London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Vergangene Woche am Freitag sind die Ausnahmen der US-Importzölle auf Stahl und Aluminium für die EU, Kanada und Mexiko ausgelaufen. Damit belegt die USA ab sofort auch Aufschläge auf Importe von 25 Prozent auf Stahl und von 10 Prozent auf Aluminium. Kanada hat bereits entsprechende Konsequenzen gezogen und will ab dem 1. Juli seinerseits US-Produkte mit Strafzöllen belegen.

    Auch die EU kündigte umgehend als „Vergeltung“ Gegenmaßnahmen an und will ab dem 20. Juni bestimmte US-Produkte mit Zöllen belegen. Sollten die USA daraufhin wie angedroht Strafzölle auf Autoimporte aus der EU verhängen, würde dies den Handelskonflikt aus Sicht der Rohstoffexperten der Commerzbank auf eine neue Eskalationsstufe heben.

    Die Industriemetallpreise reagierten nur leicht auf die Verschärfung des Handelsstreits. Der Aluminiumpreis notierte am Dienstag um 0,5 Prozent höher bei üer 2.300 US-Dollar/Tonne. Auf Wochensicht bedeutet dies sogar einen Preiszuwachs von knapp zwei Prozent. Für Beruhigung sorgte nach Einschätzung der Commerzbank auch Chinas offizieller CFLP-Einkaufsmanageridex für die Industrie, der im Mai unerwartet auf ein Acht-Monatshoch bei 51,9 Punkten kletterte und damit eine anhaltende Expansion signalisiert.