann den Markt überschießen lassen. Persönlich halte ich das aktuell für wahrscheinlich. Der Theorie nach bewegen wir uns in einer Bullenfalle. Anleger lassen sich von Zinssenkungen einlullen und rennen der Rally hinterher. Am Ende kommt es zum bösen Erwachen.

Praktisch gibt es Unterschiede zu früheren, ähnlichen Setups. Demnach hat der Markt noch einmal ein wenig Luft nach oben. Fundamental gerechtfertigt ist das nicht. Es ist einfach eine Übertreibung. Die endet immer böse, aber aller Wahrscheinlichkeit nach noch nicht jetzt.


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