Die globalen Nettomittelzuflüsse in börsengehandelte Indexprodukte (Exchange Traded Products, ETPs) wie ETFs, ETNs und ETCs erreichten im November 15,8 Milliarden Dollar. Damit halbierten sie sich gegenüber Oktober, als noch 32,9 Milliarden US-Dollar in entsprechende Anlageprodukte geflossen waren. Die Anleger setzten offenbar zunehmend darauf, dass die US-Notenbank Fed ihre Anleihekäufe eher früher als später zurückfahren könnte.

Besonders bei Produkten auf die weltweiten Aktienmärkte agierten die Anleger im November deutlich vorsichtiger. Die Nettomittelzuflüsse beliefen sich nur noch auf rund 16,8 Milliarden Dollar, nachdem im Oktober noch 35,9 Milliarden Dollar in entsprechende Produkte geflossen waren. Schwellenländer-ETFs, die besonders anfällig auf Veränderungen in der US-Geldpolitik reagieren dürften, verzeichneten nach zwei Monaten mit Zuflüssen nun Abflüsse in Höhe von 4,7 Milliarden Dollar. Aktienprodukte auf die Märkte von Industriestaaten verbuchten hingegen 21,5 Milliarden Dollar frisches Kapital.

Anleiheprodukte verzeichneten mit 0,9 Milliarden Dollar erneut nur sehr geringe Zuflüsse, nach 0,7 Milliarden Dollar im Vormonat. Breit diversifizierte Anleiheprodukte und solche auf US-Kurzläufer und europäische Staatsanleihen waren laut BlackRock gefragt. Im Gegensatz dazu mussten ETPs auf Unternehmensanleihen mit Investmentgrade-Ratings Abflüsse hinnehmen, während sich bei Hochzinsprodukten die Zuflüsse abschwächten.

Der db x-trackers ETF auf den DAX verzeichnete übrigens im bisherigen Jahresverlauf die dritthöchsten Nettomittelabflüsse aller weltweiten Indexprodukte. Wir berichteten bereits am 26. November (hier) über die außergewöhnliche Verkaufswelle bei diesem ETF. Die beiden ETFs die noch höhere Nettomittelabflüsse verbuchten, darunter das weltgrößte Goldprodukt SPDR Gold, haben allerdings auch ein deutlich höheres Volumen. Bezogen auf das jeweilige Volumen waren die Abflüsse beim db x-trackers DAX ETF so hoch wie bei keinem anderen Indexprodukt. Von Januar bis November wurden Anlagegelder in Höhe von 7,666 Milliarden US-Dollar aus dem Produkt abgezogen. Das Volumen des ETFs betrug Ende November noch 3,032 Milliarden Dollar.