• Markit: US-Wirtschaft kämpft sich aus der Talsohle heraus
    • US-Häusermarkt erholt sich spürbar
    • Markit: Eurozone-Talfahrt schwächt sich spürbar ab
    • Wirtschaftsweise streichen BIP-Prognose zusammen
    • Verwirrung um US/China-Handelsabkommen
    • BA: Mehr als 3 Mio. Arbeitslose im Sommer
    • ifo: Firmen rechnen mit weniger Dienstreisen nach Corona-Krise
    • USA setzen Vergabe von Arbeitsvisa aus
    • Trump kann sich Treffen mit Maduro vorstellen
    • Klöckner & Co.: Q2 besser als gedacht
    • Ex-Wirecard-CEO Markus Braun festgenommen
    • Apple ersetzt Intel-Chips bei Macs
    • Bayer schließt angeblich Glyphosat-Vergleich in USA
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    Märkte & Wall Street

    • Auch wenn die Wirtschaftsweisen ihre Prognose für die deutsche Konjunktur zusammengestrichen haben, es gibt auch positive Signale. Denn zunehmende Lebenszeichen sendet die deutsche Wirtschaft schon jetzt. Die Markit-Einkaufsmanagerindizes sind im Juni stärker gestiegen als erwartet, auch wenn sie immer noch unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten liegen. Dazu kommen ermutigende Töne von US-Präsident Trump, der das Handelsabkommen mit China als intakt bezeichnet hat. Fakt sei, dass der Handelsdeal weiterhin Bestand habe, sagte ein Marktteilneher. Wie lange das so bleibe, könne allerdings niemand vorhersagen. An den Märkten wird heute jeglicher Pessimismus beiseite gewischt. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Plus von 2,13 Prozent auf 12.523,76 Punkte. Wirecard-Aktien holen zur Stunde mächtig auf. Ex-Unternehmens-Chef Braun wurde festgenommen. Der in einen Bilanzskandal verwickelte Zahlungsdienstleister selbst plant unterdessen, seine Geschäfte in Singapur mit einer eigenen Lizenz in dem Land am Laufen zu halten. Ein entsprechender Antrag sei bei Singapurs Zentralbank eingegangen, teilte die dortige Finanzaufsicht mit.
    • An der Technologiebörse Nasdaq purzeln weiter die Rekorde. Die Indizes Nasdaq 100 und Nasdaq Composite kletterten auch am Dienstag auf neue Allzeithochs. Angetrieben wird die Rally unter anderem von neuen Kursrekorden bei den Aktien von Apple, Amazon und Microsoft. Auch am breiteren US-Aktienmarkt geht es aufwärts. In Dow Jones und S&P 500 wurden neue Rekordstände erreicht, nachdem US-Regierungsberater Larry Kudlow einen zweiten Lockdown wegen des Coronavirus ausschloss.
    • Die US-Indizes begannen den Handel im Plus und konnten dann weiter zulegen, kamen aber zum Tagesende wieder zurück, nachdem US-Finanzminister von einer möglichen Abkopplung von China sprach. Der S&P 500 verbesserte sich um 0,43 Prozent, der Dow Jones um 0,50 Prozent und der Nasdaq 100 schloss 0,78 Prozent im Plus.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmensnachrichten

    • Der Streaming-Dienst Disney+ des Medienkonzerns Walt Disney wird ab dem 15. September in Portugal, Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland, Island, Belgien und Luxemburg an den Start gehen.
    • Der Gesundheitskonzern Fresenius bekommt ein neues Vorstandsmitglied. Bosch-Manager Sebastian Biedenkopf werde zum 1. Januar 2021 neuer Vorstand für Recht, Compliance und Personal sowie Arbeitsdirektor, teilte der Konzern am Dienstag mit. Biedenkopf folgt auf Jürgen Götz, der das Unternehmen Ende Juni "auf eigenen Wunsch" verlasse.
    • Der Mobilfunkkonzern Vodafone will in Deutschland die Industrie mit 5G-Technik versorgen. Der Vernetzung von Fabriken soll zu einem eigenen Geschäftszweig ausgebaut werden. Ab sofort biete man für Mittelstand und Großkunden maßgeschneiderte 5G-Netze an, kündigte Vodafone an. Auch eine Anbindung der Firmennetze an das übergreifende Mobilfunknetz, über das auch alle Endkunden kommunizieren, soll möglich sein.
