„Die Mitglieder des Fed-Rates hatten die Märkte erfolgreich dazu gebracht, eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte auf der bevorstehenden Sitzung des Offenmarktausschusses einzupreisen. Nach den überraschend gestiegenen Verbraucherpreisindex (CPI) am vergangenen Freitag kam es jedoch zu einem Abverkauf von Anleihen, insbesondere im vorderen Bereich der Renditekurve, wo die 2-jährigen Staatsanleihen an einem Tag einen Rekordanstieg der Rendite verzeichneten.

Offenbar war die CPI-Überraschung so groß, dass sie ein Eingreifen rechtfertigen würde, und am Montag häuften sich Spekulationen, dass eine Zinsanhebung um 75 Basispunkte sehr wahrscheinlich sei. Obwohl kein Fed-Vertreter genannt wurde, sah es eindeutig nach einer Botschaft von oben aus. Die Marktpreise passten sich entsprechend an, sodass die Tür für die Fed weit offensteht.

Es wäre nun eine Überraschung, wenn die Fed die Zinsen nun nicht um 75 Basispunkte erhöhen würde. Die begleitende Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen wird den Anlegern einen neuen Eindruck davon vermitteln, wie ernst es dem Ausschuss ist, die Inflation aus dem System zu treiben. Die Wachstumsaussichten werden wahrscheinlich nach unten korrigiert werden, während die Arbeitslosenquote im Prognosezeitraum sicherlich nach oben korrigiert werden muss.“