Montag: Im Jahr 2010 investierten die deutschen Industrieunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten rund 46,9 Milliarden Euro in Sachanlagen. Das war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) eine leichte Steigerung um 0,4 % gegenüber 2009 (+ 185 Millionen Euro). In diesem Ergebnis spiegeln sich weiterhin die Auswirkungen der Wirtschaftskrise wider. 2009 waren die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 22,1 % eingebrochen.

Die Geldmenge M3 ist im Oktober-Jahresvergleich in der Eurozone um 2,6 % gestiegen nach zuvor 3,1 %. Das Dreimonatsmittel des M3-Wachstums liegt bei 2,8 % nach zuletzt 2,6 %.

Die Geldmenge M1 ist im Berichtsmonat im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % geklettert nach +2,0 % im Vormonat. Der Durchschnitt der letzten drei Monate liegt hier bei 1,8 %.

Die Kreditvergabe im privaten Sektor ist gleichzeitig gegenüber dem Vorjahr in der Eurozone um 2,7 % gestiegen nach einem 2,5 % Anstieg im Monat zuvor. Mit der aktuellen Veröffentlichung liegt das Dreimonatsmittel bei 2,6 %.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet für 2012 nur noch ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,6 Prozent nach 3,0 Prozent in diesem Jahr.

Laut OECD-Wirtschaftsausblick ist die Euro-Krise noch immer das herausragende Risiko für die globale Wirtschaftsentwicklung. Das Gefahrenpotenzial werde noch dadurch vergrößert, dass in jüngster Zeit auch Länder ins Schussfeld gerieten, deren Finanzen bisher als relativ stabil galten. Werde den Sorgen der Märkte nicht Rechnung getragen, drohten massive Störungen des Wirtschaftsgefüges und eine neue Kreditknappheit.

Der für Dezember vorausberechnete GfK Konsumklimaindex notiert bei 5,6 Punkten nach revidierten 5,4 Punkten im Vormonat.

Der Konjunkturerwartungsindex ist im Berichtsmonat um 1 Punkt auf -7,2 zurückgegangen. Der Index für die Einkommenserwartung liegt aktuell bei 31,1 Punkten und damit 5,4 Zähler unter dem letzten Stand. Die Anschaffungsneigung verbessert sich dagegen mit 40,3 nach zuvor noch 31,2 Punkten.

Die Zahl der Hausverkäufe ist in den USA im Oktober um 1,3 % auf 307.000 angestiegen. Erwartet wurden 310.000 bis 312.000 Hausverkäufe. Im Monat zuvor waren 303.000 Hausverkäufe registriert worden. Damit wurde die zuvor veröffentlichte Zahl von 313.000 nach unten revidiert.

Dienstag:

Die japanische Arbeitslosenquote liegt im Oktober saisonbereinigt bei 4,5 % und ist damit zum Vormonat um 0,4 Prozentpunkte gestiegen.

Der japanische Einzelhandelsumsatz ist im Oktober zum Vorjahr um 1,4 % gestiegen. Im Monat zuvor war noch ein Umsatzminus um 1,4 % vermeldet worden.

Der Umsatz großer japanischer Verkaufshäuser ist im Berichtszeitraum um 1,4 % zurückgegangen nach zuvor -3,6 %.

Der Güterverkehr der Eisenbahnen in Deutschland ist in den ersten drei Quartalen 2011 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 7,1 % auf 283,0 Mio. Tonnen gestiegen.

Die britische Geldmenge M4 ist im Oktober gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0,3 % gesunken. Die Jahreswachstumsrate hingegen liegt bei -2,7 % nach -1,7 % im Vormonat.

Der Geschäftsklimaindex für die Eurozone notiert im November bei -0,44. Zuletzt war der Index von -0,06 auf -0,18 zurückgefallen.

Der Gesamtindex für die Euro-Zone notiert im November bei 93,7 nach zuvor 93,8. Das Industrievertrauen liegt im Berichtsmonat bei -7,3 nach zuvor noch -6,5. Das Verbrauchervertrauen notiert zur gleichen Zeit bei -20,4 nach -19,9 im Vormonat.

Der US-amerikanische Vertrauensindex notiert im November bei 56. Erwartet wurde er im Bereich 43 bis 44. Im Vormonat hatte er bei 39,80 notiert

Mittwoch:

Die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland liegt im Oktober in Deutschland gemäß der ILO-Arbeitsmarktstatistik bei 41,5 Mio. und damit um 1,0 % über dem Vorjahresniveau. Zum Vormonat kletterte die Zahl der Erwerbstätigen um 0,4% .

