London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Am Montag knackte der Preis pro Tonne Aluminium die Marke von 3.000 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand an der LME seit Juli 2008. Zuletzt kostete die Tonne in London wieder knapp 2.900 Dollar. An der SHFE notierte die Tonne heute bei 23.800 Yuan (3.680 Dollar), soviel wie zuletzt vor mehr als 15 Jahren. Bis zum Rekordhoch an der LME sind es laut Commerzbank noch etwa 13 Prozent, das Allzeithoch in Shanghai sei aber nur noch einen „Steinwurf“ entfernt.

Seit Anfang des Jahres ist der Preis nun um fast 50 Prozent hochgeklettert. Angetrieben werden die Aluminiumpreise weiter von Angebotssorgen, vor allem mit Blick auf die Versorgung in Guinea nach dem Militärputsch. Das westafrikanische Land ist einer der führenden Lieferanten des Rohstoffs Bauxit, aus dem Aluminium hergestellt wird. Rund 20 Prozent der weltweiten Produktion entstammen dem Vorkommen in dem Krisenland.

Neben verschiedenen Produktionsproblemen der letzten Monate waren die Logistikschwierigkeiten - ein Folgeproblem der Corona-Krise - und die Verfügbarkeit von Arbeitskräften die größten Sorgen am Aluminiummarkt. Die Analysten der Commerzbank halten die aktuellen Preise zwar für zu hoch und Aluminium sei aus technischer Sicht überkauft, eine Trendwende zeichne sich aber noch nicht ab.