• Elon Musk jazzt Bitcoin-Kurs schon wieder in die Höhe
    • Uber erleidet schwere juristische Schlappe
    • RKI: Corona-Variante B117 bereitet Sorgen
    • IHS Markit: Industrie-Aufschwung kaschiert stärkeren Rückgang im Servicesektor
    • Italien: Draghi kann gestärkt sein Amt antreten
    • USA wollen Corona-Impfinitiative Covax unterstützen
    • Pariser Klimaschutzabkommen: USA nun wieder offiziell Mitglied
    • Allianz-Chef warnt vor gefährlichen Spekulationsblasen
    • AstraZeneca geht in die Offensive
    • RWE: Texas-Winter belastet Ergebnis
    • Allianz zahlt stabile Dividende

    DAX

    • Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag etwas von den vorangegangenen Verlusten erholt. Der DAX legte per Xetra-Schlusskurs um 0,77 Prozent auf 13.993,23 Punkte zu. Auf Wochensicht bleibt es allerdings bei einem Minus von 0,40 Prozent. Die Überwindung der 14.000er Marke ist somit wieder unmittelbar vor Augen, nachdem das Marktbarometer in dieser Handelswoche bis auf 13.880 Punkte gesunken war. An den Rahmenbedingungen hat sich nicht viel geändert. Die Anleger setzen auf einen Wirtschaftsaufschwung durch geplante fiskalische Konjunkturprogramme. Milliardenhilfen hat der deutsche Staat soeben für Autozulieferer freigegeben. Die Impfungen nehmen an Fahrt auf und Liquidität ist reichlich vorhanden an den Märkten durch die lockere Geldpolitik der Notenbanken. Hauptthema aber bleibt der Renditeanstieg an den Anleihenmärkten, vor allem in den USA. Dieser spiegele die Aussicht auf eine kräftige frühzyklische Konjunkturerholung und die gestiegenen Inflationserwartungen wider, sagte ein Marktstratege der Privatbank Merck Finck. Der Renditezuwachs hatte in dieser Woche die Kurse an den Aktienmärkten belastet, Marktteilnehmer sahen in Anleihen plötzlich wieder eine Anlagealternative. Auch Konjunkturdaten aus der Eurozone lassen auf bessere Zeiten hoffen. So hat sich die Geschäftsaktivität dank einer soliden Industrie leicht beschleunigt.

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Der Automobilzulieferer Continental will auf die Ausschüttung einer Dividende für das vergangene Geschäftsjahr verzichten. Nachdem im Vorjahr noch 3,00 Euro je Aktie gezahlt wurden, sieht der Vorschlag des Vorstands nun angesichts eines negativen Konzernergebnisses den Verzicht auf eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre vor. Analysten hatten trotz Verlust mit einer Dividende von 2,20 Euro je Aktie gerechnet. "An der grundsätzlichen, mittelfristig ausgerichteten Dividendenpolitik einer Ausschüttung von 15 bis 30 Prozent des Konzerngewinns hält das Unternehmen weiter fest", heißt es.
    • Die EU-Kommission hat der geplanten Übernahme des US-Krebsspezialisten Varian durch den Medizintechnik-Konzern Siemens Healthineers unter Auflagen zugestimmt. Wenn sich Siemens und Varian an die Bedingungen hielten, bestünde durch den Zusammenschluss keine Gefahr für den Wettbewerb, teilte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Freitag mit. So müssen sich die Unternehmen etwa dazu verpflichten, dass ihre Systeme kompatibel mit denen anderer Hersteller sind.
    • BMW ruft in Deutschland wegen eines Problems am Gebläseregler 430.000 Fahrzeuge des Typs 3er in die Werkstätten zurück. Dort muss eine Steckverbindung überprüft und gegebenenfalls repariert oder Teile ausgetauscht werden, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
    • Der Fahrdienstvermittler Uber hat vor dem Obersten Gerichtshof in Großbritannien einen juristischen Rückschlag erlitten. Dessen Fahrer müssen in UK als Arbeitnehmer eingestuft werden und haben somit Anspruch auf Leistungen wie Mindestlohn, Urlaubsgeld und Ruhepausen. Dies bedroht das Geschäftsmodell des Unternehmens in seinem größten Markt in Europa.
