Paris (GodmodeTrader.de) - Die Aktienmärkte reagierten zuletzt dankbar auf die jüngsten Fortschritte im Handelskrieg zwischen den USA und China. Dennoch treibt die Anleger weiterhin die Frage um, ob eine Rezession unmittelbar bevorsteht. Das Grundvertrauen fehlt, wie Igor der Maack, Fondsmanager beim französischen Asset Manager DNCA, in einem Kommentar vom 17. Oktober schreibt.

WERBUNG

„In Europa sind Aktienkäufer und -anleger nach wie vor so dünn gesät wie Bäume in der Wüste Gobi. In 80 der vergangenen 83 Wochen wurde Kapital abgezogen.“ Anders sehe es in den USA aus. Dort werde die Kursentwicklung aber vor allem von den gigantischen Aktienrückkaufprogrammen der Unternehmen gestützt. Das Volumen betrage insgesamt bereits 731 Milliarden US-Dollar. „US-Unternehmen gehören damit zu den größten direktionalen Käufer im S&P 500“, so de Maack.

Die freundliche Stimmung an den Märkten könnte sich fortsetzen, falls eine Einigung über den Brexit zwischen Großbritannien und der EU bis zum Wochenende noch gefunden werden könne. Womöglich könnten eine solch überraschende Wende sowie weitere politische Fortschritte zwischen China und den USA die vorhandenen geopolitischen Probleme sogar überblenden. Diese sind nach Ansicht von de Maack aber alles andere als unbedenklich.

„So hat die Explosion eines iranischen Tankers vor der Hafenstadt Dschidda die Spannungen am Ölmarkt erneut verschärft und könnte die Spekulationen über eine Ölkrise wieder aufflackern lassen“, sagte der Fondmanager von DNCA.