• ADP-Arbeitsmarktzahlen deutlich unter den Erwartungen
    • Ceconomy könnte 3.500 Stellen streichen
    • Commerzbank nach Zahlen gefragt
    • Deutsche Post wächst trotz Corona
    • Continental verbucht dramatischen Ergebnisrückgang
    • BMW rutscht in die roten Zahlen
    • Vonovia steigert Gewinn
    • Allianz verbucht Gewinneinbruch

    Märkte

    • Hin- und hergerissen zwischen durchwachsenen Konjunkturdaten, einer wahren Zahlenflut von den deutschen Unternehmen und Corona-Sorgen und Hoffnungen ist der DAX am Mittwoch mit einem leichten Plus von 0,47 Prozent auf 12.660,25 Punkte aus dem Handel gegangen. In Frankfurt waren Anleger und Händler am Mittwoch mit einer wahren Flut an Quartalszahlen konfrontiert. Etliche DAX-Konzerne sowie Unternehmen aus der zweiten Reihe haben heute ihre Quartalsberichte veröffentlicht. Dabei zeichnete sich keine eindeutige Tendenz ab. Während die Aktien der Commerzbank um 4,87 Prozent zulegen konnten, rutschten die Aktien von LPKF Laser um 7,90 Prozent ab. Die am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturdaten fielen ebenfalls gemischt aus. So lagen die inoffiziellen ADP-Arbeitsmarktzahlen in den USA deutlich unter den Erwartungen, während der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stärker als erwartet zulegen konnte. In China und der Eurozone fielen die ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor schwächer als erwartet aus, signalisieren aber gleichwohl kräftiges Wachstum.
    • Die Rekordjagd bei US-Technologieaktien sowie beim Edelmetall Gold geht weiter. An der Wall Street markierten Nasdaq-100 und Nasdaq Composite einmal mehr neue Rekordstände, ohne wirklich nachhaltig zulegen zu können. Auch der Goldpreis kletterte auf ein neues Rekordhoch bei mehr als 2.050 Dollar, nachdem er die Marke von 2.000 Dollar am Dienstag das erste Mal in der Geschichte überschritten hatte.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmensnachrichten

    • Der Personaldienstleister Amadeus Fire hat eine Kapitalerhöhung zur Refinanzierung der Übernahme des Umschulungsspezialisten Comcave angekündigt. Das Grundkapital der Gesellschaft soll von derzeit 5.198.237,00 Euro unter Ausschluss des Bezugsrechts der bestehenden Aktionäre um bis zu 519.823,00 Euro auf bis zu 5.718.060 Euro durch Ausgabe von bis zu 519.823 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien (entspricht ca. 10 Prozent des derzeitigen Grundkapitals) durch teilweise Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals gegen Bareinlage erhöht werden, wie das Unternehmen mitteilte. Die neuen Aktien sind ab dem Geschäftsjahr 2020 dividendenberechtigt und sollen im Rahmen einer Privatplatzierung mittels eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens bei ausgewählten qualifizierten und langfristig orientierten institutionellen Investoren platziert werden.
    • Der Immobilieninvestor Patrizia hat im ersten Halbjahr einen Rückgang des operativen Gewinns auf 74 Millionen Euro, nach 79 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, verbucht. Die Gebühreneinnahmen lagen mit 171,0 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau. Das verwaltete Vermögen (AUM) erhöhen sich im Vergleich zum Jahresende um 2,3 Prozent auf 45,5 Milliarden Euro. Patrizia bestätigte die Prognose für das laufende Geschäftsjahr und rechnet weiter mit einem operativen Ergebnis von 100 bis 140 Millionen Euro.
    • Das chinesische Unternehmen ByteDance, Eigentümer der auch in westlichen Ländern populären TikTok-App, hat dementiert, dass in den nächsten drei Wochen ein Deal mit Microsoft über den Kauf von TikTok erzielt werden könnte. US-Präsident Donald Trump will TikTok verbieten, falls die App nicht an ein amerikanisches Unternehmen verkauft wird.