    • Der Hersteller von Anlagen für die Halbleiterindustrie Applied Materials hat eine überraschend starke Prognose auf das laufende Geschäftsquartal abgegeben. Derzeit füllen sich die Auftragsbücher von Applied Materials, weil die Kunden wegen der aktuellen Knappheit an Mikrochips ihre Produktion hochfahren.
    • Der US-Hersteller von Landwirtschaftsmaschinen Deere & Co. hat im vergangenen Quartal seinen Nettogewinn deutlich steigern können und dies mit sich aufhellenden Bedingungen in den Bereichen Landwirtschaft und Bauwesen begründet.
    • Der Pharmakonzermn Novavax hat eine Übereinkunft mit der globalen Impfstoffallianz Gavi über die Lieferung von 1,1 Mrd. Dosen seines Impfstoffs gegen Covid-19 für eine internationale Impfaktion getroffen.
    • Der Kreuzfahrtanbieter Royal Caribbean teilte mit, dass der Konzern aufgrund von Anpassungen in seinen Kreditverträgen bis zum dritten Quartal 2022 keine Bardividenden zahlen und keine Aktien zurückkaufen darf.
    • Der Videostreaming-Gerätehersteller Roku hat die Umsatzerwartungen für das abgelaufene Quartal geschlagen. Zu verdanken war dies dem Umstieg der Abonnenten von Kabel- auf Streamingdienste.
    • Laut einem Bericht des Wall Street Journal prüft der Technologiekonzern IBM den Verkauf seiner Einheit Watson Health, um sein Geschäft zu verschlanken und im Bereich Cloud Computing wettbewerbsfähiger zu werden.
    • Australien versucht sich weiter gegen die Entscheidung von Facebook zu wehren, australischen Nutzern künftig keine Nachrichteninhalte mehr zu zeigen. Finanzminister Josh Frydenberg hat in einem Gespräch CEO mit Mark Zuckerberg zwar nach einem Ausweg gesucht, gleichzeitig aber betont, dass sein Land die Regelung umsetzen wird, mit der Internetkonzerne zu Zahlungen an Medienanstalten gezwungen werden sollen.
    • Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte hat vor gefährlichen Spekulationsblasen an den Märkten gewarnt. „Wir machen uns große Sorgen um das Thema Finanzmarktstabilität", sagte Bäte bei der Bilanzpressekonferenz in München. Die Situation insbesondere an den Aktienmärkten ähnele der Situation vor dem Crash 2008/09. „Da kauft irgendeine Celebrity irgendein Bitcoin und dann explodieren die Preise für diese Assets", sagte Bäte. „Das ist schon ziemlich verrückt“.
    • Der Energieversorger RWE rechnet wegen des Wintereinbruchs im US-Bundesstaat Texas mit hohen Kosten. Wegen Vereisungen und Netzproblemen sei ein Teil der Windkraftanlagen vor Ort außer Betrieb, so der Konzern. Das extreme Wetter wirke sich auch auf die Strompreise aus. Da RWE einen Teil der Produktion aus den Windkraftanlagen bereits verkauft habe, müsse der Konzern nun „zu außergewöhnlich hohen Preisen" Strommengen zukaufen, um seine Lieferverpflichtungen zu erfüllen, heißt es. Die hohe Nachfrage in Kombination mit der geringen Produktion lasse die Preise steigen. Insgesamt werde das Ebitda des Segments Onshore Wind/Solar im Jahr 2021 mit einem niedrigen bis mittleren dreistelligen Mio.-Euro-Betrag belastet.
    • Der Versicherungskonzern Allianz hat sich im vergangenen Jahr wacker geschlagen. Mit einem Endspurt zu Jahresende konnten die Münchner die Gewinnerwartungen der Analysten übertreffen. Der operative Gewinn sank um neun Prozent auf 10,75 Mrd. Euro. Der Nettogewinn ging um 14 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro zurück. Die Aktionäre sollen wie für 2019 eine Dividende von 9,60 Euro je Aktie wie im Vorjahr. erhalten. Für das neue Jahr peilt der Vorstand einen operativen Gewinn in einer recht großen Spanne zwischen 11 und 13 Mrd. Euro an.
