Sydney (BoerseGo.de) - Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat am Dienstag das Protokoll zu ihrer geldpolitischen Sitzung vom 2. September veröffentlicht. Die Begleiterklärung zur Sitzung war gegenüber der August-Fassung überwiegend unverändert, doch offenbarte das Protokoll eine eher „hawkishe“, sprich geldpolitisch straffende Tendenz. Die Direktoriumsmitglieder haben ihrer wachsenden Besorgnis über die steigenden Preise von Privat- und und gewerblichen Immobilien sowie eine potenziell spekulative Nachfrage auf dem Häusermarkt Ausdruck verliehen.

Der Inflationsdruck in Australien ist derzeit noch gering und dürfte eine Normalisierung der Zinsen nicht vor dem zweiten Halbjahr des kommenden Jahres erfordern. Eine erste Zinserhöhung könnte deshalb vor allem von der Besorgnis über den Hausmarkt ausgelöst werden, erwarten die Experten der Crédit Suisse in einem aktuellen Kommentar.