• USA wollen UN-Sanktionen gegen den Iran erzwingen
    • Fed: Wirtschaftliche Erholung hängt von Corona-Krise ab
    • Obama: "Trump kann es einfach nicht"
    • CTS Eventim: Geschäft bricht in Q2 weg
    • Corona: RKI meldet 1.707 neue Fälle
    • Apple schreibt Wall-Street-Geschichte
    • Curevac vor EU-Großauftrag
    • Delivery Hero steigt in Leitindex auf

    DAX & Wall Street

    • Eine vorsichtige Haltung der US-Notenbank Fed und wieder virulente Corona-Sorgen haben die Kauflaune am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag gedämpft. Der DAX sank im Xetra-Handel um 1,14 Prozent auf 12.830 Punkte. Die vorsichtigen Einschätzungen der US-Notenbank zur Wirtschaft in den USA und die Tatsache, dass sich zumindest in der unmittelbaren Zukunft keine weitere Lockerung der Geldpolitik abzeichnet, hatte zuvor bereits die Kauflaune an der Wall Street gedämpft. Aus den Protokollen der jüngsten Fed-Sitzung ging hervor, dass die US-Währungshüter die wirtschaftlichen Bedingungen in der Corona-Krise noch für eine Weile als schwierig einschätzen. Auch die steigenden Corona-Infektionszahlen trüben das Sentiment. Hinzu kommt der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China. Hier gibt es einen kleinen Lichtblick zu vermelden. China und die USA wollen nach Aussage Pekings nun doch schon mal über die Fortschritte ihres Handelsabkommen sprechen. Beide Seiten hätten vereinbart, "in naher Zukunft" ein Telefonat zu führen, sagte Gao Feng, ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, am Donnerstag. Erst am Dienstag hatte US-Präsident Trump Gesprächen mit China zur Überprüfung der erzielten Fortschritte bei der Umsetzung des Teilhandelsabkommens eine Absage erteilt. Dass die beiden Staaten nun womöglich doch in Kontakt treten, wird positiv an den Börsen aufgenommen. Unter den Einzelwerten stehen Delivery Hero und Wirecard im Blick. Die Wirecard-Aktie fliegt am Montag aus der ersten Börsenliga, wie die Deutsche Börse am Mittwoch nun endgültig mitteilte. Nachfolger wird der Essenslieferant. Zumindest kurios an diesem Wechsel ist: Delivery Hero schreibt im laufenden Geschäft rote Zahlen und hat kein Deutschland-Geschäft mehr.
    • Die US-Indizes haben den Donnerstagshandel mit Gewinnen abgeschlossen, wobei der Nadaq 100 sogar ein neues Rekordhoch markieren konnte und 1,4 Prozent hinzugewinnen konnte. Tesla setzte seinen Wahnsinss-Rally fort und stieg über die Marke von 2.000 Dollar.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen

    • Der Skandal um Wirecard ist um ein Kapitel reicher. Die Polizei von Singapur hat im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Betrug bei dem insolventen Zahlungsdienstleister zwei weitere Vorwürfe gegen einen Geschäftsmann erhoben. Die Abteilung für Wirtschaftskriminalität des Stadtstaates beschuldigt R. Shanmugaratnam in zwei weiteren Fällen der Fälschung von Papieren, in denen Gelder ausgewiesen wurden, die im Namen von Wirecard-Tochtergesellschaften gehalten würden, wie aus den vom Wall Street Journal überprüften Anklageschriften hervorgeht. Derweil berichtet das manager-magazin, dass der flüchtige ehemalige Wirecard-Vorstand Jan Marsalek Wirtschaftsprüfer unter Einsatz von Schauspielern getäuscht haben soll. Demnach habe Marsalek größere Anstrengungen unternommen, um die Abschlussprüfer der Wirecard-Prüfungsgesellschaft EY zu täuschen. Laut dem Bericht vermutet die Spitze um den Deutschland-Chef des Wirtschaftsprüfers, Hubert Barth, dass der Ex-Wirecard-Vorstand offenbar Schauspieler engagiert hat, die Bankmitarbeiter spielten. Er soll auch Kulissen errichtet haben, um damit Bankzweigstellen vorzutäuschen.