    • Für die Produktion seiner Lithium-Ionen-Batterien will Tesla eine Partnerschaft mit dem Bergbaukonzern Glencore eingehen, wie CNBC unter Berufung auf Branchenangaben berichtete. Demnach plant Tesla für den Bau seiner Lithium-Ionen-Batterien in der neuen Berliner Gigafactory und auch in weiteren künftigen Fabriken, eine Zusammenarbeit mit dem Bergbau-Unternehmen. Auch in Teslas Gigafactory in Shanghai kommt das Kobalt des Bergbaugiganten für die Fertigung der Akkus bereits zum Einsatz.
    • Apple verabschiedet sich langfristig von Intel-Prozessoren in den Mac-Rechnern. Dies kündigte der Konzern zu Beginn seiner Worldwide Developers Conference, WWDC, an. Für die eigenen Prozessoren aus iPhone und iPad muss sämtliche Software angepasst werden: ein Großprojekt, das sich über zwei Jahre ziehen wird. Wenig überraschend kommt ein neues Betriebssystem - das neue iOS 14 für das iPhone. iOS 14 konzentriert sich auf eine moderate Umgestaltung des Bediensystems und Verbesserungen in Details.
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Die US-Fluggesellschaft American Airlines kann sich Kreisen zufolge mehr Geld am Kapitalmarkt besorgen als zunächst gedacht. Über den Verkauf von Aktien und Wandelanleihen kann sich die Airline 2 Mrd. Dollar beschaffen, berichtete Bloomberg am Dienstag. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern.
    • Der Online-Händler Amazon will laut "Wall Street Journal" einen internen Risikokapitalfonds in Höhe von 2 Mrd. Dollar auflegen. „Der Fond hat Technologieinvestitionen im Fokus, um die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern“, berichtete die Zeitung.
    • Der US-Händler für Industriebedarfsgütern, W. W. Grainger, hat sein China-Geschäft (Grainger China LLC) an das Management (Buyout) sowie die chinesischen Beteiligungsgesellschaft Sinovation Ventures vekauft. Finanzielle Details wurden nicht genannt.
    • Siemens will zusammen mit dem auf Kundenbeziehungsmanagement spezialisierten US-Softwareunternehmen Salesforce ein Programmpaket für sichere Arbeitsumgebungen anbieten. Vereinbart wurde dazu eine strategische Partnerschaft.
    • Facebooks Foto-App Instagram weitet den Test des Kurzvideo-Formats Reels auf Deutschland aus. Reels werden bei Instagram bis zu 15 Sekunden lange Videos genannt, die mit Musik oder Spezialeffekten unterlegt sein können. Vor allem die chinesische Plattform TikTok wurde mit solchen kurzen Clips extrem erfolgreich.
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Der Pharmakonzern Gilead Sciences hat heute angekündigt für 275 Mio. Dollar 49,9 Prozent der Anteile an Pionyr Immunotherapeutics zu kaufen. Gilead hat sich zudem die Option auf alle restlichen Anteile zu einem Preis von 315 Mio. Dollar gesichert. Pionyr entwickelt Krebs-Immuntherapien.
    • Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat einem Bericht des Handelsblatt zufolge in den USA einen Vergleich mit den Klägern wegen des Unkrautvernichters Glyphosat festgezurrt. Bayer zahlt demnach zwischen 8 und 10 Mrd. Dollar, eine unterschriftsreife Einigung liege vor. Über sie müsse der Aufsichtsrat des Konzerns noch beraten und abstimmen, hieß es. Bayer hat sich bislang noch nicht offiziell geäußert.
    • Das Wirecard-Drama spitzt sich weiter zu. Der ehemalige Vorstandschef Markus Braun ist festgenommen worden, wie die Münchner Staatsanwaltschaft mitteilte. Markus Braun habe sich am Montagabend gestellt, teilte die Strafverfolgungsbehörde am Dienstag mit. Er werde im Laufe des Tages der Ermittlungsrichterin vorgeführt, die über eine Haft entscheide. Gegen Braun wird wegen Bilanzfälschung und Marktmanipulation ermittelt. Er hat am Freitag im Skandal um fehlende Treuhandkonten seinen Vorstandsposten geräumt. Der festgenommene Braun ist gegen Kaution von fünf Millionen Euro mittlerweile wieder auf freien Fuß. Das Amtsgericht habe den Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt, so die Staatsanwaltschaft München am Dienstagmittag.
