Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Qualcomm hat in seinem Patentstreit mit Apple vor dem Landgericht München ein Verkaufsverbot für Deutschland für die iPhone-Modelle 7, 8 und X (letzteres wird aber nicht mehr produziert) erstritten. Sobald Qualcomm in den kommenden Tagen eine Sicherheitsleistung von mindestens 668,4 Mio. Euro hinterlegt hat, wird Apple den Verkauf der beiden iPhone-Modelle in den 15 deutschen Apple Stores stoppen.

    ANZEIGE

    Aus dem Urteil geht Independent Research-Analyst Markus Friebel von keinen nachhaltigen bzw. signifikanten Belastungen für Apple aus. Problematischer seien derzeit eher das sich eintrübende Konjunkturumfeld und die sinkende Smartphone-Nachfrage, weshalb die Apple-Aktie in einem schwachen Börsenumfeld seit Anfang November auch deutlich um knapp 30 Prozent an Wert verloren habe.

    Apple hat seine iPhone-Verkaufspreise insbesondere seit dem iPhone X von 2017 stark angehoben. „Vor allem im Zuge der sich derzeit eintrübenden Konjunktur sind die Kunden nun allerdings immer weniger bereit, deutlich höhere Preise zu bezahlen und nutzen ihre Geräte stattdessen länger“, erläutert Friebel.

    Da sich die Konjunkturperspektiven zuletzt verdüstert haben, senkte der Experte seine Gewinnschätzungen und votiert aufgrund der attraktiven Bewertung, der trotz allem stabilen Umsatz- und Gewinnentwicklung, sowie der loyalen Kundenbasis bei einem auf 205,00 (alt: 260,00) US-Dollar reduzierten Kursziel weiterhin mit „Kaufen“ für die Aktie von Apple.

    Goldman Sachs hat neben der schwachen Nachfrage auch das Preis-Leistungs-Verhältnis der neuen Modelle kritisiert. Die US-Investmentbank senkte jüngst das Kursziel von 209 auf 182 US-Dollar. Auch das Finanzunternehmen Conaccord Genuity schaut mit Blick auf die schleppenden Verkäufe des wichtigsten Produkt, dem iPhone, skeptischer auf den Wert. Analyst Michael Walkley senkte ebenfalls sein Kursziel für Apple von 250 auf 225 US-Dollar.

    Apple Inc.