    • Der Autobauer Daimler will bei der Batterieentwicklung enger mit dem chinesischen Unternehmen Contemporary Amperex Technology Co. Ltd (CATL) zusammenarbeiten. So soll CATL ein Zulieferer für die Elektroautos der Mercedes-Marke EQ werden.
    • Der US-Biotechkonzern Moderna verhandelt nach eigenen Angaben mit mehreren Ländern über Liefervereinbarungen für seinen Coronavirus-Impfstoffkandidaten. Man habe bereits Vorauszahlungen über rund 400 Millionen Dollar erhalten, so Moderna. In der vergangenen Woche hatte Moderna eine entscheidende Studie mit 30.000 Teilnehmern gestartet, die zeigen soll, ob der Impfstoff tatsächlich wirksam und verträglich ist.
    • Ein bereits erhöhtes Übernahmeangebot des US-Laborausrüsters Thermo Fisher für das deutsche Diagnostikunternehmen Qiagen könnte scheitern. "Es ist mehr als wahrscheinlich, dass das aktuelle bereits erhöhte Angebot scheitern wird", sagte ein Händler der Nachrichtenagentur Reuters. Thermo Fisher hatte sein ursprüngliches Angebot von 39 Euro je Qiagen-Aktie auf 43 Euro angehoben, schließt eine weitere Erhöhung aber aus. Zugleich wurde die Annahmequote auf zwei Drittel von zuvor 75 Prozent gesenkt. Mehrere Hedgefonds halten den Angebotspreis für zu niedrig und fordern eine Nachbesserung des Angebots.
    • Der Telemedizinanbieter Teladoc Health hat eine Fusion mit Livongo Health, einem Anbieter von Gesundheitstechnologie, vereinbart. Im Rahmen des 18,5 Milliarden Dollar schweren Deals sollen Livongo-Aktionäre pro Aktie 0,592 Aktien von Teladoc Health sowie 11,33 Dollar in bar erhalten, wie beide Unternehmen mitteilten. An dem fusionierten Unternehmen werden die bisherigen Teladoc-Aktionäre 58 Prozent der Aktien halten, während 42 Prozent auf die bisherigen Livongo-Aktionäre entfallen.
    • Der Elektronikhändler Ceconomy mit seinen beiden Ketten MediaMarkt und Saturn könnte bis zu 3.500 Vollzeitstellen abbauen. Derzeit prüfe man die Einführung einer konzernweit einheitlichen Organisationsstruktur, teilte das Unternehmen mit. Die Maßnahmen könnten laut Ceconomy zu jährlichen Einsparungen von knapp 100 Millionen Euro bei einmaligen Aufwendungen von rund 180 Millionen Euro führen.
    • Der Gabelstapler-Hersteller Kion geht eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Quicktron ein, wie Kion am Mittwoch mitteilte. Durch die Kooperation soll der Bereich automatisierte Fahrzeuge gestärkt werden. In diesem Rahmen will Kion auch eine Minderheitsbeteiligung an Quicktron übernehmen. Finanzielle Details wurden nicht mitgeteilt.
    • Die Commerzbank hat im zweiten Quartal Erträge von 2,273 Milliarden Euro (Analystenprognose: 2,26 Milliarden Euro) und ein operatives Ergebnis von 205 Millionen Euro (Vorjahr: 151 Millionen Euro) verbucht. Die Risikovorsorge beträgt 469 Millionen Euro (Prognose: 475 Millionen Euro). Im ersten Halbjahr beträgt das Ergebnis je Aktie minus 0,08 Euro, nach plus 0,32 Euro im Vorjahreszeitraum. Im Ausblick auf 2020 sieht das Management im Firmenkundengeschäft Druck auf den Erträgen und rechnet mit einer Risikovorsorge von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro (bisher: 1,0 bis 1,4 Milliarden Euro) und einem Verlust im laufenden Jahr. Das CET1-Ziel für 2020 von mindestens 12,5 Prozent wird bestätigt.