    • Der französische Lebensmittelkonzern Danone hat 2020 in etwa wie erwartet abgeschlossen. Der Umsatz ging um nominal 6,6 Prozent auf 23,6 Mrd. Euro zurück, auf vergleichbarer Basis war dies ein Minus von 1,5 Prozent. Unter dem Strich kletterte der Gewinn leicht auf 1,96 Mrd. Euro Aktionäre sollen eine Dividende von 1,94 Euro erhalten nach 2,10 Euro vor einem Jahr. In diesem Jahr hofft der Konzern auf ein leichteres Umfeld. „2021 wird das Jahr der Erholung sein", sagte Konzernchef Emmanuel Faber am Freitag. Das erste Quartal werde sich voraussichtlich noch schwierig gestalten, ab dem zweiten Jahresviertel aber soll es nach oben gehen.
    • Der Pharmakonzern AstraZeneca sieht es nicht als bestätigt an, dass im Zusammenhang mit der Impfung seines Covid-19-Impfstoffs schwerwiegende unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. „Derzeit fallen die beschriebenen Reaktionen so aus, wie wir sie aufgrund der Informationen aus unseren klinischen Tests erwartet hatten", teilte ein Sprecher mit. Dazu zählten vorübergehende Schmerzen und Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle, leichte bis mittelschwere Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost, Fieber, Unwohlsein und Muskelschmerzen. Nebenwirkungen träten meistens am Tag nach der Impfung auf und seltener nach der zweiten Dosis. Das Unternehmen beobachte die Situation genau. „Alle Chargen des Impfstoffs unterliegen strengen und gründlichen Qualitätsstandards und -kontrollen." Auch die Behörden haben keine besonderen Bedenken gegen den Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca. „Das Nutzen-Risiko-Profil wird für alle drei Impfstoffe als weiterhin positiv bewertet", berichtete das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Sowohl eigene Analysen als auch internationale Daten „weisen nicht auf ein neues Risikosignal hin", heißt es in dem jüngsten Sicherheitsbericht zu Covid-19-Impfstoffen.
    • Der Rückversicherer Swiss Re hat 2020 einen Verlust erlitten. Unter dem Strich stand ein Minus von 878 Mio. US-Dollar, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Damit fiel das Ergebnis noch schlechter aus als Analysten erwartet hatten. 2019 hatten die Schweizer noch einen Gewinn von 727 Mio. Dollar erzielt. Die Anteilseigner sollen dennoch eine unveränderte Dividende in Höhe von 5,90 Franken je Aktie erhalten.
    • Die Finanztochter von Volkswagen (VWFS) bietet künftig auch Leasing und Kreditverträge für Fahrräder an. Beim Ersterem geht es um Firmenkunden, die ihren Beschäftigten Diensträder zur Verfügung stellen. Die Kreditvariante ist dagegen für private Kunden gedacht und läuft über niedergelassene Fahrradhändler. Das Darlehen wird dann online beantragt.

    Politik & Konjunktur

    • Die G7-Staaten wollen gemeinsam ihre Anstregungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie und deren wirtschaftliche Folgen intensivieren. Für die internationalen Anti-Corona-Initiativen ACT-A und Covax, mit denen unter anderem der Zugang ärmerer Länder zu den Corona-Impfstoffen erleichtert werden soll, wollen die G7-Staaten weitere vier Milliarden Dollar bereitstellen. "Ausgehend von unseren Stärken und Werten als demokratische, offene Volkswirtschaften und Gesellschaften werden wir gemeinsam und mit anderen zusammenarbeiten, um 2021 zu einem Wendepunkt für den Multilateralismus zu machen und eine Erholung zu gestalten, die die Gesundheit und den Wohlstand unserer Menschen und unseres Planeten fördert", heißt es in der Abschlusserklärung des virtuellen Treffens der Regierungschefs der G7. Auch die Unterstützung der Wirtschaft solle beibehalten werden, heißt es.
    • Eurogruppen-Chef Paschal Donohoe setzt vorerst auf weiterhin lockere Finanzpolitik, um die Folgen der Corona-Krise zu mindern. "Kurzfristig müssen wir die staatliche Unterstützung unserer Wirtschaft auf jeden Fall fortsetzen. Ich setze auch darauf, dass die Mittel aus dem geplanten Wiederaufbaufonds spätestens zur Jahresmitte fließen", so Donohoe gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
    • Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hält im Streit mit den USA um die Ostseepipeline an der Haltung der Bundesregierung fest. "Wir haben zu dem Thema eigentlich alles gesagt", so Maas vor dem Start der Münchner Sicherheitskonferenz gegenüber dem Nachrichtenportal "ThePioneer".
