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Tokio (BoerseGo.de) - Der geldpolitische Rat der Bank of Japan (BoJ) ist nicht mehr einer Meinung. Wie aus dem am Freitag vorgelegten Protokoll der September-Sitzung des Gremiums hervorgeht, hat ein namentlich nicht genanntes Ratsmitglied vor möglichen nachteiligen Auswirkungen weiterer Stimulierungsmaßnahmen gewarnt. Sollte die Zentralbank ihre Geldpolitik weiter lockern, könnte es damit zum ersten Mal unter BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda zu einer nicht einstimmigen Entscheidung kommen.

Die Ratsmitglieder drückten zudem ihre Besorgnis aus, dass niedrigere Exporte und eine weiterhin geringere Industrieproduktion der konjunkturellen Erholung schaden könnten. Risiken bestünden vor allem für Rohstoffexporteure und aufgrund der Schuldenkrise in Europa, heißt es in dem Protkoll. Allerdings begrüßte die BoJ den positiven Binnenzyklus aus steigenden Ausgaben und Investitionen sowohl der privaten Haushalte als auch der Unternehmen. Die japanische Wirtschaft setze deshalb unterm Strich ihre moderate Erholung fort, so das Resümee der Währungshüter.

Ein Mitglied des geldpolitischen Rates bezweifelt zudem, ob das Inflationsziel von 2 Prozent bereits 2015 erreicht werden kann und schlug den anderen Teilnehmern vor, das Inflationsziel entsprechend anzupassen.

Aktuellen Daten zufolge ist die japanische Industrieproduktion im August lediglich 0,2 Prozent zum Vormonat gewachsen, darüber hinaus zeigt sich die Auslandsnachfrage zeigt sich nach wie vor recht träge. Das japanische Verbrauchervertrauen hat sich zudem weiter eingetrübt und liefert damit Hinweise, dass die Konsumsteuererhöhung im Frühjahr die Binnenkonjunktur noch immer dämpft. Im September erreichte das Verbrauchervertrauen nach offiziellen Regierungsangaben vom Freitag einen Wert von 39,9 Punkten, nach nach 41,2 Zählern im August. Ökonomen hatten hingegen eine Aufhellung auf 42,2 Punkte erwartet.