Mit seinen jüngsten Quartalsergebnissen hat Apple die Anlegerwelt erneut begeistert. Allerdings bleibt es abzuwarten, wie lange der Höhenflug andauern kann, wenn eine Hardware-Revolution Mangelware bleibt.

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    Ähnlich wie im Fall früherer Produktpräsentationen verlor die Apple-Aktie auch nach den Vorstellungen der neuesten iPhone- und iPad-Generation etwas von ihrem Wert. Dies liegt unter anderem daran, dass es der Konzern versteht, die Erwartungen in die Höhe zu schrauben. Zwar soll im kommenden Jahr endlich auch eine Armbanduhr aus dem Hause Apple erscheinen, doch erneut konnte der Konzern nicht für eine Technologierevolution sorgen. Mit den jüngsten Quartalsergebnissen konnte das Unternehmen jedoch kurzfristig aufgekommene Kritik an mangelnden Innovationen ersticken und der Apple-Aktie zu einem neuen Höhenflug verhelfen.

    Obwohl Apple derzeit mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 600 Mrd. US-Dollar das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt ist, hält US-Starinvestor und Apple-Aktionär Carl Icahn die Apple-Aktie weiterhin für deutlich unterbewertet. Wenn man sich das vor allem im Vergleich zu anderen US-Technologiewerten geringe Kurs-Gewinn-Verhältnis anschaut, könnte daraus etwas dran sein. Dabei hat Icahn auch schon eine genaue Vorstellung davon, wie Konzernchef Tim Cook dem Papier zu einem seiner Ansicht nach fairen Kurs von rund 200 US-Dollar verhelfen könnte. In einem Brief vom 9. Oktober forderte er das Management einmal mehr auf, das schon üppige Aktienrückkaufprogramm aufzustocken. Sollte sich Icahn erneut durchsetzen, könnte dies der Apple-Aktie zu einer weiteren Rekordjagd verhelfen.

    Bei den Geschäftszahlen ist Apple ebenfalls auf Rekordjagd. Dabei konnten zuletzt lediglich die rückläufigen iPad-Absätze das Gesamtbild eintrüben. Laut Unternehmensangaben vom 20. Oktober konnte Apple im vierten Fiskalquartal 2013/14 die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 42,1 Mrd. US-Dollar steigern. Für das laufende erste Fiskalquartal 2014/15 geht das Unternehmen sogar von einem neuen Rekordwert von 63,5 bis 66,5 Mrd. US-Dollar aus. Der Grund für diesen Erfolg liegt vor allem in den hervorragenden Verkaufszahlen des iPhones. Immerhin verbuchten die neuen Modelle Anfang September den erfolgreichsten Verkaufsstart überhaupt und sorgten dafür, dass im abgelaufenen Quartal etwas über 39 Millionen iPhones an den Mann gebracht werden konnten. Gleichzeitig schaffte es Apple die Bruttogewinnspanne von 37 auf 38 Prozent anzuheben, während Konkurrenten wie Samsung wegen des harten Preiswettbewerbs in einigen Märkten mit rückläufigen Margen zu kämpfen haben.

    Trotz dieser Erfolge bleibt die Frage, wie viel Potenzial die Apple-Aktie haben wird, wenn sich Apple-Fans nicht mehr nur mit Produktauffrischungen abspeisen lassen und sich möglicherweise eine Sättigung am Smartphone-Markt einstellt. Die „Apple Watch“ hätte das Potenzial zu einem neuen Gewinnbringer. Doch auch sie ist keine Weltneuheit, während die häufigen Ladezeiten ein Ärgernis sein könnten. Im Fall des Bezahlsystems „Apple Pay“ stellt sich wiederum die Frage, ob es sich langfristig durchsetzen wird. Schließlich haben schon andere Unternehmen ohne großen Erfolg versucht mithilfe so genannter NFC-Systeme Brieftaschen und Bargeld überflüssig zu machen. Damit müssten sich Investoren dann wieder darauf verlassen, dass Carl Icahn mit seinen Forderungen nach größeren Aktienrückkaufprogrammen beim Apple-Management Gehör findet.

    Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Apple-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT427Q) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,44, die Knock-Out-Schwelle bei 79,10 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT428D, aktueller Hebel 3,40; Knock-Out-Schwelle bei 129,50 US-Dollar) auf fallende Kurse der Apple-Aktie setzen.

    Stand: 28.10.2014

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