Der deutsche Einzelhandelsumsatz ist im Oktober gegenüber dem Vorjahr nominal um 1,6 % gestiegen nach zuvor +2,5 %,real war ein Rückgang um 0,4 % zu verzeichnen, nach zuletzt noch 0,6 % (revidiert von 0,3 %).

Im kalender- und saisonbereinigten Vergleich zum Vormonat ist der Umsatz des Einzelhandels um nominal 1,0 % geklettert nach zuletzt noch 0,6 %, real um 0,7 % gestiegen nach 0,3 % im Vormonat.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im November saisonbereinigt um 20.000 auf 2,7 Mio. zurückgegangen, ohne Bereinigung sinkt die Zahl um rund 24.000 auf 2,713 Mio.. Das sind 214.000 weniger als noch vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote sinkt demnach im November auf 6,4 % nach zuvor 6,5 %.

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im Berichtsmonat gegenüber dem Vorjahr um real um 1 % gestiegen.

Die Inlandsnachfrage ist zum Vorjahr sogar um 5 % gestiegen, die Auslandsnachfrage gleichzeitig um 1 % geklettert.

Der weniger stark schwankende Dreimonatsvergleich zeigt zum Vorjahr ebenfalls ein Minus von 5 % an.

Die offizielle Vorabschätzung für die Inflation in der Eurozone für November geht von einer Jahresteuerung von 3,0 % aus. Im Monat wurde die Jahresteuerung bei 3,0 % angegeben.

Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone steigt im Oktober auf 10,30 %. Bereits im Vormonat hatte sie bei 10,2 % gelegen

Im November ist die Zahl der privat Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in den USA um 206.000 gestiegen.

Die US-amerikanische Arbeitsproduktivität (im Nonfarm Business) ist im dritten Quartal saisonbereinigt und annualisiert um 2.30 % gestiegen

Die Lohnstückkosten (im Nonfarm Business) sind im dritten Quartal in den Vereinigten Staaten saisonbereinigt zum Vorquartal um 2.5 % gesunken.

Der Chicago-Einkaufsmanagerindex ist im November den 26. Monat in Folge auf Expansionskurs geblieben. Zudem wurde der Konsens deutlich übertroffen. Der Index notiert bei 62,60 Punkten, wie Kingsbury heute mitteilte. Erwartet wurde ein Wert von 58,50 Punkten, nach 58,40 Zählern zuvor.

Der Teilindex für die neuen Aufträge stieg auf ein 8-Monatshoch. Die Produktion legte auf ein 7-Monatshoch zu. Die bezahlten Preise stiegen so schwach wie seit 14 Monaten nicht mehr. Werte über 50 Punkten gelten beim Chicago-Einkaufsmanagerindex als expansiv und deuten damit auf eine wachsende Wirtschaft in der Region hin.

Unser Kommentar:

Während die Einkaufsmanager in Europa immer zurückhaltender werden, macht sich in den USA wachsender Optimismus breit. Der könnte sich jedoch als verfrüht erweisen, sollte Europa seine Schuldenkrise nicht bald in den Griff bekommen. Europa ist nach Kanada der wichtigste Absatzmarkt für die Vereinigten Staaten.

Donnerstag:

Die deutschen Ausfuhren insgesamt sind im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 10,1 % auf 266,2 Mrd. Euro gestiegen. Für den Bereich der Eurozone lag der Anstieg bei 9,9 % auf 155,1 Mrd. Euro.

Die Einfuhren nach Deutschland sind im dritten Quartal binnen Jahresfrist ingesamt um 11,7 % auf 226,6 Mrd. Euro geklettert. Die Importe aus der Eurozone waren dabei um 13,6 % auf 126,5 Mrd. Euro angestiegen.

Der spanische Einkaufsmanagerindex für November notiert bei 43,8. Im Vormonat war der Index mit 43,9 veröffentlicht worden.

Der italienische Einkaufsmanagerindex für November notiert bei 44,0. Im Vormonat war der Index mit 43,3 veröffentlicht worden.

Der französische Einkaufsmanagerindex für November notiert bei 47,3. Im Monat zuvor war er mit einem Stand von 48,5 veröffentlicht worden. Erwartet wurde der Index hingegen schwächer mit einem Stand von 47,6.

