Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Nach der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump letzten Donnerstag, Zölle auf die Importe von Aluminium und Stahl zu verhängen, scheint sich die erste Aufregung um dieses Thema etwas gelegt zu haben. Einige Länder versuchen offenbar, bilaterale Vereinbarungen mit den USA auszuhandeln, um von den Zöllen ausgenommen zu werden. Eine dieser Ausnahmen scheint Australien zu sein, wie die Analysten der Commerzbank im aktuellen „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

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    Auch aus China seien über Nacht etwas gemäßigtere Kommentare gekommen. So sei China laut Aussagen des Handelsministers nicht an einem Handelskrieg interessiert und werde auch keinen starten. Allerdings würde das Land seine nationalen Interessen verteidigen. Die Wirtschaftsdialoge mit den USA würden weitergehen, heißt es weiter.

    „Die angekündigten Importzölle von Trump resultieren wohl wie gewünscht in einer höheren heimischen Produktion. So hat der Aluminiumproduzent Century Aluminum gestern angekündigt, in seiner Hawesville-Schmelzanlage in Kentucky vormals stillgelegte Produktionskapazitäten von 150.000 Tonnen pro Jahr wieder in Betrieb zu nehmen. Die ersten Elektrolyseöfen sollen Ende des zweiten Quartals wieder gestartet und Aluminium dann im dritten Quartal produziert werden. Die gesamten 150.000 Tonnen werden aber nicht vor Mitte 2019 wieder am Markt sein. Die höhere Aluminiumproduktion sollte auch dazu führen, dass die hohen physischen Prämien in den USA wieder sinken. Diese sind gestern auf 20 US-Cents je Pfund bzw. rund 440 US-Dollar je Tonne gestiegen, der höchste Wert seit drei Jahren“, so die Commerzbank-Analysten.