    • Der Rückversicherer Hannover Rück hat im zweiten Quartal einen überraschend starken Gewinneinbruch verbucht. Wegen deutlich erhöhter Rückstellungen für erwartete Schäden aus der Corona-Pandemie brach das Konzernergebnis um 72,5 Prozent auf 101,5 Millionen Euro ein. Das operative Ergebnis (EBIT) verschlechterte sich um 84,4 Prozent auf 76,9 Millionen Euro. Die gebuchten Bruttoprämien konnten hingegen um 16,0 Prozent auf 6,17 Milliarden Euro zulegen. Zu einer neuen Prognose sieht sich das Unternehmen weiter nicht in der Lage.
    • Der Autozulieferkonzern Continental hat im zweiten Quartal angesichts der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Einbruchs in der Fahrzeugproduktion einen deutlichen Umsatz und Gewinnrückgang verbucht. Das Nettoergebnis verschlechterte sich von 485 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf minus 741 Millionen Euro. "Im Tal der schlimmsten Wirtschaftskrise der Autoindustrie seit dem zweiten Weltkrieg haben wir besser abgeschnitten als unsere Märkte", sagte Conti-Chef Elmar Degenhart laut Pressemitteilung. Der Umsatz brach, wie bereits bekannt, von 11,3 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 6,6 Milliarden Euro ein. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von plus 865 auf minus 634 Millionen Euro. Auf eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr verzichtet Continental weiter. Der Konzern versucht mit Kosteneinsparungen auf die Krise zu reagieren. So sollen im Gesamtjahr die ausgabewirksamen Fixkosten um insgesamt mehr als 5 Prozent sinken und die Investitionen um mehr als 25 Prozent.
    • Der Autobauer BMW ist im zweiten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht als erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich auf minus 666 Millionen Euro, während die Analysten nur mit einem Verlust von 410 Millionen Euro gerechnet hatten. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 2,2 Milliarden Euro verbucht worden. Der Umsatz sank um 22,3 Prozent auf 19,97 Milliarden Euro, was leicht unter den Schätzungen von 20,1 Milliarden Euro lag. Unter dem Strich brach das Nettoergebnis von 1,48 Milliarden Euro auf minus 212 Millionen Euro ein. Der Ausblick für 2020 wurde bestätigt. "Wir blicken mit vorsichtiger Zuversicht auf das zweite Halbjahr und streben für 2020 weiterhin eine EBIT Marge im Segment Automobile zwischen 0 und 3 Prozent an", sagte BMW-Chef Oliver Zipse. "Wir beobachten die Situation weiterhin sehr genau und steuern die Produktion unverändert gemäß der Entwicklung in den Märkten und der regional unterschiedlichen Kundennachfrage."
    • Der Immobilienkonzern Vonovia hat im ersten Halbjahr trotz Corona-Krise mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Die Mieteinnahmen erhöhten sich um 12 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro. Der operative Ertrag (Group FFO) stieg um 11,0 Prozent auf 676,3 Millionen Euro, wie der Konzern mitteilte. Vor allem der Ankauf des schwedischen Wohnungsunternehmens Hembla sowie organisches Wachstum durch Neubau und Modernisierung wirkten sich positiv aus. Der Projektentwickler Bien-Ries ist mit dem zweiten Quartal erstmalig einbezogen. Die operative Gewinnkennzahl "Adjusted EBITDA Total" stieg von 872,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2019 um 8,0 Prozent auf 942,2 Mio. Millionen Euro im ersten Halbjahr 2020 an. Die Erlöse aus der Immobilienbewirtschaftung konnte Vonovia deutlich von 778,2 Millionen Euro auf 1,56 Milliarden Euro steigern. Unter dem Strich belief sich das Periodenergebnis auf 1,62 Milliarden Euro, nach 1,41 Milliarden Euro vor einem Jahr.