    • Volkswagen startet im Werk Zwickau mit dem Bau eines zweiten Modells seiner neuen Elektro-Serie begonnen. Das SUV ID.4, ein kompakter Stadtgeländewagen, kommt zum Mittelklasse-Auto ID.3 hinzu. Beide Autos werden am sächsischen Standort produziert und machen den Auftakt zu einer Reihe vollelektrischer Wagen, die die Grundlage weiterer Konzernfahrzeuge in den kommenden Jahren bildet. Insgesamt steckt VW bis 2024 etwa 33 Mrd. Euro in E-Mobilität.
    • Der Chip- und Grafikkarten-Hersteller Nvidia verbuchte im zweiten Quartal mit seiner Rechenzentrums-Sparte Data Center einen Umsatz von 1,75 Mrd. Dollar und damit 600 Mio. mehr als in den drei Monaten zuvor. 30 Prozent der Einnahmen stammen vom aufgekauften Netzwerkspezialisten Mellanox. Für die Übernahme nahm Nvidia insgesamt knapp 7 Mrd. in die Hand. Deshalb stieg der Überschuss mit 622 Mio. Dollar vergleichsweise niedrig und lag nur um 13 Prozent über dem Vorjahreswert.
    • Der Online-Wohnungsvermittler Airbnb hat Dokumente für seinen geplanten IPO eingereicht. Die vertraulichen Unterlagen wurden der US-Börsenaufsicht SEC übermittelt, teilte das Unternehmen mit. „Die Zahl der Aktien, die angeboten werden, und die Preisspanne für das vorgeschlagene Zeichnungsangebot wurden noch nicht festgelegt.“
    • US-Präsident Trump hat den Softwarekonzern Oracle ein „tolles Unternehmen“ für eine Übernahme der umstrittenen chinesischen Video-App Tiktok genannt. Nach einer Rede in Yuma sagte er auf eine entsprechende Frage, Oracle sei seiner Meinung nach „ein tolles Unternehmen, und ich denke, sein Eigentümer ist ein unglaublicher Kerl. Ich denke, Oracle könnte sicherlich jemand sein, der das schaffen kann.“ Medienberichten zufolge erwägt Oracle die Übernahme der Geschäfte von Tiktok in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland.
    • Nach Twitter geht jetzt auch Facebook gegen die QAnon-Bewegung vor, die Verschwörungsmythen verbreitet. Man habe unter anderem 790 Gruppen, 100 Seiten und 1.500 Anzeigen entfernt, teilte das Online-Netzwerk mit.
    • Die chinesische Handelsplattform Alibaba hat im Zeitraum April bis Juni den Umsatz um etwa 34 Prozent auf umgerechnet 18,8 Mrd. Euro erhöht, wie der in New York an der Börse notierte Konzern mitteilte. Dies lag über den Erwartungen von Analysten. Besonders stark legte mit Einnahmen von 59 Prozent das Cloud-Geschäft zu.
    • 2021 soll ein neues Blackberry-Smartphone auf den Markt kommen. Dafür kooperiert die Marke mit verschiedenen Partnern. Die texanische Firma OnwardMobility will die Geräte entwickeln, eine Tochter des taiwanesischen Auftragsfertigers Foxconn soll sie produzieren. Das neue Modell soll im ersten Halbjahr 2021 in den USA und Europa auf den Markt kommen, kündigte OnwardMobility an.
    • Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac wird die Europäische Union mit einem Corona-Impfstoff versorgen. Die Firma und die Europäische Kommission gaben heute den Abschluss von Sondierungsgesprächen über einen Vorab-Kaufvertrag ("Advanced Purchase Agreement", APA) für CureVacs potenziellen mRNA-basierten COVID-19-Impfstoff bekannt, teilte Curevac mit. Der geplante Vertrag mit der Europäischen Kommission soll alle EU-Mitgliedstaaten bis zu 225 Mio. Dosen sowie mit einer Option auf den Zukauf von weiteren 180 Mio. Dosen versorgen, hieß es. Diese würden bereitgestellt, sobald sich der mRNA-basierte Impfstoff von Curevac als sicher und wirksam gegen COVID-19 erwiesen habe. Der Impfstoffkandidat befindet in der klinischen Phase 1 und wird an verschiedenen Studienzentren in Deutschland und Belgien getestet. Mit ersten Ergebnissen dieser Studie wird zu Beginn des vierten Quartals gerechnet. Im Laufe des Quartals soll eine klinische Studie der Phase 2b/3 beginnen.
