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Frankfurt (BoerseGo.de) - Der Einbruch der Aktienmärkte in China dürfte den Experten von Columbia Threadneedle zufolge kaum Einfluss auf die Realwirtschaft haben. „Auch wenn der chinesische Aktienmarkt auf kurze Sicht wahrscheinlich weiterhin Schwankungen unterworfen sein wird, dürfte dies unserer Meinung nach relativ wenig Einfluss auf die Realwirtschaft in China haben, da sich die Schwäche am Aktienmarkt vor dem Hintergrund einer geldpolitischen Lockerung abspielt“, so Mark Burgess, CIO für die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) und globaler Aktienchef bei Columbia Threadneedle Investments, in seiner aktuellen Investmentstrategie.

Dabei verweist Burgess auf das Maßnahmenpaket der Regierung in Peking, dass Senkungen der Zinsen und der Mindestreserveanforderungen, die Aussetzung von Börsengängen, ein Verbot des Verkaufs von Aktienbeteiligungen durch Großaktionäre für 6 Monate, Restriktionen für Leerverkäufe und Anreize für Banken, Brokerfirmen und Versicherungsunternehmen zum Kauf von Aktien umfasst. "Auch bei der Effektenkreditvergabe und Sicherheitenstellung wurden die Anforderungen gelockert", so der Experte. "Das größte Geschütz wurde jedoch von der chinesischen Zentralbank aufgefahren, die erklärte, „großzügig Liquidität“ zur Verfügung stellen und vor systemischen und regionalen Risiken schützen zu wollen", so Burgess.

Der Boom am Aktienmarkt und der aktuelle Einbruch haben nicht lange genug angehalten, um wesentlichen Einfluss auf das Vermögen der Haushalte zu nehmen, so der CIO. Dabei unterstreicht er, dass sich der chinesische Aktienmarkt seit Jahresbeginn 2015 immer noch im Plus befindet. "Die einsetzende Erholung am Immobilienmarkt könnte jedoch sehr wohl von den jüngsten Ereignissen beeinträchtigt werden", mahnt Burgess.