• AUD/USD - Kürzel: AUD/USD - ISIN: XC000A0E4TC6
    Börse: FOREX / Kursstand: 0,7327 $

Sydney (Godmode-Trader.de) - Die australische Wirtschaft ist im dritten Quartal mit einer Jahresrate von 2,5 Prozent gewachsen. Gegenüber dem Vorquartal lag das Wachstum Australiens bei 0,9 Prozent und lag damit hauchdünn über den Markterwartungen. Die Rate folgte auf eine nach oben korrigierte Wachstumsrate im zweiten Quartal von 0,3 Prozent.

Getrieben wurde das Wachstum von einer Kombination aus einem rückläufigen Importe und einem sprunghaften Anstieg der realen Exporte. Die sich daraus ergebenden Nettoexporte trugen um 1,5 Prozentpunkte zum Wachstumsschub bei. Der Konsum kommt auf 0,4 Prozentpunkte Wachstumsanteil. Als Hauptbelastung galten erneute die privaten Investitionen. Diese schwächten im dritten Quartal weiter ab und schmälerten das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,6 Prozentpunkte. Der einzige Hoffnungsschimmer bei den Investitionen war der Wohnungsbau, wo das Wachstum im dritten Quartal wieder an Fahrt aufnahm.

Die Drittquartalsdaten spiegeln laut Experten die Neuorientierung der australischen Wirtschaft, d.h. weg von Bergbauinvestitionen und hin zu Rohstoffexporten und Dienstleistungen, dar. Gestützt wurde der Prozess von einer schwächeren Währung und niedrigeren Zinsen. Die Analysten der Credit Suisse erwarten, dass die Daten im vierten Quartal noch schwächer ausfallen werden, da es unwahrscheinlich sei, dass die Nettoexporte ihre aktuelle Wachstumsrate aufrechterhalten könnten. Auch im Jahr 2016 dürfte das Wachstum laut den Experten unter dem Potenzial bei 2,4 Prozent bleiben, da aktuelle Indikatoren eine weitere Verlangsamung der Investitionsausgaben im nächsten Jahr nahelegen.

Die australische Notenbank RBA hat bei ihrer gestrigen geldpolitischen Sitzung keine wesentlichen Veränderungen an ihrer Stellungnahme vorgenommen. So wurde zwar ein leicht „dovish“ angehauchter Wortlaut beibehalten, indem wiederholt wurde, dass die Inflationsaussichten einen Spielraum für eine weitere Lockerung der Geldpolitik bieten könnten, doch zeigen andererseits jüngste Aussagen von Gouverneur Glenn Stevens, dass die RBA das aktuelle Zinsniveau für angemessen hält.