    • Bei der Lufthansa steht zwar ein erster Krisenplan mit den Piloten, aber die Hoffnung, dass es in einigen Monaten wieder aufwärts gehen könnte, schwindet. Angeblich seien einige hundert Piloten zu viel an Bord. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht mehr auszuschließen.
    • Opel will Teile seines Werksgeländes am Stammsitz Rüsselsheim verkaufen. Das Gelände sei auch im Vergleich zu anderen Automobilwerken überproportional groß, erklärte ein Unternehmenssprecher. Noch sei aber nichts entschieden.
    • Die zum Gesundheitskonzern Fresenius gehörende Krankenhaustochter Helios übernimmt drei Malteser-Kliniken in Duisburg und Krefeld. Den Kaufvertrag hätten beide Unternehmen am Mittwoch unterzeichnet, teilte Helios mit. Ein Kaufpreis wird nicht genannt.
    • Der Börsenwert von Apple ist am Mittwoch erstmals über die Schwelle von 2 Bio. US-Dollar gestiegen - so hoch wurde noch nie ein US-Unternehmen gehandelt. Ein etwas mehr als einprozentiges Kursplus auf 467 Dollar reichte aus, um die Marktkapitalisierung des Tech-Konzerns in diese Höhen zu hieven. Allerdings setzte der Kurs in der Folge wieder zurück. Das Erreichen der historischen Marke ist das Ergebnis einer Kursrally: Zu Jahresbeginn hatte die Aktie noch knapp 300 Dollar gekostet, aktuell steht sie bei 467 Dollar.
    • Der Essenslieferdienst Delivery Hero folgt dem insolventen Zahlungsabwickler Wirecard im DAX. Die Änderungen werden am kommenden Montag wirksam. Der Essenlieferdienst zählt zu den Profiteuren der Corona-Pandemie. Das Unternehmen betreibt in mehr als 40 Ländern Bestellplattformen für Essen lokaler Anbieter und beschäftigt 25.000 Mitarbeiter. Sie vermitteln Lieferdienste zwischen Restaurants und deren Kunden. Allerdings betreibt Delivery Hero auch eigene Lieferdienste und Großküchen. Delivery Hero arbeitet noch immer defizitär. Im ersten Halbjahr lag der um Sonderposten bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nach vorläufigen Zahlen bei 319,5 Mio. Euro. Die endgültige Halbjahresbilanz folgt am 27. August.
    • Den Konzertveranstalter und Ticketvermarkter CTS Eventim hat die Corona-Krise und der Lockdown zur Eindämmung der Pandemie im zweiten Quartal kalt erwischt. Das Geschäft brach im Grunde komplett weg. Der Umsatz rauschte wegen ausgefallener Festivals, Konzerte und anderen Veranstaltungen um fast 97 Prozent auf 13,9 Mio. Euro in den Keller. Der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag bei 16,2 Mio. Euro nach einem operativen Gewinn von 54,7 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Der Nettoverlust lag bei knapp 41 Mio. Euro nach einem Gewinn von 22 Mio. vor Jahresfrist.
    • TAG Immobilien hat den Ausblick auf das laufende Jahr bestätigt. Ein Anhebung der Prognose bleibe im weiteren Jahresverlauf aber möglich, wie die Gesellschaft bei den Halbjahreszahlen mitteilte. Im ersten Halbjahr erhöhte sich das operative Ergebnis (FFO1) um rund acht Prozent auf 86,5 Mio. Euro. Die Kaltmieten stiegen um 1,5 Prozent auf 159,7 Mio. Euro.
    • Der Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) ist wieder optimistischer für das laufende Geschäftsjahr. Der Nettowarenwert dürfte 2020 währungsbereinigt um 20 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro steigen, teilte die Beteiligung des Startup-Investors Rocket Internet mit. Operativ will der Online-Modehändler auf bereinigter Basis die Gewinnzone erreichen. Beim Umsatz geht GFG von 1,3 Mrd. Euro und damit von Erlösen in etwa auf Vorjahresniveau aus.
    • Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler will sich eine Kapitalerhöhung genehmigen lassen. Das Unternehmen lädt dazu seine Aktionäre am 15. September zu einer außerordentlichen Online-Hauptversammlung ein, auf der über die Schaffung von genehmigtem Kapital für bis zu 200 Mio. neue Aktien abgestimmt werden soll, wie Schaeffler am Donnerstag mitteilte.

    Konjunktur & Politik

    • Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren in den USA zog im Juli um 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat an, wie das Forschungsinstitut Conference Board mitteilte. Analysten hatten einen Zuwachs um 1,1 Prozent erwartet. Im Juni war der Indikator um revidiert 3,0 Prozent gestiegen.
    • Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia, gemessen am Indikator der regionalen Notenbank, dem Philly-Fed-Index, fiel im August von 24,1 Punkten im Vormonat auf 17,2 Punkte zurück, wie die regionale Zentralbank mitteilte. Volkswirte hatten nur mit einem Rückgang auf 20,8 Punkte gerechnet. Der Indexwert signalisiert aber weiterhin eine Belebung der wirtschaftlichen Aktivität.
    • Die Lage am US-Arbeitsmarkt bleibt düster. In der Woche bis 15. August stellten 1,106 Mio. Menschen erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl um 135.000 Anträge. Die Zahl der laufenden Anträge sank hingegen von rund 15,48 auf 14,84 Mio. Anträge.
    • Mit Ruhm hat sich Donald Trump beim Management der Corona-Pandemie wahrlich nicht bekleckert. Die Mehrheit der Amerikaner sieht das einer CNN-Umfrage zufolge ebenso. 62 Prozent finden den Umgang der US-Regierung mit Corona „peinlich“. Mit 55 Prozent glaubt die Mehrheit in den USA zudem, dass das Schlimmste der Pandemie noch bevorsteht.
    • In Kalifornien kämpft die Feuerwehr gegen mehr als 360 Busch- und Waldbrände. Besonders betroffen sind Gebiete bei San Francisco und in den Weinanbauregionen um die Städte Napa und Sonoma.
    • Beim Parteitag der US-Demokraten ist die kalifornische Senatorin Kamala Harris als Vizepräsidentschaftskandidatin nominiert worden. Die 55-jährige tritt damit an der Seite von Joe Biden bei der Wahl im November gegen den Amtsinhaber Trump an.
    • Die türkische Zentralbank hat ihren Leitzins nicht verändert. Der Leitzins bleibe bei 8,25 Prozent, teilte die Notenbank am Donnerstag mit. Volkswirte hatten diese Entscheidung erwartet. Bereits auf ihrer Sitzung am 25. Juni hatte die Notenbank die Zinsen nicht mehr gesenkt.
    • Die chinesische Zentralbank (PBoC) hat die Leitzinsen unverändert belassen. Die Prime Rate für einjährige Kredite steht weiter bei 3,85 Prozent und die für fünfjährige Kredite bei 4,65 Prozent.
    • Die USA erhöhen in der Causa Iran den Druck und verlangen, dass sämtliche UN-Sanktionen aus Zeiten vor dem Atomabkommen wieder eingesetzt werden. Er habe US-Außenminister Mike Pompeo dazu angewiesen, den Snapback-Mechanismus im UN-Sicherheitsrat auszulösen, sagte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch. Das „katastrophale" Atomabkommen sei ein Produkt des außenpolitischen Scheiterns der Obama-Regierung. Seine Regierung werde nicht zulassen, dass „diese nukleare Situation im Iran weitergeht. Sie werden nie eine Atombombe haben“, betonte Trump. Die UN-Vetomächte USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland und der Iran hatten sich 2015 in Wien auf das Abkommen geeinigt, das Teheran eine friedliche Nutzung der Kernkraft gestattet, aber die Entwicklung von Atomwaffen verwehrt.
    • Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im ersten Halbjahr nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes kalender- und saisonbereinigt real 0,8 Prozent mehr um als im zweiten Halbjahr 2019. Nominal waren es 1,5 Prozent. „Hinter dieser vergleichsweise moderaten Gesamtentwicklung verbergen sich allerdings erhebliche Unterschiede in den einzelnen Einzelhandelsbranchen“, schrieb das Bundesamt. Besonders der Online- und Versandhandel habe im ersten Halbjahr seine realen Umsätze um 16,0 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2019 steigern können.
