Immer wieder war darüber spekuliert worden, dass Amazon auch Arzneimittel online vertreiben könnte. In den USA ist es jetzt soweit: Amazon stellte am Dienstag ein neues Angebot namens Amazon Pharmacy vor, das ab sofort an den Start geht. Bereits vor eineinhalb Jahren hatte Amazon die Online-Apotheke Pillpack in den USA übernommen, deren Angebot nun als Basis für Amazon Pharmacy dient.

Mit Amazon Pharmacy können Kunden in den USA sich künftig verschreibungspflichtige Medikamente direkt von Amazon nach Hause liefern lassen. Kunden von Amazon Prime zahlen für die Lieferung keine Gebühren. Das Angebot ist auch direkt mit den größten Krankenversicherungen und dem Programm Medicare verknüpft, so dass die Abrechnung für die Arzneimittel unkompliziert erfolgt. Amazon Pharmacy bietet außerdem eine Beratung von Kunden durch Pharmazeuten, sowohl per Chat, als auch telefonisch an.

Der Arzneimittelmarkt in den USA ist hart umkämpft. Neben Drogeriebetreibern wie CVS und Walgreens vertreiben teilweise auch Supermarktketten wie Walmart verschreibungspflichtige Medikamente. Zudem gibt es bereits zahlreiche Online-Apotheken. Wegen der Bekanntheit und Größe von Amazon wird allerdings erwartet, dass Amazon einen nicht unerheblichen Teil dieses Marktes für sich erobern kann.

Aus Angst, dass Amazon sein Angebot womöglich auf absehbare Zeit auch nach Deutschland bringen könnte, verlieren die Aktien von Shop Apotheke Europe und Zur Rose Group am Dienstag mehr als vier Prozent. Beide Unternehmen betreiben mit Shop Apotheke und DocMorris zwei führende Online-Apotheken in Deutschland.

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