• Daimler AG - Kürzel: DAI - ISIN: DE0007100000
    Börse: XETRA / Kursstand: 49,370 €
  • BMW AG - Kürzel: BMW - ISIN: DE0005190003
    Börse: XETRA / Kursstand: 64,560 €
  • Volkswagen AG Vz. - Kürzel: VOW3 - ISIN: DE0007664039
    Börse: XETRA / Kursstand: 146,900 €

Die Automobilbranche ist in einer Krise. Daran kann man nicht rütteln. Inzwischen wird bereits von der größten Krise aller Zeiten gesprochen, die die schwierigen Zeiten der Finanzkrise noch übertrifft. Blickt man dann auf die Kurszettel, zeigt sich ein anderes Bild. Wenn wir uns in der größten Krise aller Zeiten befinden, wieso stehen die Kurse dann nicht nahe bei einer schönen runden Null?

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Zunächst zu den schlechten Nachrichten. Der globale Automobilmarkt wächst nicht mehr, er schrumpft. Bereits 2018 wurden weniger Autos produziert und verkauft als noch 2017, dem bisherigen Rekordjahr. Beinahe wurde die Marke von 100 Mio. Fahrzeugen geknackt. Daraus wurde am Ende nichts.

2019 wird die Produktion weiter zurückgehen (Grafik 1). Der Rückgang zwischen 2017 und 2019 liegt dann bei knapp 10 %. Während der Finanzkrise waren es knapp 16 %. Dauert die Krise bis Ende 2020, dürften wir diesen Wert wieder erreichen.


Ein wesentlicher Unterschied zwischen damals und heute ist die Geschwindigkeit, mit der die Krise vonstatten geht. 2008/09 war ein Schock. Einen solchen Schock haben wir heute nicht. Unternehmen können besser auf die Umstände reagieren und Kosten einsparen. Das zugrundeliegende Problem, niedrigere Verkaufszahlen, lässt sich dadurch natürlich nicht beheben.

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Die Schuldigen für die Misere sind schnell identifiziert. Unter den drei großen Automärkten, die für über zwei Drittel der globalen Verkäufe stehen, sticht ein Markt hervor: China (Grafik 2). Das Wachstum, das Autobauern bis 2017 Rekorde beschwerte, ist eingebrochen. Inzwischen liegt es bei -17 %.

China allein ist für ein Viertel aller Verkäufe global verantwortlich. Es ist der größte Automarkt der Welt. Solange sich die Lage dort nicht verbessert, werden auch die Aktien der Autobauer nicht steigen. Das bringt uns zu den guten Nachrichten. Autoaktien sind fair bewertet (Grafik 3). Der bisherige Abschwung bei den Verkäufen ist eingepreist.

Anleger müssen keine spontane und böse Überraschung erwarten. Solange die Verkaufszahlen allerdings weiter sinken, werden auch die Kurse nicht steigen bzw. weiter fallen. Ein Crash ist allerdings nicht zu erwarten, wenn sich der Trend wie bisher fortsetzt. Sollte Trump plötzlich Zölle auf europäische Autos erheben, verändert das die Lage erheblich. Als Anleger muss man auf aktuelle Entwicklungen Rücksicht nehmen.

Die wirklich gute Nachricht ist aber eine ganz andere. In den entwickelten Ländern liegt die Zahl der Autos pro Person bei 0,5. In China liegt dieser Wert bei 0,18. In den meisten Entwicklungsländern liegt der Wert bei weniger als 0,1. Weniger als jede zehnte Person besitzt ein Auto. Das Potential ist langfristig enorm und die globale Mittelschicht wächst.

Mobilität ist ein Grundbedürfnis. Es führt kein Weg daran vorbei. Ob der Notwendigkeit über den Privatbesitz oder Carsharing begegnet wird, ist unerheblich. Die Nachfrage nach Autos wird langfristig weiter steigen. Die jetzige Krise, die glücklicherweise langsam verläuft, ist für Anleger ein Segen. Sie werden in den nächsten Jahren die Schnäppchen ihres Lebens finden.

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