• S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 3.120,46 Pkt
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Der Bullenmarkt kann nur weitergehen, wenn es auch wirtschaftlich weiterhin rundläuft. In Europa lief es zuletzt nicht rund. Das hat sich auch lange Zeit auf dem Aktienmarkt widergespiegelt. Während die US-Indizes entlang ihrer Allzeithochs konsolidierten, gab es in manchen europäischen Märkten einen Bärenmarkt.

Inzwischen brechen die Indizes nach oben aus. Anleger haben eine Antwort gefunden. Sie haben die Hoffnung, dass der Aufschwung weitergeht. Tatsächlich gibt es derartige Signale. So hellt sich etwa die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie wieder auf. Die Autoindustrie zog die ganze Wirtschaft nach unten. Nun kommt die Kehrtwende.

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S&P 500

Der ganze Schrecken stellt sich möglicherweise nur als Wachstumsdelle heraus. Da die Industrie überall auf der Welt stark gelitten hat und die Einkaufsmanagerindizes tief im rezessiven Bereich liegen, kann man durchaus die Logik erkennen, wenn gesagt wird, dass es jetzt noch jahrelang weitergehen kann.

Die Industrie könnte sich erholen. Beginnt ein solcher Trend erst einmal, hält dieser für gewöhnlich lange an, eben mehrere Jahre. Bevor man nun aber die Korken knallen lässt, lohnt ein Blick auf andere Trends, die ebenfalls eine lange Halbwertszeit haben. Dazu gehört der Arbeitsmarkt.

In den USA kippt dieser bereits. Das erkennt man an der Zahl offener Stellen (Grafik 1). Die Datenreihe ist noch relativ neu. Es stehen nur 20 Jahre an Daten zur Verfügung. Doch auch hier kann man erkennen, dass ein Trend, wenn er erst begonnen hat, nicht so leicht umzukehren ist.


Wer diesen Daten nicht traut, kann einen Blick nach Japan werfen. Hier stehen über 40 Jahre an Daten zur Verfügung (Grafik 2). Die Aussage ist die gleiche. Ein Trend, wenn er erst begonnen hat, setzt sich fort. Der Aktienmarkt reagiert dabei vor dem Arbeitsmarkt.


Das ist eines der Rätsel des aktuellen Marktumfeldes. Der Arbeitsmarkt scheint vor dem Aktienmarkt zu kippen. Das gab es noch nie. Es wäre auch das erste Mal, dass der Arbeitsmarkt kippt und der Aktienmarkt steigt. Der Nikkei, wie auch andere Indizes weltweit, bilden die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in der einen oder anderen Form ab.


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Dass es überhaupt zu einer Verlangsamung kommt, hängt auch mit dem noch vorhandenen Potenzial zusammen. Die Beschäftigungsquote der arbeitsfähigen Bevölkerung ist in den USA so hoch wie vor den letzten Wendepunkten (Grafik 3). Viel Luft nach oben gibt der Arbeitsmarkt einfach nicht her.


Daher ist die Verlangsamung bzw. das Kippen zu erwarten. Die Kunst besteht nun darin, das hohe Niveau kontinuierlich zu halten. Das hat in den letzten 70 Jahren noch nie funktioniert. Es gibt immer ein erstes Mal. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber gering.

Zum Schluss gibt es noch einen Indikator, der ausgereizt zu sein scheint: die Inflation (Grafik 4). Es handelt sich um die mittlere Inflationsrate. Diese ist mit 3 % für die heutige Zeit ziemlich heiß gelaufen.


Wer dem Bullenmarkt noch viele Jahre zutraut, behauptet im Prinzip nichts anderes, als dass das hohe Niveau gehalten werden kann. Vollbeschäftigung und Kapazitätsauslastung müssen jahrelang im Gleichgewicht bleiben. Weder Wirtschafts- noch Geldpolitik haben das bisher jemals geschafft. Haus und Hof würde ich nicht darauf verwetten, dass es diesmal funktioniert.


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