    • Die Zahl der neu registrierten Corona-Infektionen in Deutschland steigt auf den höchsten Wert seit Ende April. Nach Angaben des Robert-Koch Instituts erhöhte sich die Zahl binnen einen Tages um 1.707. Die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 228.621. An oder mit einer Covid-19-Infektion gestorben sind bisher in Deutschland 9.253 Menschen. Auch in mehreren europäischen Staaten ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus deutlich angestiegen. Frankreich meldete mehr als 3.700 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. In Spanien waren es 3.715, in Italien 642. Allerdings wurde auch mehr getestet. Schweden hat in der ersten Hälfte des Jahres so viele Todesfälle verzeichnet wie seit 150 Jahren nicht mehr. Bis Ende Juni starben rund 4.500 Menschen an Covid-19. Insgesamt gab es 51.405 Todesfälle, wie die Statistikbehörde mitteilte. Das ist mehr als in jedem Jahr seit 1869. Damals starben wegen einer Hungersnot 55.431 Menschen.
    • Der russische Regierungskritiker Alexej Nawalny ist mit Vergiftungserscheinungen auf einer Intensivstation in einem Krankenhaus. Er war zunächst bewusstlos. Das teilte Kira Jarmysch am Donnerstagmorgen bei Telegram mit. Er sei an ein Beatmungsgerät angeschlossen worden. Der leitende Arzt der Klinik sagte der Agentur Tass, Nawalny befinde sich in einem kritischen Zustand. Der 44-Jährige hatte sich den Angaben zufolge auf einer politischen Rundreise in Sibirien befunden und war auf dem Rückflug nach Moskau. Auf dem einem Flughafen habe er einen Tee zu sich genommen und sei später an Bord bewusstlos zusammengebrochen. Die Maschine sei dann wegen des Notfalls in Omsk gelandet. „Ich bin sicher, dass er absichtlich vergiftet wurde", sagte Jarmysch dem Radiosender Echo Moswky. Sie habe die Polizei gebeten, in das Krankenhaus zu kommen.
    • Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland waren im vergangenen Juli um 1,7 Prozent niedriger als im Juli 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gege über dem Vormonat stiegen die Herstellerpreise um 0,2 Prozent.
    • Wegen der Corona-Krise fordern Gewerkschaften eine Verlängerung der Kurzarbeit. Insbesondere im Luftverkehr und im Tourismus, im Kulturbereich sowie im Veranstaltungswesen sei die Situation für die Beschäftigten unverändert schwierig, sagte Verdi-Chef Frank Werneke der „Augsburger Allgemeinen“.
    • Barack Obama hat sich mit Kritik an seinem Nachfolger Donald Trump als US-Präsident bislang zurückgehalten. Doch während des Parteitags der Demokraten wurde er deutlich. Der Demokrat warf Trump in der Coronakrise Versagen vor und sprach auch eine Warnung aus. „Donald Trump ist nicht in den Job hineingewachsen, weil er es nicht kann. Und die Folgen dieses Versagens sind schwerwiegend.“ Diese Regierung habe gezeigt, dass sie unsere Demokratie niederreissen werde, wenn das nötig sei, um zu gewinnen.
    • Im Protokoll der US-Notenbank zur letzten Zinssitzung, das am Mittwochabend veröffentlicht wurde, hat die Fed wirtschaftliche Unsicherheiten hervorgehoben. „Die Mitglieder waren sich einig, dass die anhaltende Krise der öffentlichen Gesundheit kurzfristig die wirtschaftliche Aktivität, die Beschäftigung und die Inflation schwer belastet“, hieß es in den Minutes.
    • Die deutschen Fahrradhändler gehören zu den größten Gewinnern der Coronakrise. Das geht aus der ifo-Konjunkturumfrage hervor. Nahezu alle Fahrradhändler sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Der Wert liegt bei 95 Punkten; höchstens möglich sind 100 Punkte. „Die Fahrradhändler erleben einen regelrechten Boom”, sagt Klaus Wohlrabe, der Leiter der ifo-Befragungen.

    Dividendenausschüttungen


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