Tokio (Godmode-Trader.de) - Die japanische Notenbank ändert erwartungsgemäß nichts am derzeitigen Kurs der geldpolitischen Maßnahmen. Nach einem zweitägigen Treffen stimmten demnach 8 der 9 Ratsmitglieder für den weiteren Ankauf von Anleihen und Wertpapieren wie bisher in Höhe von 80 Billionen Yen. Laut den Experten der NordLB Es gibt erste Andeutungen, dass die Japaner ihre ultra-expansive Geldpolitik nicht in alle Ewigkeit fortführen werden. Entscheidend werde dabei auch das Tempo sein, das die Fed vorlege.

    Die Bank of Japan hält zudem an ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Lage fest und teilte mit, die Konjunktur habe sich weiter „moderat“ erholt und rechnet weiter damit, dass der Verbraucherpreisindex sich in den kommenden Monaten nach oben bewegen dürfte. Der abwertende Yen und die wieder gestiegenen Ölpreise werden aber unterstützen.

    Anfang Juni hat Kuroda dem Yen eine größere Aufwertung beschert, als er andeutete, dass er die japanische Währung nicht weiter abwerten sieht. Dies war ein Novum, da bislang die Tonlage eher so war, dass man die positiven Effekte der Abwertungen begrüßen würde. Am Freitag allerdings gab sich Kuroda geläutert. Ein schwacher Yen wäre nicht schädlich für die japanische Wirtschaft, sagte er.

    Der Notenbankgouverneur hat dem eigenen Haus zudem mehr Transparenz verordnet. Die Ratsmitglieder der japanischen Notenbank wollen sich ab Januar 2016 statt 14 nur noch 8 Mal im Jahr treffen und es damit der US-Notenbank Fed und der EZB gleichtun. Der halbjährliche Ausblick zur Wachstums- und Preisentwicklung soll nun aber vierteljährlich veröffentlicht werden.