    • Wirecard hat am Montag eingeräumt, die verschwundenen 1,9 Mrd. Euro seien mit „überwiegender Wahrscheinlichkeit” gar nicht existent. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf Insider, dass dem Ex-Firmenchef Markus Braun und dem inzwischen gekündigten Vorstand Jan Marsalek, gegen die die Staatsanwaltschaft München ermittelt, nun sogar Haftbefehle drohen. Hintergrund dafür sei eine mögliche Fluchtgefahr, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Juristen zu Reuters. Marsalek war für das operative Tagesgeschäft auch in Südostasien zuständig, wo die Affäre ihren Anfang nahm. Die Anwälte von Braun und Marsalek lehnten einen Kommentar gegenüber der Nachrichtenagentur ab. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt bereits wegen des Verdachts der Marktmanipulation gegen Braun, Marsalek und zwei weitere Vorstände. Am Montag erklärte die Behörde, sie prüfe nun eine Ausweitung der Ermittlungen. „Wir prüfen alle in Betracht kommenden Straftaten”, sagte eine Behördensprecherin.
    • Apple stellt seine Mac-Computer von Intel-Prozessoren auf Chips aus eigener Entwicklung um. Damit werden künftige Apple-Computer auf derselben technischen Plattform wie iPhones laufen. Die ersten Macs mit der neuen Chip-Architektur sollen Ende des Jahres auf den Markt kommen, kündigte CEO Tim Cook an.
    • Die Lufthansa bietet nach der monatelangen virusbedingten Abstinenz wieder Linienflüge auf das chinesische Festland an. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, soll es ab dem 24. Juni jeweils einmal pro Woche eine Verbindung von Frankfurt nach Shanghai geben. Ein weiterer Flug sei jeden Freitag von Shanghai nach Frankfurt angesetzt. Laut Lufthansa sind es die ersten regulären Flüge der Gruppe nach Festlandchina seit Ende Januar.
    • Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer muss im US-Bundesstaat Kalifornien nicht auf mögliche Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup hinweisen. In einer Entscheidung vom Montag gab ein Bundesrichter in Sacramento dem Antrag von Bayer und anderen Unternehmen statt, solch einer Auflage des Bundesstaates nicht nachkommen zu müssen.
    • Der Stahlhändler Klöckner & Co. erwartet wegen überraschend positiver Kosteneffekte nun neu ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 0 und 10 Mio. Euro. Zuvor waren die Duisburger von einem negativen Ergebnis ausgegangen. Vor allem der Abbau von 1.200 Arbeitsplätzen habe sich positiv bemerkbar gemacht und konnte die negativen Auswirkungen der Pandemie abmildern, hieß es am Montagabend nach Börsenschluss in einer Mitteilung.
    • Der Immobilienkonzern LEG zeigt sich für das laufende Jahr etwas optimistischer als zuvor. Die LEG erwartet aus neuen Übernahmen von 7.500 Wohneinheiten bereits im laufenden Jahr erste positive Ergebnisbeiträge. Daher geht der Konzern davon aus, 2020 bei der operativen Gewinnkennziffer FFO I die obere Hälfte der Zielbandbreite von 370 bis 380 Mio. Euro erreichen zu können.
    • Der Flugverkehr dürfte nicht vor 2023, vielleicht sogar erst 2025 wieder zu seinem Niveau von vor der Covid-19-Pandemie zurückkehren, erwartet Airbus-Chef Guillaume Faury. Das geht aus einem Brief an die Mitarbeiter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns hervor. Das Ausmaß der Krise zwinge Airbus dazu, sich noch stärker als bisher anzupassen und bittere Entscheidungen zu treffen, die notwendig seien, um die Zukunft des Konzerns zu schützen, schreibt er.

    Konjunktur & Politik

    • US-Regierungsberater Larry Kudlow hat einen zweiten Lockdown wegen des Coronavirus in den USA ausgeschlossen. Es werde definitiv keinen zweiten Lockdown geben, sagte Kudlow in einem Interview mit "Fox Business". Es werde auch keine zweite Welle geben. Steuererleichterungen könnten vielleicht Teil eines neuen Hilfspaketes sein, so Kudlow.