Der CIPS Einkaufsmanagerindex für Großbritannien notiert im November bei 47,6. Im Vormonat hatte der Index bei 47,8 gestanden, abwärtsrevidiert von 47,4. Gerechnet worden war hingegen für Februar mit einem Rückgang auf 47,0.

Unser Kommentar:

Die Einkaufsmanager in Europa sind sich einig: Überall sind die Marktbarometer jetzt unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten gerutscht. Teilweise sogar sehr deutlich, wie etwa in Italien oder Spanien.

Eine Rezession im kommenden Jahr ist damit zumindest in Europa so gut wie sicher. Bedenklich ist in diesem Zusammenhang der Trend zu steigenden Zinsen, insbesondere in den südlichen Ländern der Region.

Sinkende Wirtschaftsleistung bei gleichzeitig steigenden Finanzierungskosten sind eine brisante Mischung, die insbesondere Italien in Schwierigkeiten bringen dürfte.

240 Milliarden Euro stehen dort im kommenden Jahr zur Refinanzierung über Staatsanleihen an, ein Großteil davon, nämlich 150 Milliarden gleich zu Beginn des Jahres bis einschließlich April 2012.

Bei den aktuell gültigen Zinsen im Bereich von sieben Prozent ist das nicht zu stemmen. Die Atempause an den Börsen, ausgelöst in dieser Woche von der überraschenden „Rettungsaktion“ der wichtigsten Zentralbanken, dürfte daher nicht von Dauer sein...

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 402.000 gestiegen. Erwartet wurden 390.000 bis 395.000 neue Anträge nach zuvor 396.000 (revidiert von 393.000).

Der US-amerikanische ISM Index notiert im November bei 52,7 %. Erwartet wurde er im Bereich 50,5 bis 51,0 %. Im Vormonat hatte der Index noch bei 50,8 % notiert.

Die US-amerikanischen Bauausgaben sind im Oktober um 0,8 % geklettert. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,2 %. Im Vormonat waren die Bauausgaben in den USA um 0,2 % gestiegen.

Freitag:

Die Preise für von deutschen Flughäfen abgehende Luftfrachttransporte sind gegenüber dem zweiten Quartal 2011 durchschnittlich um 0,9 % gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stiegen die Preise um 23,0 %.

Die Erzeugerpreise der Industrie sind in der Euro-Zone im Oktober zum Vormonat um 0,1 % gestiegen nach zuvor +0,3 %. Im Jahresvergleich sind die Preise der Erzeuger in der Industrie um 5,5 % geklettert nach zuvor +5,8 %.

Die US-amerikanische Arbeitslosenquote liegt im November bei 8,6 %. Erwartet wurde die Quote mit 9,0 % nach 9,0 % im Vormonat.

Unser Kommentar:

Ein kleiner Lichtblick, mit dem kaum jemand gerechnet hatte: In den USA ist die Arbeitslosenquote überraschend auf 8,6 Prozentpunkte gesunken. Zumindest offiziell. Inoffiziell sind die Zahlen weitaus schlechter.

Man muss nun jedoch erst einmal abwarten, inwieweit saisonale Einflüsse durch das gerade anlaufende Weihnachtsgeschäft die Zahlen verzerrt haben. Wirklich aussagekräftig sind deshalb erst wieder die Zahlen zu Beginn 2012.

An den Börsen wurde die frohe Botschaft trotzdem erst einmal erfreut aufgenommen und verstärkte die Feierlaune, die sich mit dem Notenbankbeschluss vom Mittwoch eingestellt hatte.

Die Zahl der Beschäftigten (ohne Landwirtschaft) ist in den USA im November um 120.000 gestiegen. Erwartet wurde hingegen ein Anstieg um 75.000 bis 118.000 neue Arbeitsplätze nach +80.000 im Vormonat.

Die durchschnittlichen Stundenlöhne sind in den USA im November 0,1 % gegenüber dem Vormonat gefallen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,2 %. Im Vormonat waren die Stundenlöhne um 0,2 % geklettert.

Die Zahl der durchschnittlichen Wochenstunden liegt in den USA im November bei 34,3. Damit war im Vorfeld bereits gerechnet worden.

Mehr dazu in der Dezember-Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die in wenigen Tagen erscheint.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de