• Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 28.164,00 $
  • S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 3.153,63 Pkt
  • DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 13.247,97 Pkt

Man kann es nur immer wieder sagen: genießen, solange es anhält. Seit der Finanzkrise haben Anleger richtig viel verdient. Das lag nicht nur daran, dass Unternehmen mehr Gewinn erwirtschafteten, sondern auch daran, dass Unternehmen höher bewertet werden.

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Wenn es an der Börse ein Gesetz gibt, dann sicherlich das, dass alles irgendwann zum Mittel zurückkehrt. Die besonders hohen Renditen der letzten Jahre sind ebenso wie die Bewertungen zwei Faktoren, die eine Korrektur zum Mittelwert brauchen. Eigentlich ist diese Korrektur schon längst überfällig.

In der mehr als hundertjährigen Geschichte der US-Indizes gab es nur selten so lange Aufwärtsbewegungen wie jetzt (Grafik 1). Eine davon fand in den 10 Jahren vor dem Crash 1929 statt. Eine andere begann Ende des Zweiten Weltkrieges und dauerte etwas über 10 Jahre an. Der erste historische Bullenmarkt wurde von einer Depression gefolgt, der zweite von hoher Inflation in den 70ern und einem verlorenen Jahrzehnt für Aktien.


Der dritte historische Bullenmarkt begann in der ersten Hälfte der 80er Jahre und dauerte 15 Jahre lang. Gefolgt wurde der bisher längste Bullenmarkt von über 10 Jahren Stagnation. Es gibt langfristig gesehen, also über viele Jahrzehnte, durchaus eine Systematik. Dabei kommt es immer wieder zu langanhaltenden Aufwärtsbewegungen.

Das ist die gute Nachricht. Die schlechte gibt es auch. Jedes Mal wurde der Bullenmarkt, der den Markt immer weiter vom Mittel entfernte, durch eine lange Anpassung abgelöst, die den Markt wieder zum Mittel führte. Wieso es diesmal anders sein sollte, erschließt sich nicht. Es gibt kein stichhaltiges Argument.


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Auch Zinsen sind kein Argument. In den 50er und frühen 60er Jahren hatten wir schon einmal das, was wir gerade wieder erleben. Auch damals wuchsen die Bäume nicht ewig in den Himmel. Die Frage ist also nicht, ob der Markt zum Mittel korrigiert, sondern wann.

Die Korrekturen zum Mittel haben vor allem eines gemeinsam: Der Transportsektor zeigt Jahre vor Beginn eine systematische Underperformance. In den letzten Monaten war besonders auffällig, dass der Dow Jones neue Hochs erreichen konnte, der Transportindex jedoch nicht. Der Trend der Underperformance hält allerdings schon sehr viel länger an, seit 2014 (Grafik 2).


Underperformance kommt immer wieder vor. Entlang des vergleichsweise kurzen Konjunkturzyklus wechseln sich der Dow Jones Industrial und Transportation immer wieder ab. Diese Zyklen sind allerdings relativ kurzlebig, also nur wenige Jahre. Aktuell sehen wir schon 5 Jahre Underperformance.

Gleichzeitig sind Aktien historisch hoch bewertet, also weit weg vom Mittel. Das ist Irrational, wird aber von vielen abgestritten und als neue Normalität betrachtet. Beides sind Hinweise, dass die Korrektur bald beginnen kann. Bald ist dabei relativ zu sehen. Im besten Fall geht die Irrationalität der Anleger noch zwei Jahre weiter. Danach wird es mager.


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