    • Der Versicherungskonzern Allianz hat im zweiten Quartal 2020 trotz Corona-Pandemie einen Milliardengewinn verbucht. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent auf 30,9 Milliarden Euro, während sich das operative Ergebnis um 18,8 Prozent auf 2,565 Milliarden Euro verringerte. Die Kennzahl Combined Ratio, die die Rentabilität von Versicherungen beschreibt, betrug 95,5 Prozent und lag damit zwar über dem Vorjahreswert von 94,3 Prozent, aber unter der Analystenprognose von 97,5 Prozent. Unter dem Strich ging das Periodenergebnis um 28,6 Prozent auf 1,618 Milliarden Euro zurück. Der Gewinn lag sowohl operativ als auch unter dem Strich über den Erwartungen. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit verzichtet die Allianz weiter auf einen aktualisierten Ausblick für das operative Ergebnis im Jahr 2020. "Die Pandemie bleibt weiterhin eine Herausforderung für alle Branchen. Dennoch hat die Allianz in den ersten sechs Monaten des Jahres robuste Ergebnisse erzielt und eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gezeigt. Das macht uns zuversichtlich, dass wir auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 stabile Geschäftsergebnisse sehen werden", sagte Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE, laut Pressemitteilung.
    • Der Logistikkonzern Deutsche Post DHL ist im zweiten Quartal dank des florierenden Onlinehandels trotz Corona-Pandemie weiter gewachsen. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,1 Prozent auf 15,95 Milliarden Euro gesteigert werden, wie der Konzern am Morgen mitteilte. Damit wurden die Analystenschätzungen von 15,1 Milliarden Euro übertroffen. Treiber war insbesondere das starke E-Commerce Wachstum. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte Deutsche Post DHL Group im zweiten Quartal um 18,6 Prozent auf 912 Millionen Euro steigern. Um Einmaleffekte im Vorjahr und in diesem Jahr bereinigt, verbesserte sich das EBIT sogar um 229 Millionen Euro auf 1,1 Milliarden Euro. Damit hat der Konzern die im Juli veröffentlichten vorläufigen Quartalszahlen leicht übertroffen. Unter dem Strich erhöhte sich der Nettogewinn von 458 auf 525 Millionen Euro, was ebenfalls über der Prognose von 438 Millionen Euro lag. Die im Juli veröffentlichte Prognose wurde bestätigt. Demnach erwartet der Konzern für 2020 ein operatives Ergebnis in Höhe von 3,5 bis 3,8 Milliarden Euro. Die im Juli aktualisierte mittelfristige Ergebnisprognose, wonach für 2022 ein Konzern-EBIT - abhängig vom Verlauf der gesamtwirtschaftlichen Erholung - von rund 4,7 Milliarden Euro bis zu mehr als 5,3 Milliarden Euro erwartet wird, gilt ebenfalls weiter.
    • Der Medien- und Unterhaltungskonzern Walt Disney ist angesichts der Corona-Pandemie im zweiten Quartal tief in die Verlustzone gerutscht. Unter dem Strich wurde ein Verlust von 4,7 Milliarden Dollar verbucht, nach einem Gewinn von 1,8 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz brach um 42 Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar ein. Belastet wurde das Geschäft von Disney vor allem von der Schließung der vom Konzern betriebenen Vergnügungsparks und Ferienresorts. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit plus 0,08 Dollar über den Schätzungen von minus 0,64 Dollar, nach plus 1,34 Dollar im Vorjahreszeitraum.
    • Beyond Meat hat im zweiten Quartal mit einem Ergebnis je Aktie von minus 0,02 Dollar die Analystenschätzungen getroffen. Der Umsatz lag mit 113,3 Millionen Dollar über den Erwartungen von 99,84 Millionen Dollar.

    Konjunktur & Politik

    • Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der vergangenen Woche um 7,4 Millionen Barrel auf 518,6 Millionen Barrel gesunken. Damit fiel der Rückgang deutlich stärker als erwartet aus. Die Volkswirte der Banken hatten im Mittel nur mit einem Rückgang um 3,4 Millionen Barrel gerechnet. Die inoffiziellen Daten des privaten American Petroleum Institute (API) vom Vorabend hatten eine Abnahme um 8,6 Millionen Barrel gezeigt.