    • Im Januar sind die Verkäufe bestehender Häuser in den USA im Monatsvergleich um 0,6 Prozent gestiegen, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Freitag mitteilte. Analysten hatten einen Rückgang um 2,4 Prozent erwartet.
    • Der von IHS Markit erhobene Einkaufsmanager-Gesamtindex für die US-Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg im Februar auf 58,8 von 58,7 Punkten im Vormonat. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes sank dabei auf 58,5 von 59,2 Punkten im Vormonat.Der Index für den Service-Sektor legte auf 58,9 von 58,3 Punkten zu.
    • Die neue US-Regierung hat sich im Streit um das iranische Atomabkommen bereit zu Gesprächen mit Teheran erklärt. Die USA würden eine mögliche Einladung des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell zu einem Treffen mit Vertretern des Irans und der übrigen sechs Vertragsstaaten annehmen, um gemeinsam nach einer diplomatischen Lösung zu suchen, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington.
    • US-Finanzministerin Janet Yellen zufolge sind trotz der jüngsten starken Wirtschaftsdaten immer noch fiskalische Anreize notwendig. Dabei verwies sie auf die anhaltende Schwäche des Arbeitsmarktes, was sich mit dem Anstieg der US-Arbeitslosenanträge auf ein Vier-Wochen-Hoch deutlich gezeigt habe.
    • Der Höhenflug der Digitalwährung Bitcoin geht weiter. Am Freitag wurde ein Rekordhoch bei knapp 53.000 US-Dollar markiert. Für Kursauftrieb sorgte erneut Tesla-Chef Elon Musk. Über Twitter erklärte er, warum Kryptowährungen aus seiner Sicht traditionellen Währungen vorzuziehen seien. Wenn herkömmliche Währungen mit negativen Realzinsen belegt seien, würde sich nur ein Narr nicht anderweitig umschauen, schrieb Musk.
    • Das Robert Koch-Institut rechnet mit mehr Corona-Ausbrüchen in den kommenden Woche. „Wir stehen möglicherweise erneut an einem Wendepunkt. Der rückläufige Trend der letzten Wochen setzt sich nicht mehr fort", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Der Anteil der Variante B 1.1.7. steige rasant an. „Auch unter jüngeren Menschen."
    • Die Wirtschaftsleistung der Privatwirtschaft in der Eurozone sank im Februar zum vierten Mal hintereinander. Ausschlaggebend hierfür war die beschleunigte Talfahrt des Servicesektors, wo die Corona-bedingten Restriktionen vielen Unternehmen weiter zu schaffen machten. Mit aktuell 48,1 Punkten gegenüber 47,8 Zählern im Januar signalisiert der IHS Markit Flash Eurozone Composite-Index Produktion zwar eine leichte Verbesserung, er notiert damit allerdings zum vierten Mal hintereinander unter der neutralen Referenzlinie von 50 Punkten, ab der Wachstum angezeigt wird. Chris Williamson, Chief Business Economist bei IHS Markit, kommentierte: „Der anhaltende Corona-bedingten Lockdown schadete dem Eurozone-Servicesektor im Februar weiter erheblich. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Eurozone-BIP auch im ersten Quartal 2021 sinkt. Der beschleunigte Aufschwung in der Industrie milderte die Auswirkungen immerhin etwas ab, womit der jetzige Rückgang deutlich schwächer ausfallen dürfte als in der ersten Jahreshälfte 2020. Dank der beeindruckenden Performance der deutschen Industrie und dem Trend zu wieder stärkeren Produktionssteigerungen in den übrigen Ländern fiel das Produktionswachstum im Februar insgesamt so stark aus wie selten zuvor in den zurückliegenden drei Jahren".
