Das ist doch mal eine faustdicke Überraschung: Die Aufträge für die deutsche Industrie haben im Juni um mehr als ein Viertel gegenüber dem Vormonat (plus 27,9 Prozent) zugelegt. Dabei stiegen die Aufträge aus dem Inland mit 35,3 Prozent so kräftig an, dass sie das Vorjahresniveau wieder übertroffen haben. Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass Deutschland die Krise ziemlich gut gemeistert hat.

Das eigentliche Dilemma Deutschlands zeigt sich bei den außereuropäischen Aufträgen: Diese liegen immerhin mehr als ein Viertel unter denen des Vorjahresmonats. Die deutsche Exportorientierung macht eben Deutschland auch sehr abhängig von der Entwicklung im Rest der Welt. Auch wenn die Auftragseingänge in Deutschlands Kernbranche, der Autoindustrie, einen Satz von über 66,5 Prozent gegenüber dem Vormonat nach vorne machten, liegen dort die Aufträge jetzt immer noch 10 Prozent unter denen des Vorjahres.

Alles in allem bleibt es ein sehr positives Bild: Die Auftragsbücher sind jetzt gut gefüllt, das lässt Gutes für die Industrieproduktion in den kommenden Monaten hoffen.