• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 1.463,250 $/oz.
  • S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 3.085,18 Pkt

Das passt ja weder wie die Faust aufs Auge: Während sich Aktienanleger in ihrer grenzenlosen Gier das perfekte Umfeld für einen herben Rückschlag geschaffen haben, wurden die Edelmetallmärkte noch einmal derart massiv unter Wasser gedrückt, dass dort jetzt das perfekte Umfeld für weitere Zukäufe herrscht:

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Verunsicherung und vordergründig angeschlagene Chartbilder.

Doch zunächst ein Blick auf die Aktienmärkte in den USA: Dort herrscht offenbar gerade eine Art „Anlagenotstand“. In ihrer Kaufpanik wissen die Investoren weder ein noch aus und jeder scheint sich zu beeilen, sozusagen in letzter Sekunde noch auf den rasenden Zug aufspringen zu wollen. In der Folge hat der Angst- und Gier-Indikator des Börsensender CNN eine Art Rekordniveau erreicht: Mit 91 Punkten ist die Tachonadel jetzt nahezu am Anschlag:

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Der Gier-Tachometer zeigt: Der Aktienmarkt ist heißgelaufen...

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Sichere Wette: Die Euphorie an den Aktienmärkten erreicht ihre obere Umkehrzone...

Zugleich wurden die Edelmetalle in die entgegengesetzte Richtung gebürstet: Der jüngste Einbruch dürfte insbesondere all jene überrascht haben, die sich mit ihren gehebelten Long-Engagements zu weit aus dem Fenster gelehnt hatten. Es geschieht ihnen recht, denn so etwas kauft man nicht in Zeiten einer erkennbar um sich greifenden Schulden- und Finanzkrise. Verbuchen Sie die Verluste als Lehrgeld, dann hatte das Ganze wenigstens einen Sinn…

Viel interessanter als das Gold selbst, sind freilich wie üblich die Aktien der Edelmetall-Produzenten:

Anders als man erwarten würde, ist bei den Edelmetallaktien in der jüngsten Abwärtswelle beim Gold gar nicht viel passiert. Die Minenwerte haben den Einbruch mit relativer Stärke gekontert. Das Kursgeschehen auf Wochenbasis hat weiterhin bullischen Charakter. Beispielhaft zeigen dies der Minenindex XAU und der US-amerikanische Goldminen ETF mit dem Kürzel GDX. Dazu die beiden folgenden Grafiken.

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Der Goldminen-ETF mit dem Kürzel GDX bildet eine bullische Konsolidierungsformation…

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Von wegen Ausverkauf: Der jüngste Kursrutsch beim Gold hat die Minenwerte aus dem XAU kaum tangiert…

Die starke Vorstellung der Minenwerte dürfte mit der enormen Unterbewertung des gesamten Sektors zusammenhängen: Gemessen am Goldpreis notiert der Barron´s Goldminen Index (BGMI) auf einem 70-Jahres-Tief. Das ist schon eine Hausnummer, die verdeutlicht, dass die Minenaktien selbst bei einer Goldschwäche von einigen Wochen kaum noch Luft nach unten haben. Dazu die folgende Grafik:

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Und während die zahlreichen Trendfolger bei den Edelmetallen jetzt wieder auf „klare Signale“ warten, ehe sie zögerlich zur Tat schreiten, halten es erfahrene Kontra-Strategen lieber mit der Devise, dass man genau dann einsteigt, wenn das Umfeld alles andere als perfekt aussieht.

Denn an den Gründen für eine anrollende Jahrhunderthausse bei den Rohstoffen und den Edelmetallen hat sich in den vergangenen Tagen nicht das Geringste geändert:

Systembedingt werden die Notenbanken in den kommenden Jahren durch eine Ausweitung der Geldmenge dort für Kurssteigerungen sorgen, die ihresgleichen suchen. Flankiert werden diese euphemistisch als „Rettungsmaßnahmen“ deklarierten Beruhigungspillen in den kommenden Jahren allerdings durch einen Aspekt, der dem Geschehen besondere Brisanz verleiht:

Schon heute ist absehbar, dass die ganze Retterei eines Tages zu einem explosionsartig einbrechenden Vertrauen der Akteure in die Allmacht der Notenbanken führen wird.

Wann dieser Zeitpunkt erreicht ist, das kann heute niemand sagen. Dass dieser Zeitpunkt kommt, ist jedoch eine sichere Wette, wie ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt. Die Folgen werden so gravierend sein, dass das ganze vermeintlich bedeutende Spektakel an den Börsen dann in einem ganz anderen Licht erscheinen wird:

Die kommende Krise wird die Perspektiven und Bedeutungs-Hierarchien der meisten Menschen ordentlich zurechtrücken. Glücklicherweise, denn darin liegt die eigentliche Chance der kommenden Ereignisse…

Fazit und Empfehlung:

Während Aktienanleger allmählich in Deckung gehen sollten, das aber nicht tun werden, weil ihnen die Gier wie üblich den Verstand vernebelt, können sich Edelmetall-Investoren in der anrückenden Vorweihnachtszeit noch einmal für ein nettes Geschenk bedanken:

Wie schon mehrfach in den vergangenen Jahren beobachtet, bietet sich Anlegern mit Weitblick im Zeitraum um die Münchner Edelmetall-Messe herum das perfekte Umfeld für weitere Zukäufe bei physischen Edelmetallen, wie auch bei den Minenaktien. Die Messe findet heute und morgen, Freitag und Samstag, den 08. und 09. November 2019, auf dem MVG-Gelände, Ständlerstraße 20, in München statt…

Und falls Sie noch auf der Suche sind nach aussichtsreichen Edelmetall-Aktien, dann schauen Sie doch einmal bei uns vorbei. Das Thema bildet aus naheliegenden Gründen seit Jahren einen unserer Schwerpunkte...

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Zum Autor:

Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG. Weitere Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de


Andreas Hoose vertritt mit diesem Artikel seine eigene Meinung. Diese muss sich nicht zwangsläufig mit der Meinung von GodmodeTrader decken. Es erfolgt keine Prüfung durch eine Schlussredaktion.