    • Die Aussichten im US-Dienstleistungssektor haben sich im Juli überraschend weiter aufgehellt. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor stieg von 57,1 Punkten im Vormonat auf 58,1 Zähler, wie am Mittwoch mitgeteilt wurde. Erwartet wurde hingegen ein Rückgang auf 55,0 Punkte. Ein Stand von mehr als 50 Punkten deutet auf Wachstum hin. Der weniger stark beachtete Einkaufsmanagerindex des Datenanbieters Markit für den US-Servicesektor legte nach endgültigen Angaben von 47,9 Punkten im Vormonat auf 50,0 Zähler zu. Vorläufig war noch ein Wert von 49,6 für Juli genannt worden.
    • ADP-Arbeitsmarktzahlen: Nach Auswertung des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP wurden in der US-Privatwirtschaft außerhalb der Landwirtschaft im Juli deutlich weniger neue Stellen geschaffen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat kamen netto 167.000 neue Stellen hinzu, wie ADP am Mittwoch mitteilte. Erwartet wurden hingegen zusätzliche 1,5 Millionen Arbeitsplätze. Der Stellenaufbau im Vormonat wurde unterdessen deutlich von 2,369 Millionen auf 4,314 Millionen nach oben revidiert. Die offiziellen Arbeitsmarktdaten für Juli werden am Freitag veröffentlicht.
    • Im Juli lagen die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland mit 315.000 Neuwagen um 5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wie der Branchenverband VDA mitgeteilt hat. Damit wurde der bislang geringste Rückgang im laufenden Jahr im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet. In den ersten sieben Monaten wurden 1,5 Millionen Pkw neu zugelassen, was 30 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum liegt. "Die Zahlen zeigen: Wir können noch lange nicht wieder von einem Normalzustand sprechen , aber es geht – verglichen mit den Wochen des Produktionsstillstandes – wieder voran", sagte Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), laut Pressemitteilung. "Wir rechnen damit, dass die Minusraten im zweiten Halbjahr gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat langsam wieder kleiner werden. Für Deutschland gehen wir von rund 2,8 Millionen Pkw-Neuzulassungen im Gesamtjahr aus. Das entspricht einem Rückgang von 23 Prozent. All diesen Erwartungen liegt die Annahme zugrunde, dass es gelingt, die Corona-Pandemie in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt einzudämmen."
    • Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im ersten Halbjahr 2020 real um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen, wie der Branchenverband VDMA mitgeteilt hat. "Dieser Rückgang geht auf eine durch Handelsstreitigkeiten und politische Verwerfungen geschwächte Weltkonjunktur zurück, die durch die COVID-19 Pandemie zusätzlich heftig getroffen wurde", erläuterte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann laut Pressemitteilung. Im Juni 2020 ging der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau um real 31 Prozent zurück. Während im Inland die Bestellungen um 12 Prozent rückläufig waren, sanken die Bestellungen aus dem Ausland sogar um 38 Prozent. Dabei spielte allerdings auch der außergewöhnlich starke Vorjahresmonat eine wichtige Rolle.
    • Die Stimmung im Dienstleistungssektor in der Eurozone und in Deutschland hat sich im Juli deutlich aufgehellt, wenn auch nicht ganz so stark wie erwartet. Der Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor stieg nach endgültigen Angaben in der Eurozone von 48,3 auf 54,7 und in Deutschland von 47,3 auf 55,6 Punkte. Damit befinden sich die Indizes wieder deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Vorläufig waren allerdings sowohl für die Eurozone als auch für Deutschland noch etwas höhere Werte ermittelt worden. Der Composite-Index für die gesamte Privatwirtschaft der Eurozone (einschließlich der Industrie, für die bereits am Montag Daten veröffentlicht wurden) legte von 48,5 Punkten im Vormonat auf 54,9 Zähler zu. Erwartet wurde ein Wert von 54,8 Punkten.
    • In China ist der Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im Juli auf 54,1 Punkte gesunken, von 58,0 Punkten im Vormonat. Erwartet wurden erneut 58,0 Punkte.

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