    • Im US-Privatsektor zeichnet sich im Juni eine Trendwende ab. Sowohl die Hersteller als auch die Dienstleistungsunternehmen verzeichneten im Vergleich zum Mai wesentlich geringere Produktionsrückgänge. Saisonbereinigt verzeichnete der IHS Markit Flash U.S. Composite PMI Output-Index einen Stand von 46,8 Punkten, nach 37,0 Zählern im Mai. „Die Flashdaten des PMI zeigen, dass der US-Wirtschaftsabschwung im Juni merklich nachließ“, kommentierte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. „Das zweite Quartal begann mit einem alarmierenden Zusammenbruch, aber Produktion und Arbeitsplätze kontraktieren nun sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor nur noch mit bescheideneren Raten“. Die Verbesserung nähere Hoffnungen, dass die US-Wirtschaft im dritten Quartal in die Wachstumszone zurückkehre, so Williamson.
    • Die Neubauverkäufe in den USA sind im Mai um 16,6 Prozent auf annualisiert 676.000 Häuser gestiegen, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Im März und April waren die Verkäufe dagegen deutlich zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Verkäufe im Mai um 12,7 Prozent.
    • Die Internetwirtschaft in Deutschland ist mit Abstand der am dynamischsten wachsende Wirtschaftssektor. Das geht aus einer Studie des Branchenverbandes eco und der Unternehmensberatung Arthur D. Little hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Internetwirtschaft sei bereits in etwa so groß wie die Chemie- & Pharmaindustrie und werde in den nächsten Jahren die Elektro- und Ernährungsindustrie einholen.
    • US-Präsident Trump wollte beim Nato-Gipfel im Juli 2018 nach Angaben seines damaligen Sicherheitsberaters John Bolton mit einem Austritt der USA aus dem Bündnis drohen. Bolton schrieb in seinem Buch "The Room Where It Happened“, Trump habe ihn am Morgen des zweiten Gipfeltages in Brüssel am Telefon darüber informiert.
    • Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit infolge der Corona-Pandemie in den USA hat US-Präsident Trump legale Einwanderung bis zum Jahresende größtenteils ausgesetzt. Trump verlängerte am Montag eine im April zunächst für 60 Tage angeordnete Regelung, die im Wesentlichen Ausländer betrifft, die sich um eine Green Card für den dauerhaften Aufenthalt in den Vereinigten Staaten bemühen. Die Verfügung sieht darüber hinaus die Aussetzung von verschiedenen Arbeitsvisa vor.
    • Die sog. Wirtschaftsweisen haben ihre Prognose für die deutsche Konjunktur zusammengestrichen. Die Experten, die die Bundesregierung beraten, gehen nun davon aus, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2020 um 6,5 Prozent schrumpfen wird. Wie viele andere Ökonomen sind aber auch die Wirtschaftsweisen zuversichtlich, dass Europas größte Volkswirtschaft schon im nächsten Jahr wieder auf Wachstumskurs zurückkehren wird. Für das Jahr 2021 prognostiziert der Sachverständigenrat 4,9 Prozent Wachstum.
    • Infolge der Aufhebung weiterer Restriktionen und Beschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hat sich die Talfahrt der Eurozone im Juni den zweiten Monat hintereinander deutlich verlangsamt. Der entsprechende IHS Markit Flash Eurozone Composite Index Produktion legte binnen Monatsfrist um 15,6 auf 47,5 Punkte im Juni zu. Das ist der höchste Wert seit Februar. Im April war der Frühindikator auf ein Rekordtief von 13,6 Punkte abgesackt. Bis auf den Indexanstieg im Mai hatte der Index laut IHS Markit noch nie zuvor so stark zugelegt wie diesmal. Gleichwohl signalisierte er weiter rückläufiges Wachstum. „Wie der Eurozone PMI-Flash zeigt, hat sich die Talfahrt der Eurozone im Juni abermals substanziell verlangsamt. Produktion und Nachfrage gingen zwar weiter zurück, kollabierten aber nicht mehr“, kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson. „Zwar dürfte das BIP im zweiten Quartal 2020 mit noch nie dagewesener Rate sinken, doch nährt der PMI-Anstieg die Erwartungen, dass die gelockerten Ausgangssperren der Rezession bis zum Sommer ein Ende bereiten werden“.
