• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.232,050 $/Unze
  • Silber - Kürzel: XAG/USD - ISIN: XC0009653103
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 14,729 $/Unze

New York/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Finanzmärkte sind in diesem Jahr turbulenter geworden. Die vergangenen Wochen brachten neue Unsicherheiten, die Anleger sehnen sich nach sicheren Anlagen. Zuletzt waren das u. a. der US-Dollar, im Rohstoffbereich aber auch Rohöl. Doch nun deutet sich hier eine Trendwende an.

Statt auf den Rohstoff Öl vertrauen die Anleger wieder verstärkt Edelmetallen als sicheren Hafen. „Gold profitiert derzeit von der verstärkten Risikowahrnehmung der Anleger“, sagt Commerzbank-Rohstoffexperte Eugen Weinberg. So betrachtet könnte das Metall wieder seine klassische Rolle als Vermögensschutz in unruhigen Zeiten spielen, ergänzte Coba-Analystenkollege Carsten Fritsch. Auch der Silberpreis, der zuletzt noch stärker unter Druck stand als der Goldpreis, setzte zu einem Comeback an.

Gold notiert wieder über der Marke von 1.230 US-Dollar/Unze, zuletzt bei 1.233 US-Dollar. Nachdem der Preis für das Edelmetall über Monate in der Nähe der 1.200er-Marke festgeklebt zu sein schien, hat er innerhalb der letzten vier Wochen um 3,5 Prozent zugelegt. Silber steuert wieder auf die 15,00er Schwelle zu, zuletzt bei 14,74 US-Dollar/Unze. Auch hier kann sich der Preis deutlich erholen, auf Sicht eines Monats immerhin um zweieinhalb Prozent.

Das Zünglein an der Waage spielen offenbar die Spekulanten, wie Daten der US-Aufsichtsbehörde CFTC über den Handel an den Terminbörsen zeigen .Mitte Oktober war die Netto-Short-Positionen, also Wetten auf fallende Goldpreise noch auf einem Rekordstand. Doch innerhalb weniger Tage haben die Anleger ihre Positionen um über die Hälfte reduziert. „In Anbetracht des Ausmaßes der Positionsglattstellungen hätten wir allerdings erwartet, dass der Goldpreis noch stärker steigt“, kommentierte Weinberg. Dennoch bestehe von dieser Seite weiteres Aufwärtspotenzial für den Goldpreis, da die Netto-Short-Positionen noch immer beträchtlich seien.