    • Wie geht es ab 2022 in der EU weiter, wenn die Pandemie hoffentlich abklingt und sich die EU voraussichtlich im wirtschaftlichen Aufschwung befindet, fragt die DZ Bank? In der Debatte bilden sich zwei politische Lager heraus. Das eine fordert eine anhaltende expansive Fiskalpolitik, das andere mehr Sparsamkeit. „Wenn Spekulationen über eine Reduzierung der EZB-Anleihekäufe zunehmen sollten, dürfte sich die Debatte verschärfen. Ohne ein klares Signal der Staaten, ob und wie sie ihre Neuverschuldung reduzieren werden, dürfte die Skepsis der Investoren zunehmen“.
    • Goldfans sollten aus Sicht von Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank, die Flinte nicht ins Korn werfen. Zwar habe sich der Preis von seinem Rekordniveau entfernt. Doch das Mega-Argument der Zinslosigkeit verliere an Überzeugungskraft. So habe sich das globale Volumen negativ verzinster Anleihen von seinem Höchststand entfernt. Angesichts der steigenden Verschuldung seien zudem die Notenbank auch künftig zur Zinsdrückung gezwungen, selbst bei Inflationsanstieg. Noch negativere Realrenditen dürften Gold anhaltend begünstigen.
    • Die chinesische Regierung setzt Exil-Hongkonger auch in Deutschland unter Druck. „Seit Beginn der Proteste in der Sonderverwaltungsregion konnten Versuche staatlicher chinesischer Akteure in Deutschland festgestellt werden, die öffentliche Wahrnehmung der Geschehnisse im Sinne der chinesischen Regierung zu beeinflussen, so auch mittels eines Vorgehens gegen Unterstützer der Protestbewegung", schreibt das Bundesinnenministerium.
    • Der britische Regierungschef Boris Johnson hat zu einer noch schnelleren Herstellung von Impfstoffen aufgerufen. Ziel sei es, so Johnson, statt 300 Tage nur noch 100 Tage für die Entwicklung eines Impfstoffes zu benötigen, um bei künftigen Gesundheitskrisen zahlreiche Leben zu retten. „Die Entwicklung brauchbarer Coronavirus-Impfstoffe bietet die verlockende Aussicht auf eine Rückkehr zur Normalität, aber wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen", sagte Johnson.
    • Italiens neuer Ministerpräsident Mario Draghi geht mit einem Vertrauensvorschuss aus beiden Parlamentskammern in seine erste Amtszeit. In der Abgeordnetenkammer stimmte die überwältigende Mehrheit der Politiker für sein Kabinett. Im Senat hatte Draghi zuvor schon eine Mehrheit geholt. Mit der Zustimmung nahm der frühere EZB-Präsident die letzte formale Hürde für seine Regierung. Damit endet eine wochenlange politische Krise in Corona-Zeiten.
    • US-Präsident Joe Biden will die Corona-Impfinitiative Covax unterstützen - mit bis zu 4 Mrd. Dollar. Am Vorabend des Online-Treffens der G7 an diesem Freitag teilte das Weiße Haus mit, dass die USA zunächst zwei Mrd. Dollar bereitstellen wollten. Weitere Gelder sollen über einen Zeitraum von zwei Jahren freigegeben werden, unter der Voraussetzung, dass andere Geldgeber ebenfalls ihren Verpflichtungen nachkommen.
    • Nach dem Ausstieg unter Ex-Präsident Donald Trump sind die USA nun wieder offiziell Mitglied des Pariser Klimaabkommens. Am Freitag vollzogen die Vereinigten Staaten nach Angaben der UN die Rückkehr in den Vertrag von 2015. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hatte den Schritt der USA bereits als "Schlüsselmoment" auf dem Schritt zu einem nachhaltigeren Klimaschutz bezeichnet.
    • Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland waren im Januar um0,9 Prozent höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres 2020, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2020 stiegen die Produzentenpreise um 1,4 Prozent. Dies war die höchste Veränderung gegenüber einem Vormonat seit Juli 2008 (+2,0 %).
    • Wolfang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, rechnet mit einem weiterhin harten Kurs der amerikanischen Politik unter Joe Biden. „Wir dürfen nicht erwarten, dass jetzt so eine Art amerikanischer Schmusekurs stattfindet", sagte Ischinger im Gespräch mit dem Deutschlandfunk. Laut Ischinger fordern Republikaner wie auch Demokraten einen noch härteren Kurs gegen China.

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