Die Einlagen bei griechischen Banken sind nach Angaben der griechischen Tageszeitung "Kathimerini" auf 147 Mrd. EUR gefallen - der bisher tiefste Stand lag im Juni 2012 bei 150 Mrd. EUR.

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In diesem Moment dürften es noch einige Mrd. weniger sein...

Es ist für jeden rational denkenden Menschen klar, dass griechische Anleger ihre Gelder von den Banken abziehen MÜSSEN. Sie wären dumm, täten sie dies nicht. Gleichzeitig schaut die Regierung auffällig inaktiv zu und unternimmt NICHTS!

Die griechischen Banken sind ab morgen auf Notfallkredite der eigenen Zentralbank angewiesen, weil die EZB griechische Staatsanleihen dann nicht mehr als Sicherheit im Rahmen ihrer regulären Refinanzierungsgeschäfte akzeptiert.

Mit diesen ELA (Emergency Liquidity Assistance) kann die griechische Zentralbank de facto elektronisch selber Geld drucken. Der EZB Rat kann mit 2/3-Mehrheit intervenieren und Rahmendaten festlegen...wenn Sie sich in das Thema einlesen wollen, können Sie dies unter anderem hier tun. Ein spannendes, kaum bekanntes Gebiet der geheimen Zentralbankpolitik!

Was passiert nun? Die Banken verlieren natürlich weiter Einlagen ihrer Kunden und müssen diese durch ELA ausgleichen. Es bleibt ihnen ja nichts anderes übrig. Die Regierung sieht zu, und ermöglicht seinen Bürgern weiterhin die Kapitalflucht.

Formal muss zwar die griechische Zentralbank und damit der griechische Staat für die Risiken aus ELA gerade stehen, aber wen kümmert das schon? Insbesondere wenn es vielleicht einen nicht mehr ganz so geheimen Plan namens Euroaustritt gibt?

Es läuft ein großes Druckprogramm, das den griechischen Bürgern Zeit kauft, ihr Geld in Sicherheit zu bringen. Und es ist nicht so ganz glaubwürdig, dass die Regierung das laufende Prozedere nicht versteht...

Was müsste die Regierung in einer solch desolaten Lage eigentlich tun? Natürlich sofort Kapitalverkehrskontrollen einführen. Aber es passiert nichts. Warum nicht? Denken Sie mal darüber nach!

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