    • Laut dem Handelsberater des Weißen Hauses, Peter Navarro, ist das Handelsabkommen zwischen den USA und China nicht mehr existent. „Es ist vorbei”, sagte Navarro laut Reuters in einem Interview mit dem Sender Fox News am Montag. Der Wendepunkt sei für die USA gewesen, dass die Vereinigten Staaten erst kurz nach der Abreise der chinesischen Delegation nach der Unterzeichnung des Phase-1-Abkommens am 15. Januar von der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus erfahren hätten. „Es war zu einer Zeit, als sie bereits Hunderttausende von Menschen in unser Land geschickt hatten, um dieses Virus zu verbreiten, und es war nur wenige Minuten nach dem Abflug, dass wir von dieser Pandemie hörten”, zitierte Reuters den China-Kritiker aus dem Interview. Später ruderte Navarro zurück. Seine Aussage, dass “es vorbei sei” sei „aus dem Zusammenhang gerissen worden”. Mit dem Handelsabkommen der Phase I habe es nichts zu tun. Er habe über das mangelnde Vertrauen gegenüber der Kommunistischen Partei Chinas gesprochen, nachdem Peking über den „Ausbruch des Corona-Virus gelogen und der Welt eine Pandemie aufgezwungen haben”. Auch US-Präsident Trump betonte später auf Twitter, dass das Abkommen „völlig intakt” sei.
    • Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erwartet, dass die Arbeitslosigkeit im Sommer erstmals seit zehn Jahren auf mehr als drei Millionen steigt. BA-Chef Detlef Scheele sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Wir werden im Sommer voraussichtlich die Drei-Millionen-Marke überschreiten.“ Er hoffe aber, dass sich die Lage nach dem Sommer bessere. Damit die Arbeitslosenzahl im Herbst wieder sinke, müssten die Lockerungen der Corona-Restriktionen in der Gastronomie und der Reisebranche wirken, der Welthandel in Gang kommen und das Konjunkturpaket der Bundesregierung anlaufen. Besonders hart treffe die Corona-Krise befristet Beschäftigte, Zeitarbeiter, Jugendliche und Frauen, betonte Scheele.
    • 57 Prozent der deutschen Unternehmen halten es für wahrscheinlich, dass sie ihre Geschäftsreisen dauerhaft als Folge der Coronakrise einschränken. Das geht aus der Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. Die Industrie geht mit 64 Prozent voran, gefolgt von den Dienstleistern mit 60 Prozent. „Die Folgen der Coronakrise werden manche Branchen noch sehr lange begleiten, so Fluggesellschaften, Bahnen, Hotels und Restaurants“, sagt ifo Forscher Stefan Sauer.
    • Der Nominallohnindex in Deutschland ist im ersten Quartal um knapp 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilt,e. Die Verbraucherpreise legten im selben Zeitraum um gut 1,6 Prozent zu. Dies ergibt unterm Strich einen realen (preisbereinigten) Verdienstzuwachs von 0,4 Prozent. Laut Bundesamt ist dies die schwächste Steigerungsrate der Reallöhne seit dem vierten Quartal 2013.
    • Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit als Folge der Corona-Pandemie will die US-Regierung die Vergabe bestimmter Arbeitsvisa bis Ende des Jahres aussetzen. Betroffen seien u. a. die H-1B- (für Fachkräfte und Wissenschaftler) und L-1-Visa (firmeninterne Versetzung eines Mitarbeiters), die befristete Arbeitsgenehmigungen in den USA beinhalten, erklärte ein Regierungsbeamter am Montag.
    • Eigentlich erkennen die USA den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro nicht mehr als Staatsführer an. US-Präsident Donald Trump kann sich ein Treffen mit ihm dennoch vorstellen. „Ich würde vielleicht darüber nachdenken", sagte er in einem Interview am Sonntag. Am Montag relativierte er auf Twitter: Er sei immer an der Seite des venezolanischen Volkes gestanden, schrieb Trump. „Ich würde mich mit Maduro nur treffen, um über eine Sache zu sprechen: einen friedlichen Rückzug von der Macht.“

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