London (Godmode-Trader.de) - Aluminium handelt diese Woche wieder deutlich unter der Marke von 1.800 US-Dollar je Tonne. In der vergangenen Woche war der Preis noch bis 1.833 US-Dollar/Tonnen gestiegen. Aus Sicht von Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann wackelt nun das 2½-Jahrestief von Mitte Juni bei 1.750 US-Dollar.

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    Aus fundamentaler Sicht spricht nach Erachten von Briesemann derzeit kaum etwas für nachhaltig höhere Preise. So laufe die globale Aluminiumproduktion weiterhin auf Hochtouren, während die Nachfrage Schwächen zeige. Gemäß Daten des International Aluminium Institute (IAI) lag die globale Aluminiumproduktion im Juni mit fast 175.000 Tonnen pro Tag leicht über dem Vormonat. Weltweit wurden im ersten Halbjahr 31,6 Mio. Tonnen Aluminium produziert. Damit lag die Produktion auf Vorjahresniveau.

    Vorletzte Woche hat ein großer US-Aluminiumproduzent zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten seine weltweite Nachfrageprognose reduziert. Er erwartet für dieses Jahr jetzt noch ein Nachfrageplus von 1,25 bis 2,25 Prozent. Zuletzt legte die globale Aluminiumnachfrage noch um 4 Prozent oder mehr pro Jahr zu. Gründe für die maue Dynamik sind der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die schwächere Konjunktur.